1041085

iMovie 11 im Test

26.10.2010 | 11:47 Uhr |

Bei iMovie 11 legt Apple besonderes Augenmerk auf Trailer, Themen und die Tonbearbeitung. Wir haben das neue Videoschnittprogramm für Einsteiger getestet. Wie hilfreich sind die neuen Funktionen?

Auf den ersten und zweiten Blick hat sich bei iMovie nur wenig getan
Vergrößern Auf den ersten und zweiten Blick hat sich bei iMovie nur wenig getan

Bei der diesjährigen Überarbeitung von iMovie hat Apple wenig Wert auf neue oder verbesserte Schnitt-Möglichkeiten gelegt. Stattdessen finden sich mehr vorgefertigte Themen und Automatismen, die den Videoschnitt zwar vereinfachen, die individuelle Kreativität jedoch weiter einschränken.

Zunächst fällt die neue Clip-Ansicht auf. Man kann nun auf eine einzeilige Ansicht umschalten und sich per horizontalem Scrollbalken durch das Projekt bewegen. Das ähnelt sehr stark einer Zeitleiste, wie man sie von iMovie HD her gewohnt ist. Umsteiger, die sich bislang noch nicht mit dem neuen iMovie anfreunden konnten, kommt das sehr entgegen.

Das ist neu

Audio-Effekte

Trailer-Assistent

Zeitleistenansicht

Verzerrungsfilter

Personenverzeichnis

Trailer und Themen

Mit der Trailerfunktion kann man sehr simpel schicke Filme schneiden, arbeitet aber strikt nach Anleitung.
Vergrößern Mit der Trailerfunktion kann man sehr simpel schicke Filme schneiden, arbeitet aber strikt nach Anleitung.

Ganze 15 vorgefertigte Trailer, das heißt Vorlagen, die der Anwender mit Videomaterial befüllen kann, liefert Apple mit der neuen iMovie-Version mit. Enthalten sind dabei Themen wie der Road-Trip, ein Winterurlaub, das Fußball-Spiel am Wochenende oder ein kleiner Agenten-Thriller. Entscheidet sich der Anwender für einen Trailer, so braucht er sich um kaum etwas anderes zu kümmern als ein paar Clips auszuwählen, die entsprechenden Texte für den Filmtitel sowie Cast und Crew einzugeben, und iMovie errechnet das Filmwerk komplett selbständig. In der Praxis funktioniert das recht gut. Genutzt werden hierbei mitgelieferte Musikstücke, vorgefertigte Textanimationen und Übergangseffekte, die zum jeweiligen Thema passen.

Ein integriertes Drehbuch schlägt sogar vor, welche Art von Clips sich für welchen Teil des Films am besten eignet, also Totale, Action-Shots, Halbtotalen und so weiter. Der Anwender braucht sein Videomaterial nur in die entsprechenden Drop-Zones des Storyboards zu ziehen, und kreiert auf diese Art seinen Film praktisch ohne eigene Schnitte. Wer also wenig Lust (oder Zeit) für die kreative Filmgestaltung hat, ist mit den Trailer-Vorlagen gut bedient. Wozu die Trailer eigentlich gut sind, bleibt offen. Denn hat man einen Trailer gesehen, freut man sich unwillkürlich auf den kompletten Film, doch der will auch erst einmal geschnitten werden.

Ergänzt werden die Trailer-Vorlagen durch die beiden neuen Sport- und Nachrichten-Themen. Im Gegensatz zu den Trailern jedoch ist hier wieder ein wenig eigener Schnitt gefragt, wobei iMovie den Film dergestalt mit Titelgrafiken und Übergängen ergänzt, dass dieser entweder wie eine Nachrichten- oder wie eine Sportsendung erscheint.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1041085