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iMacs mit Gigahertz

09.10.2003 | 13:01 Uhr |

Unbestrittene Stars in Apples Rechneraufgebot sind zweifelsohne die G5-Rechner und die Alu-Powerbooks, aber auch die an Privatanwender gerichteten iMacs haben eine kleine Überarbeitung erfahren.

In dem ganzen Rummel um die 64-Bit-Desktops, die aufgebohrten Aluminium-Powerbooks und der Version 10.3 von Mac-OS X gingen die leichten Hardwareverbesserungen der beliebten iMacs (in Fankreisen auch liebevoll "Tischlampe" genannt) etwas unter. Dabei gibt es an der Privatbenutzer-Front von Apple durchaus positive Zeichen: schnellere G4-Prozessoren und schnellere Grafikkarten verlängern die Lebenszeit der kompakten Designwunder in schneeweißem Gehäuse. Noch immer sind die iMacs zusammen mit den hochwertigen TFT-Bildschirmen eine preislich attraktive Offerte, die vor allem Vielschreiber, Gelegenheitsspieler und Internet-Liebhaber gleichermaßen anspricht. Im Testcenter der Macwelt haben wir den neuen Modellen mit 1 GHz sowie 1,25 GHz unter die Haube gesehen.

Lichtblicke

Tony Hawk und seine Skateboarder sind bei jedem iMac mit von der Partie.
Vergrößern Tony Hawk und seine Skateboarder sind bei jedem iMac mit von der Partie.
© 2015

An der Ausstattung der iMacs hat sich nichts geändert, die kugelrunden Passivlautsprecher sind ebenso mit von der Partie wie das Modemkabel und die von unseren Kollegen aus Hannover getaufte "Krümelfalle"-Tastatur. Neben der Installations-DVD mit Mac-OS X 10.2.7 liegt dem Paket außerdem noch eine Vollversion von Neversofts Kult-Skateboardspiel "Tony Hawk’s Pro Skater 4" bei. Diese Wahl ist durchaus weise getroffen, denn gerade der kleine 15-Zoll-iMac mit 1 GHz G4-CPU und betagter Geforce-4-MX-Grafikkarte von Nvidia kann keine wesentlich aktuelleren Titel verkraften. Grundsätzlich besitzt das Spiel einen sehr hohen Suchtfaktor, auch wenn die Steuerung über Tastatur etwas umständlich ist. Nichtsdestotrotz erhalten solche kleinen Beigaben die Freundschaft, einen Blick ist dieses kostenlose Game auf jeden Fall wert.

Ideal für viele Paletten und optimalen DVD-Genuss: Apples iMac mit 17-Zoll-TFT und 1,25 GHz G4-CPU.
Vergrößern Ideal für viele Paletten und optimalen DVD-Genuss: Apples iMac mit 17-Zoll-TFT und 1,25 GHz G4-CPU.
© 2015

Neu für die iMacs sind USB-2.0-Schnittstellen, in Sachen Firewire gibt es nur die leicht rückständige 400er-Variante. Sehr schade, hier wäre eine konsequente Produkt- und Integrationspolitik seitens Apple wünschenswert gewesen. Trotz des schicken Gehäusedesign ist es immer noch ein leichtes Ärgernis, dass Firewire- und USB-Buchsen ungünstig an der Rückseite platziert sind. Wer desöfteren mit externen Geräten oder USB-Speichersticks arbeitet, muss sich entweder an die rückwärtige Fummelei gewöhnen, oder Verlängerungskabel erwerben. Dann ist das Fummelproblem zwar gelöst, dafür verunstalten herumliegende Strippen das direkte Umfeld des auf "sauber" getrimmten iMacs. Hardwareseitig sind die iMacs von tadelloser Qualität, alle Komponenten sind ideal aufeinander abgestimmt. Bei den TFT-Panels setzt Apple auf sehr gute Ware, unsere Helligkeitsmessungen ergeben bei beiden Modellen über 200 Candela pro Quadratmeter. Ein Blick in den Powerbook-Test in dieser Ausgabe macht den großen Unterschied ersichtlich: Mit nur 90 cd/m2 ist der Bildschirm des 12-Zoll-Powerbooks verhältnismäßig dunkel, beim iMac strahlen bei höchster Helligkeitsstufe Farben dem Benutzer regelrecht entgegen. In dieser Testdisziplin kassieren die iMacs daher ein "Sehr gut".

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