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Test iPad App Fairlight

03.08.2011 | 15:57 Uhr

Als Peter Gabriel und Stevie Wonder vor gut 30 Jahren ihren Fairlight kauften, mussten sie dafür rund 100 000 Dollar hinblättern. iPad-Anwender zahlen heute 40 Euro.

Sieht nicht nur museal aus, sondern funktioniert auch so. Dennoch bietet die Fairlight-App berühmte Samples aus der jüngeren Musikgeschichte.
Vergrößern Sieht nicht nur museal aus, sondern funktioniert auch so. Dennoch bietet die Fairlight-App berühmte Samples aus der jüngeren Musikgeschichte.

Die Fairlight-App fürs iPad bietet die komplette Werksbibliothek des Fairlight CMI II (564 Klänge) und einen Teil der IIIer-Serie (rund 100 Klänge). Man erhält eine fast originalgetreue Reproduktion des ursprünglichen Edel-Samplers. Das fängt beim Startgeräusch an, das an einen alten Dieselgenerator erinnert, und betrifft auch die Benutzeroberfläche inklusive der berühmten "Page R" des Originals, ein, an heutigen Maßstäben gemessen, einfacher Achtspur-Sequenzer. Die D-Seite zeigt das Spektrum der Samples an; mit seinen Lagesensoren kann das iPad das Klangspektrum eines Samples dreidimensional und variabel darstellen. Eingriffsmöglichkeiten in den Klang bietet diese hübsche Funktion aber nicht.

Direkt aufnehmen (samplen) lässt mit der Fairlight-App nicht, was sich aber verschmerzen lässt, weil man über die iTunes-Schnittstelle eigene Samples in das Gerät importieren kann. Zu bearbeiten gibt es danach wenig: Loopen, Start- und Endpunkt ändern - das war’s schon fast.

In einem Set von bis zu acht Samples - in der Terminologie des Fairlights entspricht das einem Instrument - kann man zudem die Oktavzuordnungen der Einzelsamples definieren - damit es nicht so quietscht, wenn man ein Sample viel höher abspielt, als es der Orginaltonhöhe entspricht.

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