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Von Chris Möller - 02.11.2012, 15:20

Apples neustes Gadget

iPad Mini im Praxis- und Labortest

So gut ist das kleine Tablet von Apple: Nach ausführlichen Tests in der Praxis und im Labor steht das Ergebniss fest: Das iPad Mini macht Spaß, zeigt aber auch Schwächen.
Das erste was auffällt, wenn man das iPad Mini in die Hand nimmt: es ist leicht! Im Vergleich zum normal großen iPad ist es gar eine Wohltat, mit dem iPad Mini zu hantieren. Auch nach längerer Arbeit ermüdet der Arm nicht. Es liegt zudem gut in der Hand. Die Breite ist von Apple so geschickt gewählt, dass man es gerade noch bequem mit einer Hand halten kann - und das gilt auch für kleine Frauenhände. Auch die Dicke ist entscheidend. Es fühlt sich nicht klobig an, sondern schmeichelt der Hand stets.
Die Verarbeitung ist - wie man es nicht anders von Apple erwartet - perfekt. Es macht Spaß, das iPad Mini in die Hand zu nehmen. Durch die stabile Alu-Rückseite ist das Gerät extrem verwindungssteif. Der Glasbildschirm sitzt absolut plan im Gehäuse und man spürt keine scharfen Grate oder Kanten.
Unser Testgerät kommt in der Farbe Schwarz. Anders als beim großen iPad ist hier auch die Rückseite gefärbt, in diesem Fall also eloxiert. Die Materialanmutung ähnelt der des schwarzen iPhone 5 und ist leider auch genauso kratzempfindlich. Eine unachtsame Bewegung und der erste Kratzer ist drin im neuen iPad. Hier muss man also gut aufpassen.

iPad Mini - die inneren Werte

Die erste Ernüchterung kommt allerdings, wenn man das Display einschaltet. Das iPad Mini kommt ohne Retina-Display. Die Auflösung liegt bei 1024 mal 768 Pixel. Damit stellt das iPad Mini genau so viele Punkte dar, wie das Ur-iPad oder das iPad 2. Das Bild wirkt wegen des kleineren Displays zwar etwas schärfer, kann aber mit dem Retina-iPad in keiner Weise konkurrieren. Besonders bei starken Kontrasten, wie etwa schwarze Schrift auf hellem Grund fällt die niedrige Auflösung auf. Treppchen-Effekte und leicht verschwommene Kanten an den Buchstaben sind die Folge. Das stört vor allem beim längeren Lesen von Büchern. Wer die Retina-Auflösung tagtäglich gewöhnt ist, wird sich mit dem iPad Mini daher nicht so schnell anfreunden können.
Helligkeit, Kontrast und Blickwinkel des Displays sind allerdings sehr ordentlich. Von der Anzahl der darstellbaren Farben bleibt das iPad Mini jedoch deutlich hinter dem Retina-iPad (und dem iPhone 5) zurück. Profi-Fotografen werden aber ohnehin besser ein iPad 3 oder 4 kaufen.

Seitenformat entscheidend

Der Bildschirm arbeitet, wie alle bisher erschienenen iPads im Seitenformat 4:3. Die meisten 7-Zoll-Andriod-Tablets kommen hingegen mit einem Display im Format 16:9. Das mag für Videos besser geeignet sein, weil man keine störenden schwarzen Balken oben und unten sieht, aber zum Lesen von Büchern, Magazinen oder Webseiten im Hochformat ist das iPad-Seitenverhältnis deutlich angenehmer. Der Bildschirm ist im Hochformat einfach erheblich breiter und stellt somit mehr Informationen dar. Ein Vorteil, den man im täglichen Umgang zu schätzen lernt.

Flotter Flitzer – die Geschwindigkeit

Von der Geschwindigkeit her gibt es kaum etwas zu bemängeln. Der A5, den Apple im iPad Mini einsetzt, hat keinerlei Probleme, die Bildausgabe ruckelfrei und flüssig zu gestaltet. Das typisch organische iOS-Gefühl stellt sich sofort ein. Lediglich bei extrem aufwendigen 3D-Spielen bemerkten wir hier und da leichte Ruckler. Das liegt sicher auch daran, dass das iPad Mini mit lediglich 512 Megabyte RAM ausgestattet ist – Zum Vergleich: iPad 3 und 4 kommen mit einen Gigabyte RAM. Grafikintensive Anwendungen müssen beim iPad Mini schon mal nachladen. Das Mini-Tablet dürfte aber sicherlich nicht als ausgesprochenes Gaming-Device herhalten.
Unsere Benchmark-Ergebnisse bescheren dem iPad Mini einen Platz zwischen dem iPhone 4S und dem iPhone 5. Insgesamt liegt das iPad Mini in etwa auf dem Niveau des iPad 3.

Akkulaufzeit

Apple verspricht dieselben zehn Stunden Laufzeit pro Akkuladung, wie beim großen iPad. Wir sind daher vor dem Test gespannt, wie Apple diese Zeit mit dem deutlich kleiner Akku des iPad Mini erreichen will. Unser erster Test verlangt vom iPad Mini alles ab. Es muss ein h.264-kodiertes Video abspielen, wobei die Bildschirmhelligkeit voll aufgedreht ist. Wlan und Bluetooth sind eingeschaltet. Dies stellt ein Worst-Case-Szenario dar, das in der Praxis durchaus auftreten kann.
In unserer Test-Nacht läuft das iPad Mini sieben Stunden und 17 Minuten. Damit hält es locker einen Flug von München nach New York durch. Zudem ist das derzeit das beste Ergebnis, das wir bislang bei einem iOS-Gerät in diesem Test gemessen haben. Selbst das neue iPad 4 kann hier nicht mithalten .
Beim zweiten Akkutest geht es ums Surfen im Wlan bei halber Bildschirmhelligkeit. In dieser typischen Praxissituation aus dem Alltag hält das iPad Mini erstaunliche zehn Stunden und 26 Minuten durch. Das sind gut 10 Minuten mehr als der bisherige Rekordhalter, das iPad 3. Nur das neue iPad 4 schindet in dieser Disziplin noch etwas mehr Zeit heraus (zehn Stunden 51 Minuten). Die Zeit zum vollständigen Aufladen des Akkus messen wir mit vier Stunden und 22 Minuten. Die 100-Prozent-Marke wird dabei allerdings gut 30 Minuten früher erreicht. Der Akku lädt trotzdem noch weiter mit geringerer Stromstärke auf, was unser Messgerät offenbart. Wenn man die Zeit hat, sollte man das iPad Mini also ruhig eine halbe Stunde länger aufladen, selbst wenn die Anzeige schon auf 100 Prozent steht.

Kameras

Im Vorfeld berichtete die Gerüchtekücher immer wieder von einem iPad Mini ohne oder mit nur einer Kamera. Umso erfreulicher ist es, dass Apple hier keine Kompromisse macht. Das iPad Mini kommt mit zwei Kameras, eine iSight-Kamera auf der Rückseite (fünf Megapixel) und eine Factime-Kamera auf der Vorderseite. Letztere erzeugt Videos im Format 720p. Wer öfter mal Video-Chats mit Verwandten oder Bekannten hält, den wird es freuen, denn die Bildqualität der Factime-Kamera ist wirklich gut. Wobei hier der beschränkente Faktor eher die Geschwindigkeit der Internet-Verbindung ist.
Schnappschüsse wird man mit einem iPad sicher nur selten machen, da ist das Smartphone in den meisten Fällen schneller zur Hand. So verzichtet Apple beim iPad Mini auf einen integrierten LED-Blitz. Dennoch sit die Fto-Qualität der iSight-Kamera irdentlich, wenngleich sie nicht mit der Kamera des iPhone 5 mithält.

Smart Cover

Die cleveren, faltbaren Smart-Cover, die Apple erstmals mit dem iPad 2 vorgstellt hat, gibt es auch für das iPad Mini, Natürlich in der passenden Größe und in insgesamt sechs verschiedenen Farben. Dabei hat Apple die Halterung etwas verbessert. Nach wie vor sorgen kräftige Magneten im iPad und in der Hülle für einen festen Halt. Man kann das iPad Mini sogar problelos am martcover hochnehmen, ohne dass es sich löst. Allerdings findet man am Smart-Cover für das iPad Mini nun keine offenen Metallteile mehr. Magneten und Gelenke sind von einer Kunststoffschicht überzogen. Damit sinkt das Risiko, sich unschöne Kratzer durch das Smart-Cover einzufangen.
Schade ist allerdings, dass die praktischen Hüllen für das iPad Mini ausschließlich in Kunststoff und nicht in Leder erhältlich sind, wie beim großen iPad. Mit 40 Euro sind die Mini-Smart-Cover zudem nicht gerade günstig.
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