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iPad Pro 2017: Drei Größen und rahmenlos

10.01.2017 | 09:54 Uhr |

Für 2017 plant Apple eine Komplettrenovierung seiner iPads - wohl mit Ausnahme des iPad Mini.

Update 10.01.2017 : Auch Ming-Chi Kuo von KGI Securities bestätigt unsere Prognose zu der iPad-Strategie und präzisiert seine Voraussagen hinsichtlich des iPad im Jahr 2017 . Demnach werde Apple schon im Frühjahr drei neue Modelle bringen: Ein Upgrade des iPad Pro mit 12,9 Zoll Bildschirmdiagonale, ein neues Modell mit 10 oder 10,5 Zoll und schmalen Rändern sowie eine preisgünstige 9,7-Zoll-Option. Die beiden größeren und hochwertigeren Geräte bekommen den Chip A10X, während das Basismodell mit einem A9 werde auskommen müssen. Während der A10X von TSMC gefertigt werde, beziehe Apple den A9 weiterhin von Samsung. Der iPad Mini bekomme in diesem Jahr keine Auffrischung. Wann genau Apple die Tablets zeigen und in den Handel bringen werde, darüber macht Kuo keine konkreten Aussagen.

Ursprüngliche Meldung vom 16.11.2016:

Das iPad ist in historischer Hinsicht älter als das iPhone, anhand der ersten Prototypen für einen Tabletcomputer entstand in Cupertino die Idee, aus dem Konzept ein Telefon zu entwickeln. Etwa zwei Jahre danach kam Apple zurück zum Tablet und das iPad verkaufte sich von Anfang an so gut, dass Steve Jobs bereits die Post-PC-Ära ausrief. Doch auch fast sieben Jahre nach der Premiere des Tabletcomputers sind Desktop und Laptop noch nicht vom Markt verschwunden, seit über zwei Jahren kämpft Apple zudem mit rückläufigen Verkaufszahlen für das iPad – im Septemberquartal war diese aber immer noch fast doppelt so hoch wie die der Macs.

Die Gründe dafür sind vielschichtig. So behalten die meisten Tablet-Nutzer ihr Gerät deutlich länger als ihr Smartphone, das sie klassischerweise nach spätestens zwei Jahren gegen ein neues Modell austauschen. Heute noch sind jede Menge Ur-iPads im Einsatz und auch das nur ein Jahr jüngere iPad 2 – mit Kameras und mit einem deutlich schnelleren Prozessor – macht noch gute Figur. Die Tablet-Konkurrenz macht Apple nicht wirklich zu schaffen, zumal viele auf Hybrid-Geräte setzen, die sowohl Notebook als auch Tablet sein sollen und dabei Kompromisse eingehen, die dem Gesamtpaket eher schaden. Es sind auch nicht Macbooks, Ultrabooks, Netbooks, die am iPad nagen, viel eher Smartphones, die mit ihren immer größeren Bildschirmen in den Augen vieler Nutzer das dedizierte Tablet eher unnötig machen. Seit dem iPhone 6 Plus befeuert Apple auch selbst diesen Trend.

Apples iPad-Strategie

So weicht der iPad-Hersteller in die andere Richtung aus, das iPad Pro mit 12,9 Zoll Bildschirmdiagonale hat hier einen ersten Markierungspunkt gesetzt. Insbesondere Kreative sollen sich angesprochen fühlen, die mit dem Apple Pencil etwa direkt auf dem Bildschirm zeichnen und malen können, aber auch Businessanwender, die das breite Softwareangebot und die hohe Sicherheit der iOS-Plattform schätzen. Als einen echten Ersatz für Mittelklassenotebooks sieht Apple daher das iPad Pro, im Frühjahr 2016 kam mit dem iPad Pro 9,7 Zoll ein weiteres Gerät der Reihe auf den Markt, welches mehr oder weniger das iPad Air 2 ablöste - letzteres ist jedoch noch im Handel, ebenso wie das iPad Mini 4, das seit Herbst 2015 unverändert auf dem Markt ist.

Drei neue Modelle und ein altes Mini

Die nächste Aktualisierung des iPad wird es nicht mehr in diesem Jahr geben, so viel scheint klar. Doch bietet sich die zweite Märzhälfte erneut als Termin für eine Keynote zur Vorstellung neuer Modelle an und so wie es aussieht, wird das iPad Pro ab Frühjahr 2017 das einzige aktuelle iPad sein, das dann Apple aber in drei Größen anbieten wird.

Wie die japanische Website Mac Otakara bereits im Oktober berichtet hatte, wird Apple das neu sortierte Lineup mit den drei Bildschirmdiagonalen von 12,9, 10,1 und 7,9 Zoll anbieten. Das mittlere iPad Pro soll also etwas größer werden und ein kleineres Modell das iPad Mini ablösen. Alle drei iPad Pro sollen den 3,5-mm-Klinkenausgang behalten. Das neue 12,9-Zoll-Modell soll das True-Tone-Display des 9,7-Zöllers vom letzten Frühjahr erben.

Die Besonderheit des mittleren Modells ist laut der Barclays-Analysten Blayne Curtis, Christopher Hemmelgarn, Thomas O'Malley und Jerry Zhang das rahmenlose Design . Dies hätten ihre Quellen aus asiatischen Zuliefererkreisen verraten. Der Vorteil sei dabei, dass das mittlere iPad Pro die gleichen Ausmaße wir das bisherige Modell haben könnte, aber eben einen größeren Bildschirm. Der Verzicht auf den Rahmen würde aber auch bedeuten, dass der Homebutton verschwindet - entweder in einer Lösung wie beim iPhone 7, bei der die Taptic Engine haptische Feedback auf einen feststehenden Knopf gibt oder sogar völlig. Die Barclays-Analysten sehen jedoch keine neue "Mini"-Größe vorher, sondern ein überarbeitetes 9,7-Zoll-Modell, das neben dem bestehenden iPad Mini 4 mit 7,9 Zoll im Handel bliebe. Ab März hätte Apple demnach also vier iPads im Angebot: iPad Pro mit 12,9 und 10,1 Zoll, und iPad Air 3 (9,7 Zoll) und iPad Mini 4 (7,9 Zoll) - also ein wenig unübersichtlich.

Um die Verwirrung ein wenig zu erhöhen: Der meist recht treffsichere Analyst Ming-Chi Kuo von KGI Securities setzt die Größe des mittleren Modells mit 10,5 Zoll an, teilt aber ansonsten die Auffassungen seiner Barclays-Kollegen. Für das Jahr 2018 prognostiziert er zudem einen bedeutenden Technologiesprung, Apple werde dann auf OLED-Displays setzen. Für das iPhone 8 ist das schon für Herbst 2017 zu erwarten .

Terminrahmen

Apple veranstaltet regelmäßig Keynotes im März, mit einer kurzen Unterbrechung 2013 und 2014 hat das Unternehmen auf den Frühjahrs-Events unter anderem neuen Modelle des iPads vorgestellt. Daher sind für die kommende Keynote folgende Termine wahrscheinlich: Kalenderwoche 10 2017 vom 06. März bis zum 12. März (analog zu den Keynotes 2011, 2012 und 2015) oder die Kalenderwoche 12 vom 20. bis 26. März (analog zu der Keynote 2016).

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