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iPhone 7: Preis, Größe, Funktionen, Start in Deutschland

24.06.2016 | 13:22 Uhr |

Das iPhone 7 (Plus) wird 2016 erscheinen. Dank einer Reihe von Patenten und Spekulationen von bekannten Analysten lassen sich schon eine Menge Gerüchte als realistisch oder eher unwahrscheinlich einstufen. Wir halten Sie in unserem Gerüchte-Ticker auf dem Laufenden und zeigen, wie das neue iPhone 7 (Plus) aussehen könnte und mit welchen Funktionen es erscheinen könnte.

Das iPhone 7 kommt gewiss. Die Frage ist nur wann und wie es aussieht. Apple hat zwar im März mit dem iPhone SE seinen Rhythmus ein wenig geändert, das Herbstupdate wird deswegen aber nicht ausfallen. Nur ist noch nicht klar, ob Apple in diesem Jahr eher revolutionäre oder eher evolutionäre Änderungen präsentiert. Womöglich müssen wir auf ein iPhone 7 noch ein weiteres Jahr warten und bekommen diesmal eine weitere Optimierung der 6er-Reihe präsentiert. Noch ist vieles Spekulation, doch in Teilen wird das Bild immer klarer.

In Apples Softwareupdates lassen sich immer wieder mal Hinweise auf neue Hardware finden, etwa in Form von Bildschirmauflösungen, die ein neues Betriebssystem unterstützt, die es aber noch nicht in einem Produkt zu kaufen gibt. Auf der WWDC 2016 hat Apple mit iOS 10 ein Update vorgestellt, das laut Angaben des Herstellers das größte bisher sei, insofern war die Hoffnung von Entwicklern groß, aus dem Quelldice Schlüsse auf neuen Hardware ziehen zu können. Es fehlen diesmal aber die offensichtlichen Indizien, man muss ein wenig genauer hinschauen, um etwas über kommende iPhone-Generationen in Erfahrung zu bringen. Unser Macworld-Kollege Michael Simon hat das gemacht und leitet aus der Software einige Folgen für die Hardware ab. So könnte Apple bald den Home-Button abschaffen, denn iOS 10 gebe vielerlei andere Möglichkeiten, um aus einer App in eine andere zu gelangen respektive deren Funktionen zu nutzen. Ein systemweiter Dark Mode würde besonders gut auf OLED-Displays aussehen, händische Zeichnungen in iMessages gelingen besser, wenn man sie mit einem Apple Pencil erstellen könnte. Dem iPhone 7 könnte eine Dualkamera mit zwei Objektiven durchaus zu Nutze kommen, deren RAW-Bilder lassen sich nun in der Fotos-App auch bearbeiten. Zudem werden künftige Geräte noch mehr auf Datensicherheit setzen, darauf weise die Differential Privacy hin.

Doch ist das auch ein wenig Kaffeesatzleserei beziehungsweise das Aufwärmen längst kursierender Spekulationen. Wir fassen im Folgenden zusammen, was wir vom iPhone der Generation von 2016 erwarten, womit Analysten und andere Marktbeobachter rechnen und welche Bilder vermeintlicher Bauteile bereits durchgesickert sind. Bis Apple Anfang September – wir tippen mal ganz optimistisch auf Dienstag, den 13.9. – die Nachfolger von iPhine 6S und iPhone 6S Plus tatsächlich vorstellt, werden wir diese Übersicht gewiss noch einige Male aktualisieren.

Apple muss liefern - nur was?

Apple hat im März-Quartal erstmals weniger iPhones als im Vorjahr verkauft, und Skeptiker befürchten, im Herbst 2016 werde es lediglich neue Modelle geben, die sich vom iPhone 6S (Plus) kaum unterscheiden – mit Apple gehe es demnach dem Ende entgegen. In dieses Horn stößt etwa d er KGI-Analyst Ming-Chi Kuo, das iPhone des Jahrgangs 2016 werde nur "wenige attraktive Kaufgründe" bieten. In bisherigen Einlassungen hatte Kuo für das Jahr 2016 mit wenigen Neuerungen gerechnet, im Jahrgang 2017 werde Apple aber auf möglicherweise gebogenen AMOLED-Bildschirme setzen und statt Aluminium wieder Glas auf der der Rückseite verbauen. Nach Einschätzung des Analysten werde Apple im Jahr 2016 nur zwischen 190 und 205 Millionen iPhones verkaufen und unter den größten fünf Smartphonehersteller der einzige sein, der Umsatzrückgänge zu verzeichnen hat. Das iPhone SE schlage sich zwar recht wacker, könne aber die Verluste des iPhone 6S nicht kompensieren. Immerhin korrigiert Kuo seine Verkaufsprognose von 12 Millionen auf 18 Millionen Stück.

Apple ist also schon wieder doomed? Das Gegenteil ist richtig, meint der Analyst Tim Long von BMO Capital Markets und argumentiert mit der großen installierten Basis, die für neue Rekordverkäufe des iPhone 7 (oder wie es auch immer heißen mag) sorgen wird. Nach Longs Rechnung würden 58 Prozent aller Kunden nach zwei Jahren zu einem neuen Modell greifen, 17 Prozent schon nach einem Jahr und 22 Prozent nach drei Jahren. Es sind so viele iPhones in Gebrauch wie noch nie zuvor, etwa ein Viertel der aktuellen iPhone-Nutzer würde nach Longs Prognosen in diesem Herbst ein Upgrade planen,  das wäre 120 Millionen Geräte. Zudem wird Apple auch mit der Generation von 2016 neue Kunden ansprechen – beste Aussichten also für das iPhone 7, respektive das Modell von 2016, das auch noch die Versionsnummer 6 im Namen führen könnte. iPhone 6SX beispielsweise?

Martin Hajek hat mal wieder ein formschönes Rendering vorgelegt. Ob sich Apples Designer daran orientieren?
Vergrößern Martin Hajek hat mal wieder ein formschönes Rendering vorgelegt. Ob sich Apples Designer daran orientieren?
© Martin Hajek

Es gibt in der Tat valide Hinweise darauf, dass Apple einen Rhythmuswechsel einlegt: Bisher war es ja immer so - in gerade Jahren stellt Apple eine neue iPhone-Generation mit neuem Formfaktor vor (4, 5 und 6), in den ungeraden kam dann jeweils mit der S-Klasse in das bewährte Gehäuse stark verbesserte Technik und neue Funktionen (Siri, Touch ID, 3D Touch). Von diesem Schema könnte Apple nun abweichen und seinen Rhythmus auf drei Jahre ausdehnen, spekuliert der japanische Wirtschaftsdienst Nikkei. Demzufolge werde Apple im Herbst ein äußerlich kaum verändertes iPhone bringen und  eine völlig neue Generation erst im Jahr darauf. Schon seit einiger Zeit befeuerte vor allem der Analyst von KGI Securities Ming-Chi Kuo Spekulationen, im Jahr 2017 bekomme das iPhone wieder eine Rückseite aus Glas und einen OLED-Bildschirm, im Jahr 2016 aber nur marginale Verbesserungen bei gleich bleibendem Gehäuse. Das würde dann zu Apples neuem Rhythmus passen. Nikkei sieht für dieses Jahr keine Möglichkeiten für Apple, das iPhone bedeutend zu verbessern, das werde mit der ausgereiften Technik auch immer schwerer.

Wahrscheinlichkeit: 50 Prozent - Vermutlich wird das iPhone des Jahres 2016 Änderungen nur im Detail, aber nicht im generellen Look bringen. Dennoch könnte es iPhone 7 heißen.

iPhone 7 Gerüchte: Was ist das iPhone 7?

Auch wenn die Frage eine scheinbar offensichtliche Antwort bietet, ist die Frage tatsächlich nicht ganz so einfach zu beantworten. Das iPhone 7 ist nicht das siebte iPhone in Apples Smartphone-Familie. Beispielsweise reihen sich das iPhone 6S und das iPhone 6S Plus an elfter und zwölfter Stelle bei fortlaufender Zählung der Modelle ein.  

Im Moment verkauft Apple das iPhone in drei verschiedenen Größen. Das iPhone 5S ist mit seinen 4 Zoll das kleinste, gefolgt von dem 4,7 Zoll großen iPhone 6/6S. Das iPhone 6 Plus und das 6S Plus sind mit ihren 5,5 Zoll bis jetzt das größte Smartphone von Apple. Höchstwahrscheinlich wird sich an den Größen der aktuellen Modelle nichts verändern, sodass man durchaus mit einem iPhone 7 und einem iPhone 7 Plus rechnen kann. Allerdings könnte noch eine dritte Variante des iPhone 7 dazukommen, sollte sich Apple dazu entschließen, ein kleineres Modell auf den Markt zu bringen. So könnte beispielsweise ein iPhone 7 Mini erscheinen, wobei der Name natürlich nicht feststeht - hierfür wäre auch iPhone 7C denkbar.  Zu diesem Zeitpunkt könnte ein solches Modell auch einen ganz anderen Namen tragen. Allerdings hat eine anonyme Quelle in Apples Kreisen vor kurzem behauptet, dass der Konzern derzeit kein 4 Zoll großes Gerät plant.

Wahrscheinlichkeit iPhone 7 4,7 und 5,5 Zoll – 100%

Wahrscheinlichkeit iPhone 7 4 Zoll – 80%

Die größeren Bildschirme haben sich für Apple als gewinnbringend herausgestellt, besonders in China konnte das Unternehmen damit punkten. Deswegen wird Apple diese Produktlinie auch weiter fortsetzen. Abweichungen bei den Abmessungen sind eher unwahrscheinlich, da Apple auf App-Entwickler achtet und denen das Leben mit fragmentierten und sich konstant ändernden Display-Größen nicht unnötig schwer machen will. Das kleinere iPhone ist höchst wahrscheinlich, der iPod Touch kann hier nicht als Ersatz dienen.

Martin Hajek hat mal wieder ein formschönes Rendering vorgelegt. Ob sich Apples Designer daran orientieren?
Vergrößern Martin Hajek hat mal wieder ein formschönes Rendering vorgelegt. Ob sich Apples Designer daran orientieren?
© Martin Hajek

Wann wird das neue iPhone vorgestellt?

Wie bereits in den Jahren zuvor sollte das iPhone 7 Mitte September 2016 erscheinen. Das iPhone 6S und iPhone 6S Plus wurden am 9. September vorgestellt (am 25. September kam es in den Handel); iPhone 6 und iPhone 6 Plus wurden am 9. September 2014 präsentiert (am 19. September 2014 kamen sie in den Handel); Am 10. September 2013 wurde auf der Keynote das iPhone 5S und iPhone 5C gezeigt. Daher sollte auch die Präsentation rund um das iPhone 7 in diesem Zeitraum stattfinden. Da der 10. und 11. September 2016 auf einen Samstag und Sonntag fallen, ist es wahrscheinlicher, dass die Keynote entweder am 9. oder ab dem 12. September geplant wird.

Wahrscheinlichkeit – 100 Prozent. Hätte Apple im Sommer seine iPhones starten wollen, hätte der Hersteller auch auf das iPhone SE im März verzichten können. Die Produktion ist wohl bereits angelaufen, aber allenfalls wenige Wochen früher im Vergleich zum Vorjahr. Aber da hatte Apple am Gehäuse des iPhone auch nichts geändert.

iPhone 7 kommt mit Lightning-Kopfhörern

Das ist schon weit mehr als ein Gerücht: Die spektakulärste Änderung des iPhone 7 werde der Verzicht auf eine Klinkenbuchse sein, stattdessen liefere Apple einen Kopfhörer mit Lightning-Kabel aus und werde als Zubehör drahtlose InEar-Hörer anbieten, die sich per Bluettoh mit dem Telefon verbinden. Seitdem Apple den Lightning-Anschluss eingeführt hat, gibt es schon Spekulationen über Pläne Apples, neue Geräte nicht mehr mit einem Kopfhöreranschluss auszuliefern. Die übliche Buchse für 3,5-Millimeter-Klinkenstecker wird auch in Patenten von Apple als Hinderungsgrund für dünnere Smartphones genannt, so dass sich das Unternehmen sogar schon eine Art halbierten Stecker hat patentieren lassen.

Lightningport statt 3,5-Millimeter-Buchse könnte das iPhone in der Tat dünner werden lassen, das ist aber nicht der einzige Grund.  Angeblich könnte Apple so über einen Millimeter dünnere Geräte fertigen lassen, der zweite Vorteil wiegt aber wesentlich schwerer. Zurecht wird Apple von High-End-Freunden wegen mangelhafter Soundqualität des iPhone kritisiert, für diese zeichnet der verbaute D/A-Wandler verantwortlich. Über Lightning kommt das Tonsignal digital, es ist also den Herstellern von Kopfhörern überlassen, wie gut der Wandler den Datenstrom in Schwingungen der Membran übersetzt. Denkbar sind zudem Adapter von Lightning auf Klinkenbuchse, die diesen Job erledigen - man kann seine Lieblingslauscher mit deren Hilfe dann auch am neuen iPhone betreiben. Aber vor allem Hersteller von Bluetooth-Kopfhörern - OverEar und InEar - haben nun eine immer beachtenswertere Alternative im Angebot. Insbesondere boomen derzeit drahtlose EarBuds, im Herbst dürfte sich dieser Trend verstärken.

Eigentlich gibt es ja bereits Kopfhörer mit Lightning-Anschluss: Nur eine Anbindung per Apple-Schnittstelle bieten der Philips Fidelio M2 und das In-Ear-Modell JBL Reflect Aware. Der Sony MDR1-1ADAC kann wahlweise per Klinke oder Lightning verwendet werden. Ton übertragen die Kopfhörer digital, was gute Tonqualität garantieren soll. Die Testberichte zu den Geräten waren aber bisher eher zurückhaltend, sind die Modelle von Philips und JBL doch nur mit iOS-Geräten kompatibel. Was bei den allesamt etwa 200 Euro kostenden Kopfhörern außerdem fehlt, ist eine Mikrofonfunktion. Als Headseat taugen die Geräte deshalb nicht.

Dass es Apple aber offenbar langfristig Ernst meint, stützt ein von 9to5Mac aufgespürtes Patent: Die Patentschrift zeigt nämlich einige interessante neue Funktionen für Lightning-Headphones: Laut der Patentschrift würde der Kopfhörer sowohl per Lightning-Kabel als auch drahtlos funktionieren. Ein spezieller Pufferspeicher soll sogar dafür sorgen, dass man ohne Tonstörung zwischen drahtlosem und kabelgebundenem Modus wechseln kann. Da ein drahtloser Kopfhörer auch einen Akku benötigt, dient der Lightning-Anschluss gleichzeitig als Stromversorgung. Man kann also mit seinem iPhone den Kopfhörer aufladen.

Ob aber ein Kopfhörer dieser Art zeitgleich mit dem iPhone 7 erscheint, ist noch ungewiss. So hat Apple ja auch sein neues Macbook mit einer herkömmlichen Klinkenbuchse versehen. Mit Beats hat Apple aber bereits einen erfahrenen und erfolgreichen Kopfhörer-Hersteller im eigenen Hause , der sicher ein beeindruckendes Lightning-Produkt vorstellen könnte.

An den Gerüchten über das Dahinscheiden der Klinkenbuchse im iPhone 7 sind indes auch einige Zweifel aufgetaucht - konkret in Form eines Fundstücks, das der in der Regel gut informierte französische Blog nowhereelse beim chinesischem Twitter-Pendant aufgetrieben hat. Zu sehen sei auf dem Bild eine Platine des kommenden iPhone 7, die eine verdächtige Aufhängung mitbringt, an der eine Klinkenbuchse montiert werden könnte. Dies zeige der Vergleich mit dem entsprechenden Bauteil des iPhone 6S. Platz für einen zweiten Lautsprecher lasse die Platine auch nicht.  Nowhereelse räumt jedoch ein, keine genauen Informationen über die Authentizität der Elektronik zu haben. So könnte es sich durchaus um ein Bauteil handeln, das in chinesischen Plagiaten des iPhone 7 zum Einsatz kommen würden. Die hätten dann womöglich im Gegensatz zum Original noch eine Klinkenbuchse zu bieten.

Ein angebliches iPhone-7-Bauteil mit einer Aufhängung für eine Klinkenbuchse. Es könnte sich aber auch um eine Platine für ein China-Plagiat handeln und nicht für ein im Auftrag Apples gefertigtes Vorprodukt.
Vergrößern Ein angebliches iPhone-7-Bauteil mit einer Aufhängung für eine Klinkenbuchse. Es könnte sich aber auch um eine Platine für ein China-Plagiat handeln und nicht für ein im Auftrag Apples gefertigtes Vorprodukt.
© Nowhereelse.fr

Apple will für das iPhone 7 drahtlose In-Ear-Kopfhörer entwickeln, die auf den Powerbeats Wireless basieren. Die Ohrhörer sollen auch komplett ohne Kabel auskommen und sind in dieser Variante auch nicht miteinander verknüpft. So ließen sie sich auch einzeln als "Knopf im Ohr" für Telefonate nutzen. Apple will die erste gemeinsam mit der Tochter Beats entwickelte Hardware in unterschiedlichen Größen anbieten, damit sie auch in alle Ohrmuscheln passt. Die Hörer sind jedoch optionales Zubehör, eine verdrahtete Version soll 29 Dollar kosten, die absolut kabellose 79 US-Dollar.

Der Clou an den Stöpseln soll jedoch ihre Technik zur Unterdrückung von Nebengeräuschen sein, auch ohne Kabel, das man an den Mund führen kann, soll Siri die Stimme des Nutzers erkennen und auf Befehle reagieren.

Wahrscheinlichkeit: 99 Prozent - Der Verzicht auf die Klinkenbuchse ergibt in vielerlei Hinsicht Sinn, Alternativen für Kopfhörer sind gegeben. Es beseht nur noch eine sehr kleine Restwahrscheinlichkeit, dass Apple diese Maßnahme um ein Jahr verschiebt.

Neuer Home-Button und Touch ID

Im Juni ist ein Bild im Netz aufgetaucht, das angeblich die neue iPhone-Generation von 2016 mit einer Auffälligkeit an der Front zeigt. Denn der Homebutton sieht auf dem von mobipicker.com veröffentlichten Bild ganz anders aus als der aktueller iPhones: Der silberne (oder goldene) Ring um den Knopf ist verschwunden. Dieser ist aber mit der Touch ID verbunden, auf die Apple im Zukunft kaum verzichten wird. Des Rätsels Lösung könnte laut Macrumos sein, dass der Homebutton in der nächsten iPhone-Generation nicht mehr gedrückt werden muss – er soll fortan berührungsempfindlich sein. Der Verzicht auf ein bewegliches Teil an dieser Stelle hätte natürlich Vorteile: Der Verschleiß könnte geringer sein. Da in iOS 10 "Slide to unlock" das iPhone nicht mehr entsperrt – in den Werkseinstellungen zumindest – sondern der Homebutton diesen Job übernehmen wird, sollte er in künftigen Generationen noch mehr beansprucht werden. Weiterer Vorteil: Ein lediglich berührungsempfindlicher Schalter würde kein potentielles Einfallstor für Flüssigkeiten bieten – das iPhone 7 soll ja weitgehend wasserdicht sein.

Wird der Homebutton zu einem berührungsempfindlichen Element, das man nicht mehr klicken muss?
Vergrößern Wird der Homebutton zu einem berührungsempfindlichen Element, das man nicht mehr klicken muss?
© mobipicker.com

Wie genau Apple einen Touch-Homebutton gestalten wird, ist noch völlig offen: Das geleakte Bild lässt schließlich auch große Zweifel an seiner Echtheit. Eine mögliche Lösung könnte jedoch Liquid Metal bieten, das sich bei Berührung verformen und danach wieder seine ursprüngliche Gestalt annehmen würde. Apple hat seit etwa 2010 sich die Nutzungsrechte an dieser speziellen Legierung gesichert, sie bis dato aber noch nirgends eingesetzt.

Wahrscheinlichkeit: 70 Prozent - Der Homebutton wird in der Tat bei der Bedienung von iOS immer unwichtiger, bevor Apple aber komplett auf ihn verzichtet, wird er wohl noch technische Änderungen erhalten. Ein Patent für Touch ID auf dem gesamten Bildschirm hat Apple sich zwar schon gesichert, bis die Technik in ein Produkt einfließt, wird es aber noch ein wenig dauern. Schon einmal hatte Apple ein bewegliches Teil durch ein berührungsempfindliches ersetzt, das Click Wheel im iPod wich einen Scroll Wheel mit gleicher Funktionalität

Mehr Speicher inklusive

16 GB Speicher sind für ein Smartphone heutzutage einfach zu wenig, das scheint Apple mittlerweile auch allmählich einzusehen. Kevin Wang, ein Analyst von IHS Technology, die mit ihren Spekulationen über kommende Apple-Produkte in der Vergangenheit oft richtig lagen, will aus Zuliefererkreisen erfahren haben, dass Apple das Basis-Modell des iPhone 7 (Plus) mit 32 GB Speicher ausliefern werde. 16 GB als Einstiegsgröße dürften dann bald der Vergangenheit angehören. Ob ein 32-GB-Gerät das mit 16 GB einfach ablöst oder Apple die Speicherkonfigurationen 32/128/256 GB anbietet, weiß der Marktbeobachter nicht. Wang behauptet jedoch, das iPhone 7 komme mit 2 GB RAM, hier steht er aber womöglich in Widerspruch zu den Prognosen des ebenso recht treffsicheren Kollegen Ming-Chi Kuo. Dieser rechnet mit 3 GB RAM, jedoch nur für das größere 5,5-Zoll-Modell. Der 4,7-Zöller könnte sich also nicht nur hinsichtlich Größe und Kameras vom 5,5-Zöller unterscheiden, sondern auch bei den Komponenten. Aber beide neuen Apple-Smartphones sollten mit mindestens 32 GB Speicher ausgestattet sein.

Im Februar hat Samsung einen neuen Speicherchip mit bis zu 256 GB Speicherplatz für Mobilgeräte vorgestellt .  Der Universal Flash Storage-Chip würde demnach die aktuell größten Kapazitäten der iPhone-Modelle bei weitem übersteigen. Der größte Speicherplatz des iPhones lag bisher bei 128 GB. Doch wäre der doppelt so viele Daten fassende Speicherchip womöglich eine Option für das im Herbst erscheinende iPhone 7 (Plus).

Wahrscheinlichkeit: 100 Prozent - im Ernst, wer kommt mit 16 GB noch aus? Es ist an der höchsten Zeit, den mitgelieferten Speicher schon im Einsteigermodell aufzustocken. Damit würde sich das iPhone 7 auch deutlicher vom iPhone SE und den aller Voraussicht nach im Handel verbleibenden iPhone 6S (Plus) absetzen. Fraglich ist nur, ob das High-End-Modell tatsächlich 256 GB Speicher bekommt. Aber beim iPad Pro hat Apple das ja schon vorgeführt.

So könnte es aussehen: Technische Zeichnungen und Renderings

Neue schematische Zeichnungen des iPhone 7 sollen über chinesische Zulieferer in die Hände der tschechischen Seite LetemSvetemApplem geraten sein. Die Glaubwürdigkeit scheint uns zwar eher begrenzt, die Zeichnungen sind aber trotzdem sehr interessant. Laut den Maßangaben gibt es kaum Unterschiede zu den Abmessungen des iPhone 6S, das iPhone 7 ist gerade einmal 0,1 mm dicker. Interessanter: Beim Plus-Modell fehlt in der Zeichnung ein Rahmen um das Display, das größere Modelle könnte ein rahmenloses Display erhalten. Das ist überraschend, Apple würde damit die beiden iPhone-Linien weiter voneinander abgrenzen. Ungewöhnlich groß ist beim iPhone 7 Plus außerdem die Aussparung für die Kamera. Es gab bereits Gerüchte, dass das größere Modell eine Dual-Lens-Kamera bekommen könnte, eventuell als Option. Was ebenfalls auffällt: Es fehlt bei beiden Modellen die Kopfhörerbuchse. Das iPhone 7 wird für September erwartet.

9to5Mac  veröffentlicht das Foto einer violetten Hülle aus Italien, die für das neue iPhone 7 gedacht sein soll. Demnach hätte zumindest das kleinere iPhone mit nach wie vor 4,7 Zoll Bildschirmdiagonale außerdem eine größere iSight-Kamera mit einem Blitz, der direkt unterhalb der Linsenöffnung sitzen würde. Ganz ähnlich also, wie beim iPad Pro mit 10 Zoll. Eine vermutete Dual-Kamera könnte demnach dem iPhone 7 Plus vorenthalten bleiben. Allerdings würde sich das Design der neuen iPhone-Generation insgesamt deutlicher vom aktuellen Modell absetzen, als bisher erwartet. Dazu passt auch, dass dieses "geleakte" Foto einer mutmaßlichen iPhone-7-Hülle keinerlei Anschluss für  3,5-Zoll-Klinken-Headphones zeigt. Wie sinnig oder unsinnig vier Lautsprecher an einem iPhone sind, sei hier dahingestellt. Nicht umsonst liefert Apple sein Smartphone gleich mit Kopfhörern aus - anders als das iPad. Für die Raumbeschallung gibt es die unterschiedlichesten Lösungen auf dem Markt. 

Auch auf der Website Uswitch (via iFun ) sind Renderings aufgetaucht, die der französische Blogger Steve Hemmerstoffer (Nowwhereelse.fr) vom taiwanischen Apple-Zulieferer Catcher Technology besorgt haben will. Die Bilder bestätigen einige Spekulationen der vergangenen Monate. So verschwindet bei beiden Modellen demnach die 3,5-Millimeter-Buchse für den Kopfhörer, Sound sollen iPhone 7 und iPhone 7 Plus drahtlos beziehungsweise über Lightning bereit stellen. Das größere der beiden neuen iPhones kommt mit einer Dual-Kamera an der Rückseite, es wird auch nur ein 5,5-Zoll-iPhone geben und nicht wahlweise mit einem oder zwei Objektiven auf der Rückseite. Das kleinere iPhone 7 kommt mit nur einer Kamera hinten am Gehäuse aus. Was manche befremden mag: An beiden iPhones stehen die Objektive wieder hervor.

iPhone 7 (links) und iPhone 7 Plus: Beide ohne Kopfhörerbuchse, das Große mit Dualkamera und Smart Connector
Vergrößern iPhone 7 (links) und iPhone 7 Plus: Beide ohne Kopfhörerbuchse, das Große mit Dualkamera und Smart Connector
© uSwitch

Ein weiterer Unterschied zwischen iPhone 7 und iPhone 7 Plus ist an den Renderings zu erkennen: Das große Modell bietet einen Smart Connector wie ihn die beiden iPad Pro haben. Darüber ließen sich Tastaturen oder andere Peripherie anschließen. Für Konstrukteure von Tastaturhüllen wird das aber eine knifflige Aufgabe, die iPad Pro haben ihren Smart Connector an der der Seite und nicht hinten. Lautsprecher soll es weiterhin nur einen geben, also keinen Stereoklang in jeder Ausrichtung wie beim iPad Pro.

Äußerlich wird sich am iPhone 2016 nicht viel ändern, wie Blaupausen zeigen sollen, die das japanische Magazin Macfan in seiner Juni-Ausgabe abgedruckt hat. Das dort als "iPhone 7 Pro" bezeichnete Gerät habe die Maße von 158,22 mm Breite, 77,94 mm Höhe und 7,3 mm Dicke und sei damit lediglich um 0,2 Millimeter dicker als das derzeit erhältliche iPhone 7 Plus. Die Klinkenbuchse fehlt natürlich, laut Aussagen des Chip-Herstellers Intel könnte auch bald USB-C als universelle Schnittstelle für Tablets und Smartphones dienen.

Die chinesische Website namens Bastille Post hat bereits im April Fotos des iPhone 7 veröffentlicht. Zu sehen ist daraufi lediglich die Rückseite des Apple-Smartphones, wobei das Foto auf ein schlankeres Design hinweist. Außerdem kann man gut erkennen, dass die Antennen, wie bereits auf ersten Render-Fotos vermutet, am jeweils oberen und unteren Rand des Smartphones verlaufen.

Das angebliche iPhone 7 im Vergleich zum iPhone 6S.
Vergrößern Das angebliche iPhone 7 im Vergleich zum iPhone 6S.
© Bastille Post

 
Dieses Foto gibt auch erstmals Aufschluss über die neue Kamera, über welche bereits viele spekuliert wurde. Wenn es sich bei dem Foto tatsächlich um das iPhone 7 handeln sollte, bekommt das neueste Modell tatsächlich eine Doppelobjektiv-Kamera in der oberen linken Ecke des Smartphones eingebaut. Außerdem soll die Speicherkapazität von 128 GB auf 256 GB erhöht werden. Die ursprüngliche Meldung auf Chinesisch stuft Fotos als nicht sonderlich glaubwürdig ein. Darauf deutet auch eine ungewöhnliche Beschriftung auf dem Rückdeckel im Foto hin.

Wahrscheinlichkeit: 90 Prozent - die diversen Blaupausen und Renderings stammen aus voneinander unabhängigen Quellen und dürften recht gut auf Formen und Funktionen des iPhone 7 hinweisen. Doch ist nie ganz auszuschließen, dass Apple es sich noch anders überlegt. USB-C könnte in der Tat eine Option sein, allein aus rechtlichen Gründen: Die EU verlangt schließlich einheitliche Ladekabel. Hier könnte eine Überraschung drin sein.

Die nächste Generation des Bildschirms: OLED-Display

Apple hat mit Samsung einen Liefervertrag über OLED-Displays abgeschlossen. Ab 2017 werde der koreanische Hersteller 5,5-Zoll-Displays aus organischen Leuchtdioden an Apple liefern, das Geschäft hat ein Gesamtvolumen von 2,6 Milliarden US-Dollar, berichtet die koreanische Zeitung Korean Herald laut 9to5Mac . Von anderen Bildschirmgrößen wie 4,7 Zoll sei nicht die Rede. Für das iPhone 7 Plus käme die Lieferung wohl zu spät, schließlich soll dieses schon im Herbst 2016 erscheinen. Dass Apple Pläne hegt, das iPhone auf OLED umzurüsten, ist nichts Neues, über den Zeitpunkt konnte bisher nur spekuliert werden. Die Nachricht der koreanischen Website ist zudem nicht bestätigt, Samsung habe einen Kommentar zu dem Bericht  verweigert – und bei Apple braucht man zu solchen Geschichten ohnehin nicht nachfragen.

Organische Leuchtdioden oder OLEDs werden schon seit längerer Zeit als das "nächste große Ding" in der ITK-Industrie gehandelt. Der Vorteil der Materialien: Sie leuchten wesentlich heller als Halbleiterdioden, verbrauchen bei gleicher Helligkeit also deutlich weniger Energie. Zudem sind sie flexibler, der Traum vom biegbaren oder gar aufrollbaren Display würde sich nur mit OLEDs verwirklichen lassen.

OLED ab dem Jahr 2017 könnte indes bedeuten, dass Apple von seinem zuletzt praktizierten Aktualisierungsschema abweicht: Alle zwei Jahre ein neues Gehäuse und in den Zwischenjahren weiter entwickelte Technik im bewährten Formfaktor. Denn mit OLED wären ganz andere Gehäuse-Designs möglich, kaum denkbar, dass Apple einfach das Design des iPhone 7 nimmt und es ein Jahr später als iPhone 7S mit OLED präsentiert. Der in der Regel recht treffsichere Analyst Ming-Chi Kuo ist der Ansicht, Apple werde erst 2017 das Design des iPhone ändern und dabei etwa den Rahmen des Gehäuses verkleinern und womöglich wieder Glas auf der Rückseite einsetzen, wie beim iPhone 4(S).

Wahrscheinlichkeit: 90 Prozent - aber erst im kommenden Jahr. iOS 10 sollte auf einem OLED-Bildschirm seht gut aussehen. Angeblich will Apple auch in einem neuen Macbook Pro organische Leuchtdioden verbauen - vom OLED-Phone können wir also schon im Herbst einen ersten Eindruck gewinnen. Die Technik ist zudem sehr energieeffizient, längere Akku-Laufzeit steht bekanntlich jedes Jahr auf den Wunschzetteln der iPhone-Nutzer.

Kamera mit zwei Objektiven

Mit der zweiten knippst man besser: Gerüchte über die Ausstattung des iPhone 7 Plus mit einer Dualkamera sind schon sehr konkret geworden. Die taiwanische Website apple.club.tw hat ein Bild veröffentlicht , welches angeblich das Kameramodul des kommenden High-End-iPhones zeigen soll. Dieses enthält zwei Objektive. Der Sinn der Anordnung: Das eine Objektiv nimmt Fotos in der gewohnten Weitwinkeloptik auf, während das andere Objektiv einen optischen Zoom bieten werde - ein Novum für Smartphones. Das Modul kommt daher auch deutlich wuchtiger daher als bisher verbaute iPhone-Kameras, die Objektive haben unterschiedliche Durchmesser. Während angeblich im iPhone 7 die Kamera wieder im Gehäuse verschwinden und bündig mit der Hülle abschließen soll, wird wohl beim iPhone 7 Plus die Dual-Kamera weiter hervorstehen.

In die neue Kamera wird die Technik des im Vorjahr übernommenen Unternehmens LinX einfließen. Dies könnte zu einer Smartphonekamera in DSLR-Qualität führen und neue Kunden locken. Oder Bestandskunden überzeugen, früher als vielleicht ursprünglich geplant auf ein neues Modell umzusteigen. Wie der Analyst Ming-Chi Kuo von KGI Securities prognostiziert, werde Apple im iPhone 7 eine 12-Megapixelkamera mit zwei Objektiven verbauen, die mit Hilfe eines Algorithmus aus den gleichzeitig aufgenommen Bilder das jeweils Beste kombiniert. Eine der beiden Kameras im Dual-Kamerasystem nehme in einem größeren Winkelbereich mit einem Bildstabilisator auf, während die andere einen optischen zweifach- oder gar dreifach-Zoom biete. Apple hatte zuletzt vor allem bei Umstieg auf die jeweilige S-Klasse die Kamera verbessert und diese bei der nächsten Generation erst einmal beibehalten. Eine komplett überarbeitete Kamera im iPhone 7 würde aber einen starker Kaufanreiz ausüben.

Wahrscheinlichkeit: 90 Prozent - die Kamera war auch in den letzten Modellreihen immer ein wichtiges Verkaufsargument, gewiss wird Apple weitere Verbesserungen bringen. Die Unsicherheit bezieht sich lediglich darauf, ob die Dual-Kamera in beiden neuen Modellen enthalten ein wird oder nur im größeren.

Das Design des iPhone 7

Normalerweise behält Apple stets das selbe Design für zwei iPhone-Generationen bei, bevor beim nächsten Update ein komplett neues Design entworfen wird. Wir erwarten daher, dass sich das iPhone 7 grundlegend von seinen Vorgängern unterscheiden wird. Es ist wahrscheinlich, dass Apple neue Materialien verwenden wird, um das iPhone 7 langlebiger zu gestalten. Bereits vor der Veröffentlichung des iPhone 6 und iPhone 6 Plus ging das Gerücht umher, dass Apple Saphir-Glas für das Display und eine Art Flüssigmetall für das Gehäuse verwenden soll. Möglicherweise haben es diese Neuerungen in das Design des iPhone 7 geschafft.

Dünneres iPhone wegen neuem Stecker-Patent

Obwohl Apple in der Vergangenheit auf den Keynotes immer mit Superlativen um sich warf, konnte man bei der Vorstellung des iPhone 6S und 6S Plus nicht behaupten, dass es das dünnste iPhone aller Zeiten ist. Tatsächlich ist die neueste Generation etwas dicker als das iPhone 6 und 6 Plus, da die Komponenten für die 3D-Touch-Technologie eingebaut werden mussten.

Für das iPhone 7 könnte sich dies wiederum ändern. Wir vermuten, dass Apple das Smartphone einige Millimeter flacher werden lässt, indem das Design mancher Bauteile verändert wird. Betrachtet man die jetzige Bauweise der iPhones kann man erkennen, dass das iPhone nicht viel flacher werden kann, da der Kopfhörereingang mit seiner jetzigen Form nicht mehr in das Gerät passen würde. Anhand eines neuen Patents kann man nun aber erahnen, dass Apple dieses Problem gelöst haben könnte. Eine neue Steckerform soll dafür sorgen, dass das iPhone in der Theorie flacher werden könnte.

Apples neues Stecker-Patent könnte für ein flacheres iPhone sorgen.
Vergrößern Apples neues Stecker-Patent könnte für ein flacheres iPhone sorgen.
© appleinsider

Wahrscheinlichkeit – 50%. Apple spart überall mit dem Platz und dem Gewicht. Das prominenteste Beispiel sind die Sim-Karten im iPhone. Diese hat der Hersteller gegen Willen der Kunden, Mobilfunkprovider und der Konkurrenz so weit geschrumpft, dass der nächste logische Schritt das Verschwinden der SIM bedeuten könnte. Was gegen dieses konkrete Patent spricht, ist die Form des Steckers. Der neue Stecker würde sich nicht mehr problemlos in die Buchse einstöpseln können. Der Nutzer müsste wieder genau hinschauen, in welcher Ausrichtung der Stecker reinpasst. Genau das versucht Apple mit dem  Lightning-Anschluss und dem USB-C-Anschluss im Macbook zu vermeiden.

Vielleicht doch ein dickeres Gehäuse?

Wie bereits zuvor erklärt, erwarten wir, dass das iPhone 7 wieder dünner wird. Allerdings denken viele Anwender, dass die iPhones von ihrer Höhe bereits die Grenze für eine nützliche Handhabung erreicht haben. In dem Sinne würde die weitere Abflachung des iPhones ernsthafte Kompromisse mit der Nutzung einhergehen und wirkliche Vorteile eher in Frage stellen. Es könnte sogar sein, dass das iPhone 7 etwas dicker wird, wenn Apple den dadurch gewonnen Platz für neue Technologien und neue Features verwenden kann. Wir vermuten zwar, dass dies eher unwahrscheinlich ist, aber ganz undenkbar ist die Vermutung natürlich nicht.

Denn ein Grund, warum das iPhone 7 womöglich etwas dicker sein könnte als das iPhone 6S, könnte ein Feature sein, welches Apple als „Sidewall Display“ bezeichnet. Mit dem von Apple angemeldeten Patent soll das iPhone auch an den Seiten des Gerätes einen Bildschirm besitzen, über welchen man Zugang zu der Entsperrungsfunktion, sowie weitere Funktionen zum Musikplayer, Nachrichten, Systemeinstellungen und vielem mehr hat.

Wahrscheinlichkeit – 0%. Wer dieses Gerücht in die Welt gesetzt hat, sollte sich schämen. Ein Patent bedeutet nicht, dass Apple die angemeldeten Technologien tatsächlich implementiert. 

iPhone 7 ohne Metall-Gehäuse?

iPhone 6S und 6S Plus werden wohl die letzten Smartphones von Apple sein, die mit Metall verarbeitet werden. Das iPhone 7 wird höchstwahrscheinlich ein Gehäuse aus einem anderen Material erhalten. Aber woraus genau? Wissen wir auch (noch) nicht. Sicher ist jedoch, dass Keramik, Plastik und Saphir als Option wegfallen. Wir finden es zwar merkwürdig, dass sich Apple bereits so früh von seinem Metall-Gehäuse entledigen möchte, aber angesichts der radikalen Designveränderungen für das neue iPhone scheint eine solche Umstrukturierung nachvollziehbar.

Wahrscheinlichkeit – 0%. Bis jetzt hat Apple die Produktion des Aluminium-Gehäuses so weit gebracht, dass keine Bendgates etc. drohen. Noch ein wenig kratzfester und dann ist das Gehäuse fast unzerstörbar. Die Hüllen-Hersteller werden sich darüber weniger freuen, umso mehr die Nutzer.

iPhone 7 soll ein gebogenes „Rundum“-Display bekommen

Wie viele andere Firmen auch, beantragt Apple viel mehr Patente für Technologien als hinterher genutzt werden. Ein Patent scheint nicht nur äußerst interessant zu sein, sondern auch gar nicht so realitätsfern. Es beschreibt einen gebogenen Bildschirm, der es erlaubt, mehr Inhalte auf dem Display darzustellen, ohne das Gerät wesentlich zu vergrößern. Während das Patent von einem „Aufbau eines flexiblen Displays“ handelt, ist es wichtig, dieses Patent nicht mit einem biegsamen Bildschirm zu vergleichen: „Der flexible Teil des Displays ist an der Unterseite des gebogenen Gehäuses befestigt, sodass durch die verstärkte Struktur eine Deformation verhindert wird.“

Ob sich das gebogene Design für das iPhone 7 durchsetzten wird?
Vergrößern Ob sich das gebogene Design für das iPhone 7 durchsetzten wird?
© Macworld UK

Wahrscheinlichkeit – 0%. An den gebogenen Displays arbeiten momentan noch die Wissenschaftler, zum Beispiel an der Uni Stuttgart. Die Technologie ist noch nicht marktreif.

Gerücht: Bekommt das iPhone 7 Saphir-Glas?

Apple verwendet bereits das besonders harte Saphir-Glas bei dem Display der Apple Watch und es ist möglich, dass sich das Unternehmen dazu entschließt, das Material auch für die Smartphones zu nutzen. Saphir Glass ist deutlich stabiler als das Gorilla Glass von Corning, so dass besonders größere Displays davon profitieren würden.

Apple wandte sich in der jüngsten Vergangenheit an eine Firma in Arizona, die zu GT Advanced Technologies gehört, und die Berichten zu Folge rund 200 Millionen 5 Zoll große iPhone Displays pro Jahr hätte herstellen können. Dieses Unternehmen ging jedoch bankrott und konnte Apples Ansprüche nicht erfüllen. Allerdings wird vermutet, dass der langjährige Apple-Lieferant Foxconn in Asien eine eigene Entwicklung des Saphir-Glas begonnen hat und die ehemalige Position von GT Advanced Technologies einnehmen könnte.

Wahrscheinlichkeit – 20%. Die Produktionsumfänge für ein neues iPhone sind ganz andere als für die kleine Apple Watch. Der eine Hersteller ist pleite gegangen, der andere große Hersteller stammt aus Russland, das momentan unter Sanktionen der USA und der EU steht. Ob Foxconn auch die Produktionslinie in wenigen Monaten stemmen kann, ist eher unwahrscheinlich.

... oder super-gehärtetes ’Project Phire’ Gorilla Glas?

Saphir Glas klingt zwar großartig, aber schreibt das Gorilla Glas (das Material, welches bei den aktuellen iPhone-Generationen verbaut wird) noch nicht ganz ab. Das Unternehmen, welches das Gorilla Glas herstellt, reagierte bereits auf die sich langsam anbahnende Konkurrenz und kündigte bereits im Februar 2015 eine neue Entwicklung an: ein ultra-gehärtetes Material, welches zum jetzigen Zeitpunkt unter dem Namen "Project Phire" bekannt ist.

Auf einem Investorentreffen erklärte James Clappin , Präsident von Corning Glass Technologies, wie sich dir Firma vorstelle, das Saphir Glas zu schlagen: „Wie wir bereits letztes Jahr berichtet haben, bietet Saphirglas guten Schutz gegen Kratzern, versagt aber, wenn man es fallen lässt. Also haben wir ein Produkt entwickelt, welches besonders schadensresistent gegenüber Stürzen wie das Gorilla Glass 4 ist und genauso starken Schutz gegen Kratzer bietet wie Saphirglas.“

Wahrscheinlichkeit – 80%. Wenn es schon mit den bisherigen iPhones und Gorilla Glass funktioniert hat, sollte auch mit dem nächsten Modell nur wenig schief gehen.

Kabelloses Aufladen des Akkus beim iPhone 7?

Ein beständiges Gerücht in Bezug auf Apple-Produkte besagt, dass irgendwann die Smartphones ohne direkten Kabelanschluss aufgeladen werden können, so wie es bereits bei der Apple Watch der Fall ist. Wie Rene Ritchie von iMore erklärte, habe sich die induktive Aufladetechnik bei den iPhones bisher wegen des Aluminium-Gehäuses nicht umsetzen können, die Rückseite der Apple Watch besteht dahingegen aus Keramik. Für die neue iPhone-Generation könne sich dies nun aber ändern. Demnach soll nun auch das Aufladen durch eine iPhone-Rückseite aus Metall möglich sein. Diese Technologie kam zwar zu spät für iPhone 6S und 6S Plus, sei aber für die zukünftigen iPhones durchaus umsetzbar.

In diesem Zusammenhang muss eins gesagt werden: Apple liegt in diesem Punkt weit hinter der Konkurrenz. Sowohl Galaxy S6 als auch S6 Edge bieten bereits eine derartige Technik an, genau wie das Google Nexus 6 und das Motorola Droid Turbo. Dabei existiert eine solche Technik bereits seit 2010, elektronische Zahnbürsten können dies bereits seit den Neunzigern.

Kabelloses Aufladen klingt großartig, aber wir sollten zunächst nicht zu sehr auf eine ausgereifte Technik hoffen. Dass man beispielsweise an seinem Schreibtisch mit seinem Smartphone in der Hosentasche sitzen kann, während es gleichzeitig aufgeladen wird, bleibt vorerst Wunschdenken. Stattdessen wird man das iPhone auf eine „verdrahtete Matte“ legen können. Ist zwar überzeugend, klingt aber lange noch nicht so futuristisch, wie wir es uns vielleicht wünschen würden, wenn man vom „Wireless Charging“ spricht.

"Charge different" von dem Künstler Yasser Farahi.
Vergrößern "Charge different" von dem Künstler Yasser Farahi.
© Yasser Farahi

Wahrscheinlichkeit – 20%. Phil Schiller hat in einem Interview diese Möglichkeit fürs iPhone verneint. Die Effizienz ist gering, das Problem mit den Ladedocks und Kabel löst die Technologie nicht.

Anti-Überhitzung-Technologie im iPhone 7?

Einige iPhone 6S-Anwender haben sich darüber beklagt, dass der Touch-ID-Fingerabdrucksensor gelegentlich überhitzte, was dazu führte, dass auch der Home Button „brennend heiß“ wurde. Solche Probleme sollten aber schon bald der Vergangenheit angehören, zumindest dann, wenn Apples neuestes Patent in den neuen Geräten Verwendung findet.

Am 13. Oktober hat Apple ein neues Patent angemeldet, welches sich mit einer Methode befasst, bei der automatisch der Akku-Gebrauch reduziert wird, um Überhitzung vorzubeugen. Dabei erkennt ein eingebauter Temperatur-Sensor die Gefahr und kann somit mit einer individuellen Justierung der Akkuverwendung Abkühlung bewirken. Falls diese Technologie ausgereift ist, könnte sie es wahrscheinlich in das iPhone 7 schaffen, um ähnliche Probleme wie bei dem iPhone 6 zu vermeiden.

Wahrscheinlichkeit – 0%. Das Patent ist zu spät für das nächste iPhone angemeldet. Da es noch um die Hardware (Temperatur-Sensoren) geht, dürfte es mehr als ein Jahr dauern, bis solche Technologie den Einzug in das nächste iPhone halten. Ähnliche Gerüchte gab es schon vor dem iPhone 6 im März 2014 , doch bis jetzt haben sie sich nicht bewahrheitet.

Passwort durch Gesten auf dem iPhone 7?

Was bereits auf Android-Geräten Standard ist, könnte nun bald in etwas ausgereifter Form auch iOS-Anwender erfreuen: das Einrichten von Passwörtern durch Gesten. Durch verschiedene Gesten sollen diverse Sicherheitsfunktionen auf dem Smartphone abrufbar sein.

Gesten könnten schon bald den vierstelligen Zahlencode ablösen.
Vergrößern Gesten könnten schon bald den vierstelligen Zahlencode ablösen.
© Macworld UK

Wahrscheinlichkeit – 50%. Die Touch ID errichtet die ganze Arbeit. Da es sich dabei um ein reines Software-Feature handelt, ist das schnell implementiert.

iPhone 7 braucht keine SIM Karte...

Wird Apple den SIM Karten den Laufpass geben?

Laut einem Bericht aus der Financial Times sollen physische SIM-Karten früher oder später der Vergangenheit angehören, sobald Apple und andere Smartphone Hersteller sich einig werden und eine eingebaute Software-/Elektronik-SIM als Standard einführen.

Demnach stehen die Chancen nicht schlecht, dass die kommende iPhone Generation auf die herkömmliche SIM-Karte verzichteten werden. Immerhin wird ebenfalls vermutet, dass kommende Apple-Watch–Generationen auf die Bluetooth-Verbindung mit dem iPhone verzichten können und dank einer eingebauten SIM -arte auch eigenständig alle Funktionen ausführen können.

...oder bekommt eine vorinstallierte ‘Apple SIM‘?

Eine Alternative zur eingebauten E-SIM könnte eine Apple SIM-Karte sein, die den inoffiziellen Namen Apple SIM trägt. Auch hier muss der Anwender auf keine physische SIM-Karte zurückgreifen, sondern soll über das Gerät seine Karten verwalten und zwischen verschiedenen Anbietern wechseln können.

Wahrscheinlichkeit – 20%. Die eSIM ist bereits Realität. Die Deutsche Telekom und Konsorten bringen die eingebaute SIM-Karte hierzulande voran. Allerdings hat Europa längst seine Bedeutung als einer der größten Absatzmärkte verloren. Mindestens in den USA und in China muss sich die Technologie durchsetzen, damit Apple sie profitabel in die nächsten Geräte einbauen kann.

Bekommt das iPhone 7 einen dynamischen Home Button?

Dieses Gerücht klingt zwar auf den ersten Blick wie der „Joystick Home Button“, mit dem wir uns im nächsten Abschnitt beschäftigen, allerdings ist die Theorie um den  dynamischen Home Button viel plausibler.

Mit der Anmeldung eines neuen Patents verfügt Apple angeblich über die Technologie eines sensitiven Home Buttons, der auf Gesten reagieren kann. So soll man beispielsweise in der Lage sein, mit dem Daumen in verschiedene Richtung zu scrollen, was sich wiederum in Spielen nützlich machen könnte oder auch beim Browsen im Internet.

Wahrscheinlichkeit – Quatsch. Verdient nicht mal eine bezifferte Einschätzung, selbst Null Prozent ist dabei noch zu viel.

iPhone 7 bekommt einen Joystick-Home-Button?

Das Gerücht rund um den Joystick Home Button scheint zwar relativ unwahrscheinlich und gleichzeitig irgendwie interessant. Das Konzept dahinter ist denkbar einfach: Der Home Button im iPhone 7 ist in der Lage, sich aus seiner gewohnten Position nach oben zu lösen und somit wie ein Joystick bedienen zu lassen. Anschließend lässt sich der Home Button mit einem einfachen ’Klick’ wieder in seine alte Position bringen.

Der Joystick Home Button würde sich besonders für Spiele eignen.
Vergrößern Der Joystick Home Button würde sich besonders für Spiele eignen.
© Macowlrd UK

Vor allem die Gamer würde sich sicherlich über ein solches Feature freuen. Allerdings spricht dagegen, dass Apple mit einem solchen Feature nur einen Teil der Zielgruppe ansprechen würde, da nicht jeder viel auf seinem Smartphone spielt. Zudem sind frei liegende Mechaniken, wie ein kleiner Joystick, anfällig gegenüber Schäden. Dass Displays durch Stürze kaputt gehen, ist eine Sache. Wenn man Glück hat, kann man das Smartphone hinterher auch noch mit einigen Rissen im Display bedienen. Dagegen scheint die Bedienung des Smartphones mit einem defekten Home Button schon etwas komplizierter.

Auch wenn der flexible Home Button nach einer coolen Idee klingt, ist die Umsetzung doch eher recht unwahrscheinlich.

Siehe oben.

iPhone 7 Spezifikationen

Laut AppleInsider behauptet der Apple-Analyst Ming-Chi Kuo, dass das iPhone 7 Plus – jedoch nicht das iPhone 7 – mit 3 GB RAM ausgestattet werden soll. Ein Upgrade in diesem Bereich hatten wir vorerst nicht erwartet. Schließlich sind drei Generationen des iPhone (vom iPhone 5 bis zum iPhone 6 und 6 Plus) mit jeweils 1 GB RAM auf den Markt gekommen. Ein erstes Upgrade auf 2 GB RAM erschien dieses Jahr mit dem 6S und 6S Plus. Daher erwarteten wir, dass vorerst mindestens eine weitere Generation, wenn nicht sogar zwei, mit 2 GB RAM ausgestattet werden.

Allerdings bewahrheiten sich Kuos Prognosen öfter, als dass sie falsch sind und die Idee, das kommende Plus-Modell durch ein zusätzliches Unterscheidungsmerkmal anzubieten, ist doch recht reizvoll. Bisher unterscheiden sich iPhone 6S und iPhone 6Plus neben dem größeren Bildschirm auch durch längere Akkulaufzeiten und eine optische Bildstabilisierung für Videos bei dem größeren Modell. Jedoch lässt sich es sich darüber streiten, ob die 100 Euro mehr für diese Features angemessen sind.

Wahrscheinlichkeit – 0%. Wenn sich der Sprung bei dem Arbeitsspeicher lohnt, dann auf mehr als 4 GB. Denn seit iOS 7 ist das mobile Betriebssystem auf die 64-bit-Architektur ausgelegt. Wirkliche Vorteile bringt die Neuerung aber erst dann, wenn die Geräte mehr als 4 GB Arbeitsspeicher verwenden.

Gerücht: iPhone 7 bekommt Intel LTE Chips

Neuen Berichten zu Folge, arbeitet Intel mit rund 1000 Mitarbeitern daran, den 7360 LTE Chip in das 2016 erscheinende iPhone zu integrieren. Momentan nutzt Apple die Qualcomm’s 9X45 LTE Chips in allen iPhones.

Wahrscheinlichkeit – 20%. Dass Intel an den LTE-Chips arbeitet, muss noch nicht zwangsläufig bedeuten, dass sie für das iPhone bestimmt sind.

Bekommt das iPhone 7 geschichtete Batterie-Zellen?

Die Gerüchte verstärken sich, dass Apple für das iPhone 7 eine ähnliche Entwicklung für den Akku plant, wie sie bereits beim diesjährigen Macbook vorgestellt haben. Geschichtete Batterie-Zellen sollen das Gehäuse soweit ausfüllen, das möglichst lange Akkulaufzeiten ermöglicht werden können. Somit bieten sich Apple weitere Möglichkeiten: Dank der neuen Batterie-Technologie müssen sich die Designer nicht länger an starren Akkuformen orientieren und könnten – rein theoretisch – auch andere Designformen ausprobieren.

Die Akkulaufzeit gehört zu den Dingen, von denen jeder sagt, dass sie sehr wichtig sei. Wieder einmal wird Apple mit Fragen zu diesem Thema konfrontiert – aber Sie würden sich wundern, wie wenige von den Apple Fans bereit wären, für längere Akkulaufzeiten Kompromisse einzugehen. Was wäre nur, wenn man für einen besseren Akku, ein doppelt so schweres iPhone bekäme? Oder sogar signifikant mehr kosten würde? Was wäre, wenn der Bildschirm weniger leistungsfähig wäre? Oder der Prozessor schwächer würde?

In einem Interview mit der Financial Times befasste sich Apples Chief Design Officer Jony Ive mit diesen Fragen. Und zudem gab er einige Hinweise, dass Apple der Meinung ist, dass Akkulaufzeiten keine oberste Priorität besitzt, um in anderen Bereichen Kompromisse einzugehen.

„[...] Wenn die wiederkehrende Notwendigkeit besteht, das iPhone häufig aufzuladen, liegt das daran, weil es so leicht und dünn ist, so dass wir es häufig benutzen und sich daher die Batterie entleert. Mit einem größeren Akku wäre es deutlich schwerer, beschwerlicher und weniger fesselnd.“

Daher scheint es eher unwahrscheinlich, dass Apple Opfer bringen wird, um die Akkulaufzeiten zu verbessern. Für das iPhone 7 wird es demnach keine großen Verbesserungen der Batterie geben, allerdings verspricht ein neues Patent von Apple Hoffnung. Demnach soll es für den Hersteller möglich sein, Solar-Platten unter den Bildschirm des iPhones zu platzieren.

Wahrscheinlichkeit – 30%. Der Akku eines iPhones ist wichtig, allerdings bringt die neue Technologie keine bedeutenden Vorteile.

Gerüchte rund um die neue iPhone-Kamera

Eine neue Technik soll für schärfere und natürlichere Bilder sorgen.
Vergrößern Eine neue Technik soll für schärfere und natürlichere Bilder sorgen.
© Macworld UK

Nachdem das iPhone 6S und 6S Plus von 8 Megapixel auf 12 Megapixel und die Frontkamera von 1,2 Megapixel auf 5 Megapixel verbessert wurde, ist es gut möglich, dass auch die Kamera im iPhone 7 einen weitere Entwicklungssprung erfahren wird. Wir denken allerdings, dass Apple wohl eher an der Funktionsweise der Kamera Verbesserungen vornehmen wird. Hinweise darauf liefert ein im März angemeldetes Patent, welches eine gewagte Technik namens „a light splitter cube“ beinhaltet.

„a light splitter cube“ soll die Kamera wieder einmal revolutionieren.
Vergrößern „a light splitter cube“ soll die Kamera wieder einmal revolutionieren.
© Macworld UK

Bei diesem Modell handelt es sich jedoch laut Business Insider vielmehr um eine Miniaturisierung eines bereits existierenden Systems, welches vorwiegend in Video-Kameras verwendet wird. Falls die Ingenieure diese Technik jedoch in ein iPhone übertragen könnten, würden die Farben und Lichter auf den Fotos natürlicher aussehen und zudem schärfer – selbst bei verwackelten Aufnahmen.

Auf der anderen Seite sollten Gerüchte, die sich auf Patente stützen, stets mit einem gesunden Maß an Skepsis betrachtet werden. Viele von den Entwürfen werden wohl niemals umgesetzt werden können. Apple meldet vermutlich nur deshalb so viele Patente an, um auch die Konkurrenz an neuen Innovationen hindern zu können.

Ein weiteres Gerücht, welches sich schon bald bewahrheiten könnte, behandelt das Thema: 3D-Kamera-Sensoren. Rund 20 Millionen US-Dollar soll Apple bereits in die Entwicklung gesteckt haben. Zudem kommt die Übernahme eines Konzerns namens LinX, der sich auf diesem Gebiet spezialisiert hat. LinX Kameras sind winzig, gleichzeitig beteuert das Unternehmen das Potential. Demnach liegen die Stärken der Kameras besonders im Bereich der Gesichtserkennung und 3D-Scanning. Auch das „post-shot refocusing“ sei mit LinX kein Problem mehr.

Wahrscheinlichkeit – 80%. Apple legt viel Wert auf die Kamera-Funktionalitäten, obwohl das Unternehmen nicht die Zahlen dahinter wie Megapixel, sondern eher die Funktionen und die Qualität hervorhebt. DSLR-Bilder auf einem iPhone wären ein prima Verkaufsargument für das nächste iPhone. Allerdings bleibt hier noch die Frage, ob der Hersteller es schafft, die neue Technologie so schnell in das nächste Modell zu implementieren.

Gerücht: 3D-Kamera?

Das iPhone 7 könnte ein 3D Display haben. Das behauptet Economic Daily News, laut dem Apples Lieferpartner TPK an einem Projekt arbeiten soll, welches „naked eye 3D Screen“ heißt. Mit dieser Technik erfordert der 3D-Screen keine externen Hilfsmittel wie 3D-Brillen.

Wahrscheinlichkeit – 0%. Wozu?

iPhone 7 Konzept-Videos

Ein Video von der Design-Firma DeepMind zeigt ein iPhone 7, welches iOS 10 auf einem Edge-to-Edge Display demonstriert. Trotz des „neuen“ Displays behält das iPhone für die meiste Zeit die traditionelle Displayeinteilung bei. Das Video macht einen sehr professionellen Eindruck und kann leicht mit einem echten Werbespot von Apple verwechselt werden. Aber seht selbst:

Das nächste Video zeigt, wie der dynamische Home Button funktionieren könnte.

iPhone 7 Konzept Illustrationen

© Macworld UK

Das erste Design fusioniert zwei Apple Produkte: Die Krone, welche bereits bei der Apple Watch bekannt ist, ist nun an der Seite des iPhone 7 angebracht. Da die Krone jedoch recht weit oben angebracht stellt sich hier die Frage, inwiefern diese Funktion sich als nutzerfreundlich herausstellt. Würde die doch recht weit herausragende Krone nicht vielleicht sogar eher stören, als von Nutzen sein? Interessant sieht dieses Konzept auf jeden Fall aus.

iPhone und Apple Watch fusioniert: Ein Apple Phone mit einer Krone.
Vergrößern iPhone und Apple Watch fusioniert: Ein Apple Phone mit einer Krone.
© Macworld UK

Wenn es um das OS geht, hat Design Student Marek Weidlich sich am Betriebssystem der Apple Watch bedient und sie auf das iPhone gebracht. Die Vorstellung ist dabei gar nicht so realitätsfern. Mit dem Update auf iOS 7 hat das Software-Design einen minimalistischen und etwas flacheren Touch erhalten und die Farben sind kräftiger. Das runde App-Design hat sich für die Smartwatch sehr gut angeboten, ob dies aber auch für das iPhone gilt? Da können wir leider vorerst nur abwarten.

So stellt sich Marek Weidlich das neue iOS 10 vor.
Vergrößern So stellt sich Marek Weidlich das neue iOS 10 vor.
© Marek Weidlich

Erste Vorstellungen hat sich auch Yasser Farahi gemacht und diese Designs veröffentlicht. Wie man erkennen kann, hat Farahi unter anderem mehrere Farben für das iPhone 7 entworfen. Wo beim iPhone 5C noch knallbunte Farben herrschten, hat sich der Künstler für eine etwas erwachsenere Farbkreation entschieden. Wir sind auf jeden Fall gespannt und freuen uns darauf, mehr über das iPhone 7 zu erfahren.

Ein Konzept von Yasser Farahi
Vergrößern Ein Konzept von Yasser Farahi
© Yasser Farahi
© Yasser Farahi
© Yasser Farahi
Martin Hajek hat mal wieder ein formschönes Rendering vorgelegt. Ob sich Apples Designer daran orientieren?
Vergrößern Martin Hajek hat mal wieder ein formschönes Rendering vorgelegt. Ob sich Apples Designer daran orientieren?
© Martin Hajek

Zusammenfassend: So stellt sich die Macwelt das iPhone 7 vor

In unserer iPhone 7 Gerüchteküche werden alle möglichen Themen abgedeckt: Sie würden sich über die Hinweise, Spekulationen und Vermutungen wundern, die Leute zusammengetragen haben. Für diejenigen, die sich nicht mit allen Details befassen wollen, sollte unsere Liste an Vermutungen reichen, um sich über die Gerüchte und Spekulationen über das kommende iPhone 7 einen guten Überblick verschaffen zu könne:

1) Apple wird eine neue iPhone-Generation im September 2016 auf den Markt bringen. Das Gerücht, dass Apple den Launch bereits auf den Sommer 2016 verschieben wird, scheint eher unwahrscheinlich.

2)  Wir erwarten ein 4,7 Zoll großes iPhone, welches wahrscheinlich  iPhone 7 genannt wird und ein etwas größeres Modell mit  5,5 Zoll großem Display, das iPhone 7 Plus.

3)   Das iPhone 7 wird höchstwahrscheinlich designmäßig komplett überarbeitet werden, wie es bereits auch in der Vergangenheit üblich war. Zwar ist es noch zu früh, um genauere Aussagen über das mögliche Design zu treffen, allerdings häufen sich die Gerüchte, dass das iPhone dünner sein soll als je zuvor. Diese Vermutung wird vor allem durch das Gerücht gestützt, dass ein neuartiger Kopfhörereingang von Apple patentiert wurde, der nicht mehr rund, sondern einem Halbkreis ähneln soll, damit das iPhone 7 flacher werden kann.

4)   Die Akkulaufzeiten könnten etwas besser sein als beim jetzigen iPhone 6S und 6S Plus. Laut Jony Ive zieht es Apple nicht in Betracht, bessere Akkulaufzeiten anderen wichtigen Funktionen vorzuziehen (und um ganz ehrlich zu sein: Die meisten Käufer würden dem wahrscheinlich zustimmen). Immerhin haben die iPhones trotz des großen Screens ordentliche Akkulaufzeiten.

5)  Eine höhere Bildschirmauflösung ist nicht unmöglich, obwohl Apple mit dem Retina-Display bereits die Messlatte besonders hoch gesetzt hat. Apple könnte vermutlich die Pixeldichte erhöhen, wobei auch ein härteres und stabileres Bildschirmmaterial nicht schlecht wäre.

6)   Der 16 GB große Speicherplatz wird vermutlich als kleinstmögliche iPhone-Variante langsam aussterben. 16 GB reichen heutzutage nur noch den Wenigsten aus, sodass wir hoffen, dass das iPhone 7 mit 32 GB, 64 GB und 128 GB angeboten wird.

7)   Auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, könnte das iPhone 7 einen USB-C-Anschluss bekommen, wie das neue 12 Zoll große Macbook. Der Wechsel vom 30-pin zum Lightning war für die meisten Anwender gerade so akzeptabel, so dass eine erneute Veränderung des Anschlusses von der Mehrheit auf jeden Fall eher negativ aufgenommen werden würde. 

8) Und was die ganzen anderen Gerüchte da draußen angeht? 3D-Bildschirm: Nein. Gebogenes Display: wahrscheinlich nicht. Ein flexibles Display: Auch nicht. Edge-to-Edge Screen: Ja, das liegt schon eher im Bereich des Möglichen. Genauso wie das kabellose Aufladen des Smartphones.

Umfrage: Welche iPhone-Größe würdet ihr euch wünschen?

Was würdet ihr bei eurem nächsten iPhone bevorzugen? Ein 4 Zoll großes iPhone, wie beim iPhone 5S? Oder vielleicht doch eher ein 4,7 Zoll großes Smartphone, wie das iPhone 6S? Oder soll das iPhone wieder mit 5,5 Zoll in die Größe des iPhone 6S Plus gehen? Eine Umfrage unsere Kollegen der Macworld UK zeigt, dass bis jetzt sich die meisten Anwender ein mittelgroßes iPhone wünschen und eher zu einer Größe des iPhone 6 tendieren. Von insgesamt 183.137 abgegebenen Stimmen sprechen sich 38 Prozent für ein 4,7 Zoll großes Smartphone aus. Auf dem zweiten Platz liegt das 4 Zoll großes Gerät (21 Prozent), der dritte Platz nimmt die Größe des iPhone 6 Plus ein (20 Prozent).

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