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iPhone 8: Datum, Preis, Funktionen, Erscheinungstermin

19.01.2017 | 10:16 Uhr |

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Die Spekulationen über die nächste iPhone-Generation dürfen beginnen!

Das iPhone ist zehn Jahre alt geworden, beziehungsweise wird es noch zweimal: Am 9. Januar 2007 präsentierte Steve Jobs auf der Macworld Expo in San Francisco das revolutionäre Gerät , am 29. Juni des gleichen Jahres ging es zunächst in den USA in den Handel und am 9. November kam es nach Europa: Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Zehn Jahre sind für Technikprodukte eine lange Zeit und schon raunen Skeptiker von einem Niedergang des iPhone. In der Tat, im Geschäftsjahr 2015/16 hatte Apple nur im ersten Quartal mehr Smartphones verkauft als im Jahr zuvor, wenn auch nur knapp, die anderen drei Quartale zeigten erstmals rückläufige Tendenz. Das mag Gründe haben: Apple hat bisher schon über eine Milliarde iPhones verkauft und selbst wenn jedes Jahr ein Gerät Neuerungen mit dem "Will haben!"-Faktor bringt, behält man sein iPhone doch über Jahre hinweg – was heute Top-of-the-Art ist, gehört nicht schon morgen zum Alteisen. Das Wachstum verlangsamt sich zwangsweise, das Minus aus 15/16 lässt sich aber auch mit dem enormen Plus des Geschäftsjahres 2014/15 begründen, als die neue Generation iPhone 6 (Plus) die bisherigen Rekorde geradezu pulverisierte. Das iPhone hat also ein hohes Niveau erreicht, logisch, dass da auch ein Zwischentief kommen könnte, bevor es erneut aufwärts geht.

Das jüngste Gerücht

Wir aktualisieren diesen Artikel fortlaufend - und geben unsere Einschätzungen zu neuen und immer wieder kehrenden Gerüchten. In diesem Kasten finden Sie jeweils das jüngste Gerücht. Bis September - dem mutmaßlichen Erscheinungstermin der kommenden iPhone-Generation - ist ja noch eine Weile hin

Zur zweiten Januarhälfte ist eine neue Technologie in den Spekulationen aufgetaucht. Apple werde zumindest in das Premium-Modell mit OLED und drahtloser Ladetechnik neue Laser- und Infrarotsensoren nahe der Kameras einbauen, die eine Gesichtserkennung ermöglichen sollen. Dies behaupten zumindest Analysten der Investmentbank Cowen and Company gegenüber Business Insider . Völlig aus der Luft gegriffen erscheint dies jedoch nicht, im Jahr 2013 hatte Apple das Unternehmen Primesense übernommen, das sich auf Gesichtserkennung und die dafür notwendigen Sensoren spezialisiert hatte. In macOS und iOS erkennt die App Fotos zuverlässig Gesichter und kann die Bilder daher nach Personen ordnen. Was Apple genau damit vorhaben könnte, muss einstweilen der Fantasie überlassen bleiben. Unwahrscheinlich, dass sich die Technik auf lustige Selfie-Filter, wie man sie von Snapchat kennt, beschränken wird. Für jedwede nützliche Anwendung von Techniken der Augmented Reality (AR) ist Gesichtserkennung aber eine wesentliche Grundlage.

Genau das scheint nun mit dem iPhone 7 der Fall zu sein, das dessen Kritiker im Herbst 2016 als wenig innovativ schmähten und prophezeiten, dass Apple davon noch weniger verkaufen würde, weil es doch auch nur ein weiteres iPhone 6 mit nur marginalen Änderungen sei. Noch steht Apples Bilanzveröffentlichung aus, am 31. Januar wird der Konzern seine Zahlen für das erste Quartal 2016/17 vorlegen. Erste Indizien deuten darauf hin, dass Apple wieder zugelegt hatte, das iPhone 7 wusste wohl doch jede Menge Käufer zu überzeugen. Solche, bei denen nach zwei, drei oder vier Jahren mal wieder ein neues Gerät fällig war. Solche, die von der Android-Plattform Abstand nahmen, oder sich vielleicht vom problematischen Samsung Galaxy Note 7 abschrecken ließen. Und auch solche, die noch nie ein Smartphone besaßen.

Neuer Schub für den iPhone-Verkauf

Die Delle im Absatz könnte also nur sehr vorübergehender Natur gewesen sein. Schon vor dem Verkaufsstart des iPhone 7 waren Marktexperten der Ansicht, dass vor allem dessen für 2018 erwartete Nachfolger dem iPhone neuen Schub geben sollte. Zum Zehnjährigen würde Apple sich nämlich nicht lumpen lassen und das Smartphone wieder völlig neu erfinden - zumindest nach den letzten beiden evolutionären Änderungen wieder deutliche Änderungen, Verbesserungen und Optimierungen bringen, kurz: Innovationen. Noch in 50 Jahren würden die Leute zurückblicken und über die Innovationen staunen, die Apple dem iPhone über Jahre und Jahrzehnte gegeben habe, frohlockte Apples Marketingchef im Range eines Senior Vice President Phil Schiller im Interview mit Backchannel .

Ganz so tief wollen wir nicht in die Glaskugel schauen, werden aber im Zweifelsfall Schiller im Jahre 2067 an seine Worte erinnern. Wir fragen uns aber zu Beginn des Jubeljahres, wie es denn mit dem iPhone nun konkret weiter geht. Denn kaum war das iPhone 7 vorgestellt, gingen die Spekulationen in eine neue Runde. Was könnte denn die Generation von 2017 bringen, ein iPhone 7s, ein iPhone 8, ein iPhone SE 2, alles gleichzeitig oder nichts davon? Und mit welchen Features? An dieser Stelle sammeln wir Gerüchte und versuchen sie einzuordnen. Denn so manches erscheint uns auch aus heutiger Sicht zwangsläufig, anderes als gut machbar, vieles aber als unwahrscheinlich oder überflüssig. Bei den Details werden wir im Januar 2017 aber noch passen müssen. Wie genau das iPhone (oder die iPhones) von 2017 aussieht (oder aussehen), weiß man vermutlich nicht einmal bei Apple, denn Monate vor dem Release sollten zumindest noch einige Optionen bestehen, aus denen man letztendlich auswählen muss.

So haben wir im letzten Jahr auch eindeutig gemerkt, dass bei weitem nicht jedes Gerücht, das über das iPhone 7 kursierte als korrekt erwies. Vor allem beim Design - die "geleakten" Bilder von Bauteilen und Gehäusen waren öfter falsch als richtig: Der Großteil der Bilder zeigte ein vermeintliches iPhone 7 in Asphaltgrau, das Apple bekanntlich abschaffte. Und doch hatten sich schon frühzeitig einige wesentliche Neuerungen des iPhones des Jahrgangs 2016 herauskristallisiert: Ein kaum überarbeitetes äußeres Design, die Dualkamera beim iPhone 7 Plus, der optische Bildstabilisator bei beiden Modellen, ein starrer Home-Button mit Force-Touch und die fehlende Kopfhörerbuchse – und in Folgen dessen eine bessere Wasserresistenz – kursierten schon so lange durch das Netz, dass Tim Cook im Herbst kaum überraschen konnte.  Mal sehen, wie viele der hier gesammelten und bewerteten Prognosen tatsächlich eintreffen.

Erscheinungsdatum und Name

Apple fährt seit dem Jahr 2011 und dem iPhone 4S gut mit dem September-Termin. Grund, davon abzuweichen, besteht kaum einer. Wobei: Am 29. Juni 2007 ging in den USA das iPhone erstmals in den Handel, fast ein halbes Jahr zuvor hatte es Steve Jobs auf der Macworld Expo in San Francisco vorgestellt. Schon im Vorfeld der iPhone-7-Vorstellung waren daher Gerüchte aufgekommen, Apple würde sich die spektakulären Änderungen für ein "Anniversary iPhone" für 2017 aufheben und 2016 nur ein geringfügig verbessertes iPhone bringen. "Geringfügig verbessert" ist gewiss Ansichtssache, aber auf dem ersten Blick sieht das iPhone 7 so aus wie die Generation 6/6S. Bisher hatte Apple alle zwei Jahre einen neuen Formfaktor eingebaut und in den Jahren dazwischen die darin eingebaute Technik teils drastisch verbessert – den Rhythmus hat das Unternehmen nun verlassen. Somit steht einem gänzlich neuen iPhone im Jahr 2017 nichts im Wege. Und das wird dann gewiss nicht iPhone 7S oder iPhone 7 Anniversary heißen, sondern gleich iPhone 8. Aber dennoch nicht vor September erscheinen. Nicht völlig auszuschließen ist aber eine Aufteilung: Eine moderate Weiterentwicklung des iPhone 7 könnte iPhone 7S heißen, ein spektakulär neues Gerät dann iPhone 8. Kaum wahrscheinlich erscheint uns ein Name wie "iPhone Anniversary" - mit dem 20rth Anniversary Mac im Jahr 1997 hatte Apple ziemlich Schiffbruch erlitten.

Wahrscheinlichkeiten: iPhone 8: nahe 100 Prozent, September als Erscheinungstermin: 95 Prozent

OLED-Display, gebogen

Schon beim iPhone 7 (Plus) hat Apple erneut den Bildschirm wesentlich verbessert. Optional nutzt das Smartphone den Farbraum DCI-P3 und schaltet bei Bedarf (Foto und Video) von sRGB darauf um. Das Resultat: So brillante Farben wie noch nie zuvor, der Bildschirm ist zudem auch deutlich heller geworden. Dennoch bleibt die Akku-Laufzeit bei grob einem Tag – je nach Nutzung. Im Gegenteil hält der etwas größer gewordene Akku auch dank des effizienten Prozessors A10 Fusion noch länger durch. Das war schon immer Apples Hauptanliegen: Nur so viele Funktionen und Sensoren einbauen, dass man nicht tagsüber nachladen muss. So fehlten dem Original-iPhone daher der GPS-Chip und Mobilfunk der dritten Generation. Um das Display noch heller zu machen, müsste Apple in der Generation von 2017 auf organische Leuchtdioden (OLED) umsteigen, diese bieten bei weniger Energieverbrauch eine höhere Leuchtkraft - die Apple Watch profitiert bereits davon. Schon im April 2016 kursierte die Nachricht , Apple würde sich bei seinem Frenemy Samsung mit OLED-Display eindecken. Damals schien das noch als Option für die Generation von 2016, doch ist sich der Analyst Ming-Chi Kuo seit Sommer 2016 sicher, Apple werde den Umstieg auf OLED für das Jahr 2017 planen. Dafür gibt es dennoch widersprüchliche Signale, denn es bestehen weiter Zweifel, ob Samsung tatsächlich die benötigten rund 100 Millionen OLEDs würde liefern können. In diesem Fall sollte Apple tatsächlich auf die duale Lösung mit iPhone 7s (Plus) und iPhone 8 setzen.

Nach einem Bericht der koreanischen Publikation Korea Herald stehen im Jahr 2017 aber für einen kompletten Satz neuer iPhones ausreichend OLED-Displays bereit. Sollte also die Verfügbarkeit der helleren und effizienteren Bildschirme aber an kein Limit stoßen, könnte Apple sich vom Design der Samsung Galaxies inspirieren lassen: Mit einem Display, das von Kante zu Kante reicht und eventuell wie das des Galaxy Edge an den Seiten gebogen ist. Unwahrscheinlich, dass Apple das Design der Koreaner wirklich kopiert, doch mit den flexibleren OLED-Displays sind weit mehr Möglichkeiten als mit dem TFT von heute gegeben. Worauf wir aber schon heute wetten: Der Home-Button wird komplett verschwinden. Schon heute gibt die Taptic Engine über das gesamte Display von iPhone 7 (Plus) haptisches Feedback, wovon Spiele oder auch Musik-Apps werden profitieren können. Den Home-Button kann man dann beliebig per Software setzen oder einfach das gesamte Display als einen solchen betrachten - auch für Touch ID oder das Einschalten von Siri. Apple wollte diesen Schritt beim iPhone 7 noch nicht gehen, die Anwender sind an den Home-Button einfach noch zu gewöhnt. Aber so könnte man das iPhone 7 zu einem späteren Zeitpunkt ja als Übergangsgerät betrachten, das die Leute weg vom Home-Button zu einem völlig neuen Nutzungsgefühl erzog.

Wahrscheinlichkeiten: OLED-Display, Edge-to-edge: 95 Prozent, gebogen: 80 Prozent, Kompletter Verzicht auf den Home-Button: 99 Prozent

Modellpolitik: 7S, 8, SE 2 oder was?

Steve Jobs' erste Tat nach seiner Rückkehr zu Apple im Jahre 1997 war es, die Produktpalette zu entschlacken und zu vereinfachen. Apple hatte sich mit einem unübersichtlichen Angebot von Rechnern, die sich manchmal nur im Detail unterschieden, ziemlich verzettelt. Schon zu Steve Jobs' Lebzeiten war die Komplexität bei Apple schon wieder angestiegen, allmählich droht man aber die Übersicht zu verlieren. Das ist bei den iPads ganz besonders auffällig, mit Mini 2, Mini 4, iPad Air 2 und dem iPad Pro in zwei Größen, beim iPhone droht ähnliches Chaos. Momentan gibt es das 7 und das 7 Plus, das 6S und das 6S Plus, dazu das iPhone SE mit 6S-Technik und 5er-Gehäuse. Wenn dann noch ein Anniversary-iPhone dazu käme und ein SE 2, wäre die Verwirrung komplett. Daher die Prognose: Apple wird im Herbst seine Palette ein wenig aufräumen - auf das iPhone 7 (Plus) folgt die achte Generation ohne Zwischenschritt. Eine zweite Auflage des iPhone SE wird es unserer Ansicht nach nicht geben - entweder legt Apple das iPhone 8 in drei Größen (etwa 4, 5, und 6 Zoll) vor - oder verabschiedet sich völlig vom seit 2010 etablierten Formfaktor. Da nur Apple die genauen Verkaufszahlen kennt, können wir hier keine weitere Prognose wagen, nur eben die: Das iPhone-Angebot wird im Herbst ein Stück übersichtlicher und wird dennoch die Nachfrage decken. Derzeit schätzen wir die Wahrscheinlichkeiten für die beiden möglichen Szenarien etwa gleich groß ein: Entweder drei iPhone 8 einerseits und andererseits das Szenario mit einem iPhone 8, zwei iPhone 7s und dem Auslaufmodell iPhone SE.

Farbe ins Spiel gebracht

Konnte man anfangs das iPhone in jeder erdenklichen Farbe erstehen, solange sie schwarz war, treibt es Apple derzeit recht bunt: Silber, Gold, Rosegold, Schwarz und Diamantschwarz lauten die Farboptionen für die 7er-Generation. Aluminium so bunt zu eloxieren, damit es auch nach etwas aussieht, ist gewiss nicht trivial, betont Apple stets. Andererseits scheint es weit leichter zu sein, als Glas zufriedenstellend zu färben - wir erinnern uns an das um neun Monate verzögerte weiße iPhone 4. Stellt Apple also wieder auf Glas um, entfallen vermutlich diverse Farboptionen, bei einer Aluminiumrückseite wäre aber noch mehr drin als heute.

So ist etwa auch der Blog Mac Otakara davon überzeugt, dass es auch mit Aluminiumrücken und einer 7s-Generation weiter geht. Hinzu kommen soll aber eine neue Farbversion: Rot. Dabei verrät der Blog aber nicht, ob es sich hier um ein Product(RED) handelt, was aber angesichts von Apples Engagement für den Global Fund naheliegend wäre. Mehr als einer Spekulation oder womöglich gar einem Wunschszenario dürfte Mac Otakaras Bericht aber kaum entspringen. Zwar hatte der Blog vor gut einem Jahr mit als erster gemeldet, dass Apple im iPhone 7 auf die 3,5-mm-Buchse verzichten werde, hat aber bei den Farboptionen kräftig daneben gegriffen. So waren die prophezeiten Farben Deep Blue und Jet White nie zur Realität geworden. Wir für unseren Teil fänden Smaragdgrün aber auch recht hübsch. Das Leben im Allgemeinen und dieser Artikel im Speziellen ist aber kein Wunschkonzert.

Drahtloses Laden: Bessere Induktion dank Glas - Ernergous als möglicher Partner

Klar, wenn zwischendrin der Akku des iPhone leer ist, dann geht nichts über ein USB-Ladegerät mit 2,1 Ampere Ladestrom und ein USB-Kabel. Oder wahlweise eine Powerbank. Eines der Wunschfeatures für das iPhone 8 wäre aber das induktive Laden. Apple hat damit bekanntlich schon Erfahrung, die Apple Watch bezieht ihre Energie drahtlos. Und wenn man das iPhone ohnehin über Nacht auflädt, macht es keinen großen Unterschied, ob das dann eine Stunde oder deren acht dauert. Praktisch wäre das auch im Auto, wo der Energieverbrauch dank Navigation per GPS in der Regel höher ist als sonst: Einfach das Telefon auf eine Matte legen, die fest mit der Energieversorgung des Fahrzeugs verbunden ist und schon kommt zumindest die während der Fahrt verbrauchte Energie wieder zurück. Im iPhone wird es dank des benötigten induktiven Empfängers wieder ein wenig enger, aber wenn dank OLED das iPhone 8 dünner werden kann, wäre wieder Platz. Wer will, kann schon jetzt mit passendem Zubehör sein iPhone drahtlos laden , elegante Lösungen sehen aber anders aus. So wie wir Apple kennen, wird sich das Unternehmen aber nicht auf gängige Standards verlassen, sondern eine eigene Entwicklung dagegen setzen. Die Physik würde dann eine Designentscheidung erleichtern: Eine Rückseite aus Metall verlangsamt das Laden per Induktion, wie schon beim iPhone 4 sollte Apple daher beim 8er eine Rückseite aus Glas verwenden. Immer wieder kursierten Spekulationen, dass nicht alle neuen iPhones von 2017 eine drahtlose Lademöglichkeit bekommen. Hier besteht aber allenfalls ein Zusammenhang mit der Entscheidung, ob man neben einem neuen iPhone 8 auch noch die 7er-Reihe mit einer S-Klasse fortsetzt oder komplett auf neues Design und neue Technik setzt.

In Sachen drahtloser Ladung kursiert der Name "Energous" seit Herbst im Netz. Energous ist ein Unternehmen, das auf Technologien zum kabellosen Aufladen spezialisiert ist. Energous hat gegenüber US-Medien gesagt, dass es Ende 2017 seine ersten Sender und Empfänger für kabelloses Aufladen ausliefern werde. Das Besondere an dieser als „WattUp“ bezeichneten Technologie von Energous mit ihren Wireless Charging Transmittern und Receivern: Sie lädt Geräte beziehungsweise deren Akkus auch über eine Entfernung von über vier Metern auf. Die Stromübertragung erfolgt via Funkfrequenzen. Man muss ein mit der Energous-Technologie ausgestattetes Gerät also nicht unbedingt auf eine Ladestation legen (wie es derzeit beim Qi-Standard oder auch bei der Apple Watch der Fall ist), sondern die Akkus werden automatisch aufgeladen, sobald die aufzuladenden Geräte in die Reichweite der WattUp -Transmitter kommen. Voraussetzung ist, dass in den Geräten der entsprechende WattUp-Empfänger von Energous verbaut ist.

Konkret bedeutet das: Wenn der WattUp-Transmitter beispielsweise im Wohnzimmer steht und man betritt das Wohnzimmer mit dem iPhone in der Tasche, dann wird dieses sofort aufgeladen (wenn der entsprechende Receiver in dem iPhone verbaut wäre).

Obwohl Energous nicht den Namen der Kunden nennt, an die es seine Ladetechnologie liefert, so macht das Unternehmen doch ziemlich deutliche Andeutungen. Energous erklärte nämlich, dass es seine Technologie „an eines der größten Consumer Electronics Unternehmen der Welt“ ausliefern werde. Steve Rizzone, CEO von Energous: "Ich kann Ihnen nicht den Namen nennen, aber ich kann Ihnen versprechen, dass Sie Produkte dieser Firma bei sich haben oder auf Ihrem Schreibtisch stehen oder bei Ihnen zu Hause”. Energous pflegt zudem bereits eine intensive Zusammenarbeit mit Apple-Partnern wie TSMC und Foxconn.

Wahrscheinlichkeit für drahtloses Laden: 90 Prozent für iPhones mit Glasrückseite, 10 Prozent für iPhones mit Metallgehäuse.

Das Gerät verliert an Bedeutung

Unser Macworld-Kollege Michael Simon stellt sich auf den Standpunk t, es sei egal, wie denn nun künftige iPhones aussehen würden. Angesichts des Project Titan und Apples möglichen Einstieg in ganz andere Märkte werde die Hardware des iPhone immer mehr in den Hintergrund treten. Stattdessen werde es ein unerlässlicher mobiler Hub für allerlei tragbarer Geräte, die wir an den Handgelenken, in den Ohren oder wo auch immer mit uns führen. Nicht zuletzt die dabei gesammelten Erfahrungen werden Apple dabei helfen, den Erfordernissen einer völlig neuen Industrie gerecht zu werden. Apple hat gewiss auch mit seinen AirPods ( siehe hier unseren Praxistest ) jede Menge vor, intelligente Hearables verweisen auf die Post-iPhone-Ära. Deren Zeit ist aber noch nicht gekommen, weshalb Apple auch beim iPhone 8 das Gerät in den Vordergrund stellt.

Wahrscheinlichkeit: 0 Prozent für 2017, danach steigend. Noch bleibt das iPhone als Gerät selbst wichtiger denn als bloßer Zugang zu Services.

Was ist mit dem iPhone SE?

Gute Frage, eine mögliche Antwort haben wir schon weiter oben skizziert. Anscheinend betreibt Apple in der Ära nach Steve Jobs nun doch Marktforschung und ist 2015 zum Ergebnis gekommen, dass es nach wie vor eine starke Nachfrage nach dem 4-Zoll-Formfaktor gibt. Weswegen in das Gehäuse des iPhone 5 Komponenten des iPhone 6S kamen und ein Einstiegsmodell mit an sich völlig unzureichenden 16 GB Speicher wegen seines niedrigen Preises vor allem für große Unternehmen, Lehranstalten und Behörden interessant sein dürfte. Da Apple auch weiterhin noch das iPhone 6S verkauft, wäre eine Erneuerung ein Jahr nach Veröffentlichung des iPhone SE nicht unbedingt zwingend. Stattdessen könnte das iPhone 8 in drei Größen kommen: 5,5 Zoll, 4,7 Zoll und 4 Zoll oder mit leichten Abweichungen davon. Aber auch ein iPhone SE Series 2, das im Frühjahr kommen könnte, ist nicht völlig auszuschließen. Wir sind zum heutigen Zeitpunkt da ein wenig gespalten. Es ist - wie auch weiter oben beschrieben - eine grundsätzliche Entscheidung Apples, die das Unternehmen auf Basis nur intern bekannter Zahlen treffen wird.

Wahrscheinlichkeiten: iPhone 8 in drei Größen - 50 Prozent, iPhone SE zusammen mit iPhone 7S, 7S Plus und iPhone 8 - 50 Prozent. Wahrscheinlichkeit für iPhone SE Series 2 sehr gering.

Kleinere Optimierungen

Neben den von Apple gewiss groß herausgestellten Innovationen wird das iPhone des Jahrgangs 2017 gewiss auch weitere, unscheinbare Optimierungen erhalten, die wir im Folgenden kurz anreißen.

Tap-to-Wake-Funktion : Das iPhone 8 soll eine "Tap-to-Wake"-Funktion bekommen. Durch einen (doppelten) Fingertipp auf den Bildschirm kann man diesen aktivieren und eingegangene Nachrichten lesen, ohne dass man den Home-Button drücken muss. Das berichtet Forbes. Diese Funktion soll dem iPhone 8 vorbehalten bleiben und nicht in die eventuell ebenfalls erscheinenden Modelle iPhone 7S und 7S Plus verbaut werden. Klingt nach einem Feature, das man haben kann, aber nicht muss. Die 7er-Generation lässt den Sperrbildschirm schon sehen, wenn man es in die Hand nimmt, bei Tap to Wake müsste man nicht mal mehr das.

Schnell-Lade-Funktion : Apple will außerdem die Ladedauer verkürzen, wie Forbes gerüchteweise meldet. Die Akkus der 2017 erscheinenden iPhone-Modelle sollen mit Hilfe eines "Tristar 3 Hydra"-Chips eine Schnellladefunktion bekommen. Dieses Feature wäre auf jeden Fall eine Verbesserung, Apple wird kaum darauf verzichten. Zumal der Akku sicher wieder mehr Ladung bekommen wird.

Vertikale Dual-Kamera : Das iPhone 7 Plus ist im Herbst 2016 mit einer Dualkamera gekommen, so wurde optischer Zoom möglich, wenn auch nur zweifach. Die Objektive sind hoizontal nebeneinander angeordnet (geht man von einer Hochkantausrichtung aus), im Jahrgang  2017 könnte die Anordnung der Linsen vertikal erfolgen. Ob und welche technischen Konsequenzen das haben könnte, sagen die Quellen nicht. Wir halten das daher auch für frei erfunden. Ob denn die beiden Bilder horizontal oder vertikal versetzt aufgenommen werden, ist dem Algorithmus, der sie anschließend glatt zieht, völlig egal sein. Allenfalls eine Designentscheidung könnte zu einer anderen Orientierung führen, wir sehen aber keinerlei Veranlassung dafür.

eSIM : Wir hatten auf die Technologie bereits im iPhone 7 gehofft, doch es ist nicht so gekommen. In Sachen eSIM ist wohl nicht die Entwicklung ausschlaggebend, sondern die Verträge mit den einzelnen Mobilfunkprovidern, die bereit sind, umzusteigen. In Deutschland vertreiben bereits die Telekom und Co. erste Geräte und die eSIMs dazu, da Apple aber weltweit die iPhones verkauft, sieht die Sache beliebig schwierig aus. Eine eSIM hätte jedoch für das gesamte Ökosystem Apple Vorteile: Es spart Platz, macht Geräte wasserdicht(er), und lässt Peripherie auch per Mobilfunk miteinander verbinden. Was eine eSIM ist, welche Vorteile und Nachteile die Technologie bietet, haben wir hier erklärt

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