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Alles wird Lautsprecher

Apples Patent lässt Lautsprecher schrumpfen

13.01.2016 | 11:29 Uhr |

iPhones werden immer dünner, was Folgen nicht nur für die Buchsen hat. Für den Lautsprecher hat Apple aber eine gute Idee.

Das iPhone 7 wird aller Voraussicht nach auf eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse verzichten . Wobei nicht ganz klar ist, ob Apple aus Qualitätsgründen der Audioausgabe darauf verzichten will oder aus Designgründen darauf verzichten muss. Eine Lightningbuchse ist nicht nur flacher, sondern gibt Audio digital aus, der Wandler wird dann im Kopfhörer stecken müssen. Vor allem deshalb erscheint der Umstieg von Klinkenbuchse auf Lightningport vernünftig, dünner könnte das iPhone 7 auch mit einer Klinkenbuchse werden, zumal Apple sich ein Patent gesichert hat, das eine Art von halbierten Stecker beschreibt .

Ein weiteres Problem, das sich mit der Miniaturisierung ergibt, hat Apple aber ebenfalls gelöst und jetzt patentieren lassen . Je dünner die iPhones werden, umso weniger Platz haben auch die Membranen der Lautsprecher und ein umso kleineres Reservoir an Luft, das sie in Schwingungen versetzen können, die im Ohr als Schallwellen ankommen. Laut Patentantrag sind die Apple-Ingenieure auf die Idee gekommen, im Inneren des iPhones alles, was schwingen kann, zu Komponenten des Lautsprechers zu machen. Dazu gehört nicht nur die Membran des Mikrophons, was der erste nahe liegende Gedanke war, sondern auch Komponenten wie elektrische Substrate auf den Platinen des Geräts. So vergrößert sich das bewegbare Volumen, der Sound wird nicht nur lauter, sondern soll dadurch auch besser werden.

Die gleiche Technik macht sich Apple auch in umgekehrter Richtung zu Nutze, die Membranen der Lautsprecher lassen sich ebenso für das Mikrophone nutzen wie die anderen zur Soundausgabe herangezogenen Komponenten. So könnte auch die Sprachqualität von Telefonaten besser werden.

Ob Apple die neuen Techniken schon im iPhone 7 einbaut, ist völlig offen. Wenn Sie aber ab Herbst in der Bahn, im Café oder auf der Straße zuerst von einem überlauten Klingelton erschreckt werden, das anschließende Telefonat aber angenehm leise abläuft, dann funktioniert die Idee der Apple-Ingenieure...

Das Aufmacherbild dieser Nachricht entstammt einer Studie von Remo Zehnder

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