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iPod Photo

03.01.2005 | 15:10 Uhr |

Der iPod Photo ist die konsequente Weiterentwicklung des iPod-Konzepts. Das Farbdisplay ist klein aber qualitativ hochwertig. Der Umgang mit digitalen Fotos macht richtig Spaß. Wer nicht nur Musik sondern auch Fotos mobil genießen will, liegt mit dem Gerät richtig..

iPod photo
Vergrößern iPod photo

Apples iPod hat eine Erfolggeschichte hingelegt, die beispiellos ist. Anfangs als „teures Gimmick für Apple-Fans“ verschrien, kam mit der Portierung auf den Windows-Markt die Wende zum Lifestyle-Massenprodukt des Jahres 2004. Inzwischen hat Apple mehrere Modelle im Programm und insgesamt über sechs Millionen iPods verkauft – ein Ende des Booms ist nicht abzusehen.

Oft gewünschte Features jedoch sind ein Farbdisplay und die Möglichkeit Fotos und Videos zu betrachten. Der neue iPod Photo soll diese Wünsche zumindest teilweise befriedigen.

Klein aber fein – das Farbdisplay

Apple hat dazu ein Farbdisplay integriert, das 220 mal 176 Pixel in 65 000 Farben darstellt. Das erscheint zunächst nicht besonders herausragend, viele PDAs bieten hier deutlich mehr, doch wenn man sich das Display in natura anschaut schwinden die Zweifel. Das Bild ist scharf und sehr hell. Dank der transflektiven Technologie lässt es sich auch bei ausgeschalteter Hintergrundbeleuchtung noch gut ablesen, sogar bei direkter Sonneneinstrahlung. Die grafische Oberfläche und ähnelt nun dem Mac-OS X-Look, alle anderen iPods lehnen sich hier noch an Mac-OS 9 an.

Fotos überträgt man per Firewire oder USB 2.0 auf die 40 respektive 60 GB fassende Platte. Hierzu hat Apple das als Musik-Zentrale fungierende Programm iTunes auf Version 4.7 erweitert. Es erkennt den iPod Photo automatisch und synchronisiert neben der Musik nun auch Fotos, die man auf dem Mac in iPhoto verwaltet. Je nach Anzahl der Bilder kann das ein ganze Weile dauern, denn iTunes rechnet die Fotos vor dem Kopiervorgang in die iPod-Auflösung um.

Dieser zeigt sie zunächst als Übersicht an, wobei 25 Bilder gleichzeitig auf dem Display erscheinen. Die Auflösung pro Bild ist hierbei allerdings so gering, dass sie allenfalls reicht, um einzelne Fotos grob zu identifizieren. Mit dem Click Wheel blättert man zügig durch sämtliche Fotos oder einzelne Alben. Ein Klick auf die Mitteltaste und das Bild erscheint in voller Auflösung auf dem iPod-Bildschirm. Die Bedienung geht allgemein sehr flott von der Hand, die Wartezeiten beim Scrollen durch Fotoarchive oder beim Öffnen von Bildern treten bleiben sehr kurz. Der Grund: intern hält der iPod Photo die Bilder in drei verschiedenen Auflösungen bereit, einmal als winzige Thumbnails für die Übersicht, dann als hohe Auflösung für das iPod-Display und schließlich in einer noch höheren Auflösung für die Ausgabe auf ein TV-Gerät. Für die TV-Ausgabe liegt dem Gerät ein spezielles Kabel bei, das sowohl die Audio-Ausgabe als auch ein FBAS-Videosignal zum Fernseher führt.

Wer will, kann sämtliche Bilder auch in der Originalauflösung auf dem iPod speichern, denn anders als bei den Musik-Dateien lassen sie die Fotos auf beliebigen anderen Macs oder PCs wieder herunterkopieren.

Videos spielt der iPod Photo nicht ab. Apple verzichtet ganz bewusst auf diese Funktion, um Problemen mit den Urheberrechten von Kinofilmen aus dem Weg zu gehen.

iPod Photo im Messlabor

Im Audio-Messlabor muss der iPod Photo zeigen, was in ihm steckt. Am Audio-Teil des iPod Photo gibt es, ähnlich wie bei seinen farblosen Kollegen, nur wenig auszusetzen. Mit 96 dB liegt der Rauschabstand am oberen Ende dessen, was mit 16 Bit Audio-Auflösung machbar ist. Schließt man das Gerät an den hochomgen Eingang einer Hifi-Anlage an, bleibt der Frequenzgang zwischen 20 Hz und 20 KHz bretteben. besser geht es hier nicht. Lediglich mit angeschlossenem Kopfhörer messen wir einen deutlichen Abfall (-7,7 dB) im Bassbereich – ein Manko, das wir auch bei anderen MP3-Playern feststellen.

Wir messen auch die Bildqualität des internen Displays sowie die Videobildausgabe. Das Display leuchtet mit maximal 87,2 cd/qm. Die Videobandbreite des externen Signal liegt mit 4 MHz an der Grenze der PAL-Fernsehnorm. Auch Farbtreue und Kontrast des Videosignals lassen keine Wünsche übrig. Die exakten Testergebnisse finden Sie auf www.macwelt.de , Webcode 29533.

Fazit

Der iPod Photo ist die konsequente Weiterentwicklung des iPod-Konzepts. Das Farbdisplay ist klein aber qualitativ hochwertig. Der Umgang mit digitalen Fotos macht richtig Spaß. Wer nicht nur Musik sondern auch Fotos mobil genießen will, liegt mit dem Gerät richtig. cm

Note: 1,7.

Vorzüge: einfache Bedienung, sehr hohe Kapazität, lange Akkulaufzeit, gute Bildqualität, sehr gute Audio-Qualität

Nachteile: kleines Display, keine Fernbedienung im Lieferumfang, hoher Preis

Alternative: Sound Soap Pro

Preis: 40 GB: € (D) 529, € (A) 549, CHF 750; 60 GB: € (D) 639, € (A) 659, CHF 900

Technische Angaben

Systemanforderungen: Power Mac mit Firewire-Port, ab Mac-OS X 10.2.8

Display: 5,08 cm, transflektiv, 220 x 176 Pixel, 65 636 Farben,

Festplatte: 1,8 Zoll, 40 oder 60 GB

Anschlüsse: Dock, Kopfhörer (Video-Ausgang über AV-Adapterkabel), Fernbedienung,

Lieferumfang: Dock, Ohrhörer, AV-Adapterkabel, Tasche, Firewire-Kabel, USB-Kabel, Netzteil

Info: Apple

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