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iRing: Musikmachen per Zauberhand

27.05.2014 | 11:40 Uhr |

Musik per Handbewegung steuern. iRing ist ein einfaches Konzept, bei dem die iPhone- oder iPad-Kamera die Bewegung der Hand erkennt. Der Rest ist Software.

An wild vor Spielkonsolen fuchtelnde Menschen haben wir uns schon gewöhnt, geht es nach Musikspezialist IK Multimedia sollen jetzt auch DJs und Musikbegeisterte iOS-Geräte im Wii-Stil steuern: Mit dem iRing hat der Spezialist für Musikzubehör rund um iPhone und iPad den ersten Motion-Controller für iPhone und iPad auf den Markt gebracht.  

Das Erfreuliche dabei: iRing nutzt so weit wie möglich die interne Hardware, so sind die Kosten für den Einstieg gering. Das System besteht aus zwei doppelseitigen "Ringen", die eigentlich nur Plastikschilder sind die man zwischen die Finger klemmt. Die Frontkamera von iPhone oder iPad kann anhand der Vorderseiten, die ähnlich wie beim Motion-Capturing mit verschieden angeordneten schwarzen Punktmustern gekennzeichnet sind, Bewegungen erkennen. Diese werden dann in MIDI-Informationen übersetzt. So können User mit Handbewegungen Apps steuern. Instrumente können gespielt werden ohne sie zu berühren. Das gab es vorher nur mit exotischen Instrumenten wie dem Theremin , das vor Urzeiten die Geige ersetzen sollte und ebenfalls durch Handgesten in der Luft Melodien erzeugen kann.

Das Konzept steht und fällt natürlich beim Zusammenspiel mit Apps: Zwei werden gleich mitgeliefert: iRing Music Maker macht dabei am meisten Spaß. Hier können Grooves und Beats mit den Händen zusammenkomponiert werden. Das Konzept funktioniert intuitiv und verblüffend gut. Bewegungen werden exakt in Änderungen der Parameter übersetzt. Bei iRingFX/Controller werden Effekte für DJs per iRing in Echtzeit gesteuert, was ebenfalls gut funktioniert. IK Multimedia will seine eigenen Apps wie Sample Tank noch iRing-fähig machen und will die Technologie auch für andere, wie Hersteller von Gaming oder Fitness-Apps zugänglich machen. Eine Liste kompatibler Apps gibt es unter www.ikmultimedia.com/iring . Einziger Haken: iRing braucht helle Umgebungen, das könnte für den Live DJ-Einsatz problematisch sein. Vielleicht sehen wir ja noch eine leuchtende LED-Version im Stil der Playstation Move Controller?

Fazit

iRing ist ein cleveres und kostengünstiges Konzept für Bewegungssteuerung an iOS-Geräten mit Bordmitteln, das auch funktioniert und Spaß macht. Wir dürfen gespannt sein, was hier noch alles kommt!

IK Multimedia iRing

Hersteller: IK Multimedia

Preis: 25 Euro

Note: 2,0 gut

Vorzüge: Günstiger Preis, Keine aufwändige Extra-Technik, Einfache Bedienung, Intuitiv

Nachteile: App nicht selbsterklärend, Zwang zur Registrierung der Apps, Braucht helle Umgebung um zu funktionieren

Voraussetzung: iPhone oder iPad mit Frontkamera

 

Wertung

2

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