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iTunes für Handys: Dreamsicle 1.0.1

16.11.2005 | 13:00 Uhr |

Musik auf dem Handy – das wird nach Expertenmeinung der nächste Hit. Das Motorola Rokr ist aber bislang das einzige kompatible Mobiltelefon. Mit dem neuen Programm Dreamsicle sollen aber auch die neuen Sony-Ericsson-Handys Anschluss an iTunes finden.

Der iPod ist deswegen so erfolgreich, weil Apple ihn eng an iTunes koppelt. Wer allerdings einen anderen Player benutzen will, schaut in die Röhre. Gerade für Besitzer der neuen Musik-Handys ist dies in zweierlei Hinsicht ärgerlich: Das iTunes-Handy von Motorola, das Rokr E1 , hat – neben der langsamen Datenübertragung vom PC zum Telefonspeicher auch eine Beschränkung auf 100 Titel. Deutlich attraktiver sind da die Walkman-Handys von Sony Ericsson – nur fehlt ihnen eine gute iTunes-Integration.

Dreamsicle 1.0.1 schickt sich nun an, diese Lücke zu schließen. Wie vom iPod Shuffle bekannt kann es den Handy-Speicher per „Autofill“ bestücken, der Benutzer kann aber auch manuell Wiedergabelisten, Alben oder einzelne Titel aussuchen und mit dem K750i oder dem baugleichen W800i (Test im kommenden Wochenendmagazin auf macwelt.de) synchronisieren. Im Programmfenster wird der Bibliothek-Inhalt sowie die angelegten Wiedergabelisten angezeigt. Ärgerlich ist, dass Dreamsicle in der getesteten Version nur beim Programmstart die iTunes-Datenbank checkt, aktuelle Änderungen am Datenbestand oder neu angelegte Listen zeigt das Fenster nicht an. Dazu muss der Anwender erst das Programm beenden und erneut starten – was einen laufenden Datentransfer natürlich abbricht.

Irritierend sind auch die Voreinstellungen des Programms, wobei die Möglichkeit der weiteren Codierung von MP3- und AAC-Dateien durchaus ein interessantes Feature ist: So kann man reichlich Speicherplatz sparen auf dem Handy, wenn man etwa MP3-Dateien in 192kBit/s-Qualität für den mobilen Gebrauch „on the fly“ auf die Hälfte herunterrechnen lässt. Dreamsicle greift hierbei auf den recht langsamen Lame-Encoder zurück, der zudem auf einem aktuellen Powerbook G4 die Prozessorlast so hoch treibt, dass der Lüfter den mobilen Mac herunterkühlen muss. Zwar kann man Musikdateien einer bestimmten Qualitätsstufe (z.B. AAC, 128 kBit/s) vom Kodieren ausschließen, doch Dreamsicle ignoriert bei einigen Dateien seine eigenen Voreinstellungen.

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