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iWork mausert sich

19.01.2006 | 16:29 Uhr |

Seit der Veröffentlichung von iWork habe Microsoft noch mehr Office-Lizenzen verkauft, meldet der Marketingleiter von Microsofts Mac BU. Das könnte sich mit dem Update ändern, denn der Nachfolger von Appleworks wird immer besser, wie der Test der neuen Version beweist.

Pages 2 und Keynote 3 sind eigenständige Programme, verwenden aber viele gemeinsame Elemente. Das macht es für Anwender einfach, von einem Programm zum anderen zu wechseln. Etliche der Neuerungen im Programmpaket betreffenden beide Anwendungen, andere sind dagegen anwendungsspezifisch.

Bilder, Masken und Grafiken

Pages und Keynote haben bei iPhoto eine Anleihe genommen und bieten nun dasselbe Fenster zur Bildkorrektur wie Apples Bildverwaltung. Der Knopf „Automatisch anpassen“ entspricht der iPhoto-Option „Verbessern“. Erweitert hat Apple auch die Maskierungsfunktion. Konnte man bisher nur eine rechteckige Maske anlegen, lässt sich nun jedes grafische Objekt vor ein Bild stellen und mit dem Befehl „Mit Form maskieren“ der Bildinhalt auf die Form der Grafik beschneiden.

Ein Bild lässt sich in Pages und Keynote mit jedem grafischen Objekt maskieren
Vergrößern Ein Bild lässt sich in Pages und Keynote mit jedem grafischen Objekt maskieren

Zu den grafischen Objekten sind Stern und Vieleck hinzugekommen, für die man über einen Schieberegler die Anzahl der Seiten beziehungsweise Zacken festlegt, sowie ein Bézier-Werkzeug. Letzteres funktioniert weitgehend so, wie man es aus einem Grafikprogramm kennt. Das Zeichnen geht flüssig, auch auf einem schon etwas betagten Power Mac G4 mit 1,25 GHz. Die Stützpunkte lassen sich einfach per Doppelklick zwischen Ecke und Übergangspunkt umwandeln und die Tangenten eines Übergangspunkts mit gedrückter Befehlstaste unabhängig voneinander bewegen. Jedes der vordefinierten grafischen Objekte lässt sich in ein bearbeitbares Bézier-Objekt umwandeln.

Jetzt auch berechnend

Die Tabellen sind in Pages und Keynote nicht mehr nur ein Gestaltungselement, sondern bieten auch Rechenfunktionen. Neben den vier Grundrechenarten und Operatoren zum Potenzieren und Prozentrechnen gibt es vorgefertigte Formeln für Summe, Produkt, Mittelwert, Minimum, Maximum und Anzahl. Weitere Funktionen wie beispielsweise „MOD“ und Vergleichsoperatoren lassen sich manuell eingeben. Damit ist man gut gerüstet, um Umsatzzahlen zu präsentieren oder Rechnungen zu schreiben. Außerdem bieten die Tabellen eine Sortierfunktion, sortiert wird jeweils nach der markierten Spalte, sowie einen Button zum Auffüllen leerer Zellen mit demselben Inhalt wie in einer daneben liegenden Zelle.

In den Tabellen kann man jetzt auch einfache Berechnungen vornehmen.
Vergrößern In den Tabellen kann man jetzt auch einfache Berechnungen vornehmen.

Die vordefinierten Formeln fügt man am schnellsten über das Informationsfenster ein, für die manuelle Eingabe nimmt man den Formeleditor. Sobald dessen Fenster geöffnet ist, werden die Zelladressen oben und links neben der Tabelle eingeblendet, sonst sind sie nicht zu sehen. Im Informationsfenster lassen sich außerdem das Zahlenformat und die Währungsbezeichnungen einstellen. Beim Export von Tabellen in den Formaten Word, PDF, HTML und Powerpoint bleiben diese inklusive der Formatierungen erhalten und lassen sich editieren, die Formeln funktionieren aber nicht mehr. Das trifft ebenfalls zu, wenn man eine Kopie im Format von iWork 5 speichert.

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