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iXpand Flash Drive 3.0: Mehr Platz fürs iPhone & Co.

13.06.2016 | 13:40 Uhr |

Wer auf seinem iPhone oder iPad notorisch unter Platzmangel leidet, sollte sich das iXpand Flash Drive 3.0 ansehen.

Verzweifelte iPhone-Besitzer mit nur 16 GB Speicherplatz haben schon öfter geflucht, wenn sie nicht einmal mehr das neueste iOS-Update auf ihr Smartphone aufspielen konnten, weil für die Installationsdatei beispielsweise 3 oder gar 5 GB erforderlich waren, ihr iPhone aber gerade noch 1 GB aufwies. //www.macwelt.de/news/Apple-bestaetigt-iOS-belegt-4-bis-6-GB-Speicher-9984556.html: Zwar hat Apple inzwischen einiges bei den Updateroutinen verbessert , sodass nicht mehr ganz so viel Speicherplatz für einen solchen Prozess verschlungen wird. Und durch die Möglichkeit, Bilder in die iCloud oder beispielsweise auf Google Fotos zu verlagern, gewinnt man auch einiges an wertvollem Speicherplatz auf seinem Gerät zurück. Dennoch sind gerade die 16 GB für die Einsteigergeräte von Apple-iPhones ganz schnell an der Grenze, auch bei höheren Kapazitäten kann dies je nach Gebrauch etwa mit vielen Videos rasch passieren.

Bei Anschluss mehr Speicher

Da helfen unter anderem externe Hardware-Lösungen wie die von Sandisk. Den Vorgänger unseres Testgeräts, das iXpand Flash Drive 2.0 mit Lightning-Anschluss und einige andere Produkte haben wir bereits im vergangenen Jahr in einem Vergleichstest von iPhone-Sticks auf Macwelt.de vorgestellt. Hier fand das Sandisk iXpand mit 64 GB wenig Anklang, unter anderem wegen der störenden Kabel-Verbindung (die sich immerhin nicht an iPhone-Hüllen störte) sowie aufgrund der schwachen  Lese- und Schreibgeschwindigkeit von durchschnittlich nur rund 14 Mb/s. Besonders dieses Kritikpunktes haben wir uns als erstes angenommen und getestet, ob das überarbeitete iXpand Flash Drive mit jetzt USB 3.0 in der uns vorliegenden Größe von 32 GB Speicherplatz nun mehr zu bieten hat. Davon hängt es am meisten ab, wie schnell sich beispielsweise größere Fotos oder Videos auf den am Mac angeschlossenen Stick schieben lassen.

Dank USB 3 deutlich schneller

So messen wir die  Lese- und Schreibgeschwindigkeit in verschiedenen Konstellationen unter Windows und auf dem Mac mit diversen Tools, darunter auch HowFast von Christian Möller. Die Ergebnisse für USB 3.0 können sich auf jeden Fall sehen lassen: Hier messen wir durchschnittlich 88 (Read) und 47 (Write) Mb/s, was zum Teil sogar über den Versprechungen des Anbieters liegt. Außerdem wollen wir wissen, wie sich das neue iXpand im Vergleich an einem USB-2.0-Port macht. Auch hier stellen wir eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorgänger mit seinen 14 Mb/s fest:  Beim Lesen gut 30 Mb/s und beim Schreiben über 22 Mb/s. Wichtiger als die genauen Zahlen ist dabei schlicht die Tatsache, dass die Werte an USB 2.0 zwar nicht berauschend sind, aber deutlich besser als vorher. Glücklich, wessen Mac USB 3.0 zur Verfügung stellt und dann deutlich schneller unterwegs ist.

Gute App, nur hochkant

Uns interessiert aber auch die Funktionalität. Positiv ist zu vermerken, dass das iXpand Flash Drive 3.0 nun ohne Kabel direkt an den Lightning-Anschluss von iPhone oder iPad findet. Um darauf Zugriff nehmen zu können, benötigt man die k ostenlose App aus dem App Store . Diese gibt einem anschließend eine Einführung in die Benutzung des iXpand. Wie auf dem Sandisk drahtlosen USB-Stick (Macwelt-Test) gibt es auch hier eine vorgegebene Ordnerstruktur mit diversen Beispielen für Musik, Fotos und Videos. Ein eigener Ordner lässt sich als Tresor ("Vault") befüllen und mit Passwort versehen oder über Touch-ID öffnen.

Auf dem iMac wiederum füllen wir die Ordner mit eigenen Fotos, Musikbeispielen und auch HD-Videos, außerdem führen wir auf dem iPad eine Sicherung unserer Fotos auf dem Gerät durch, ohne diese aber zu löschen, was optional möglich ist, um den Speicherplatz wirklich zu gewinnen. Wenn man möchte, kann man künftig jedes neu geschossene Foto automatisch auf dem angeschlossenen iXpand sichern lassen. Außerdem ziehen wir alle Fotos aus unserem Facebook-Account nach Verbindung mit dem Netzwerk ebenfalls auf das Flash Drive. Das kann sinnvoll sein, um einen Überblick zu haben, aber auch etwa, wenn man sich bei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken abmelden will, ohne die Fotos zu verlieren.

Formate-Vielfalt mit Grenzen

Die Fotos aus dem iPad oder iPhone werden nach Jahreszahl und Monatsordnern angeordnet. Das Navigieren geht relativ flott, ein leichtes Ruckeln auf dem iPad Air wie auch bei größeren Beständen später auf einem iPhone ist bemerkbar. Filme laufen flüssig ab, auch das schnelle Vorspulen zu einer späteren Stelle geht praktisch klaglos vor sich.

Die gängigen Formate zeigt und spielt die App meist ab, Probleme bei den Fotos gibt es mit RAW und größeren TIF-Dateien. Hier wird uns immerhin über das iOS-Menü angeboten, ein anderes Programm zum Öffnen zu benutzen. Videos spielen wir mit Dateiendungen wie mov, avi, mp4, wmv und andere ab. Für Dokumente stehen PDFs und Formate aus Microsoft-Office zur Verfügung, RTF geht aber nicht, ebenso wenig wie Pages. Auch hier muss man ein externes Programm auf dem iPad oder iPhone nutzen. Letztlich ist es aber eine gute Vielfalt an unterstützten Formaten.

Was auf dem iPad stört ist, dass die Ansichten der Oberfläche und der Ordner nur in Hochkantorientierung funktionieren. Querformat geht immerhin, sobald ein Film oder Fotos ablaufen. Auf dem kleineren iPhone dagegen stört die vertikale Grundausrichtung nicht, sondern wirkt in der Übersicht passend und harmonisch.

Dauerhaft praktisch nur am iPad

In Punkto Bequemlichkeit gibt es ebenfalls einen wichtigen Unterschied zwischen iPhone und iPad. Der Stick mit etwa 6 Zentimetern Länge und einer Dicke von gut 1 Zentimeter hat dazu eine Wölbung, die in den Lightning-Kontakt mündet. An der dicksten Stelle messen wir gut 1,5 Zentimeter. Vor allem steht das Laufwerk nach unten wie auch am hinteren Teil des iOS-Geräts ein ganzes Stück hervor. Das stört besonders beim iPhone, das man so beispielsweise nicht mehr bequem in die Hosentasche stecken kann. Und es sieht alles andere als schön aus. Bei unserem iPad mit zudem schwarzer Schutzhülle ist es dagegen weniger auffällig. Hier können wir uns das iXpand dauerhaft vorstellen. Mit einer Einschränkung: Unseren separaten iPad-Ständer können wir wegen des Hochkant-Formats damit nicht mehr nutzen. Hier wünscht man sich fast die frühere Kabellösung zumindest als optionale dazu.

Systemvoraussetzungen und Verfügbarkeit

Das iXpand Flash Drive mit USB 3.0  läuft auf Rechnern ab OS X 10.8, mit mindestens Windows-Vista oder Chrome OS. Hier geht es vor allem um die Bestückung des Sticks mit Fotos, Videos und anderen Dateien. Als iOS-Gerät wird mindestens ein iPhone 5 oder iPad Mini ab iOS 8.2 vorausgesetzt. Eine komplette Liste findet sich hier . Kompatibilitätsprobleme mit iOS 9.3.1 sollten bald gelöst sein. An Speicherplatz sind verfügbar die Größen 16, 32, 64 und 128 GB. Die Preise für unsere getestete Größe mit 32 GB liegen beispielsweise bei Amazon.de  bei 53 Euro , für das größte mit 128 GB zahlt man dort  118 Euro .

Fazit und Empfehlung

Vor allem für das iPad können wir das iXpand Flash Drive mit USB 3.0 und Lightning-Anschluss als Dauerlösung empfehlen, wenn der Platz dort notorisch knapp ist. Hier kann man es ohne weiteres stecken lassen und ist damit fast so schnell unterwegs, als lägen die Dateien auf dem Laufwerk des iOS-Geräts. Wie getestet, sind die Geschwindigkeiten inzwischen erheblich besser. Fürs iPhone jedoch ist es nicht nur eine Geschmackssache, sondern auch praktisch umständlich, dauerhaft eine Art "Knollen" daran hängen zu haben. Trotzdem lassen sich auch hier wichtige Videos und anderes abspeichern, was man nicht ständig benötigt, sondern nur bei Bedarf abspielen will.

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