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10 Tipps für korrekte Farben am Monitor

17.05.2013 | 13:01 Uhr |

Damit Sie bei einer Fotobearbeitung die Farben korrekt beurteilen können, muss der Monitor entsprechend eingerichtet sein. Wir geben 10 praktische Tipps dazu.

Wenn Sie Fotos am Mac bearbeiten und sich später wundern, dass die Ausdrucke eine ganz andere Farbstimmung haben, dann ist Ihr Monitor nicht korrekt eingestellt. Denn Monitore zeigen nach dem Anschluss die Farben nicht korrekt an. Erst wenn sie den Bildschirm individuell kalibrieren, können Sie die Farben am Monitor verlässlich beurteilen. Einen Test dieser Lösungen können Sie hier nachlesen , wir haben dort die Lösungen Quato Silver Haze 3, Quato Silver Haze Pro , Basiccolor Discus , X-Rite i1 Display Pro und X-Rite Color Munki gegeneinander antrete lassen. Einen weiteren Test des Datacolor Spyder 4 Elite können Sie hier lesen .

Webinar

Unter der Adresse http://spyder.datacolor.com/de/webinars/ können Sie sich zu mehreren kostenlosen Webinaren anmelden. Rebekka Strauß , die uns freundlicher Weise die 10 Tipps zur farbverbindlichen Monitordarstellung zu Verfügung gestellt hat, hält eines der Webinare am 29. Mai , das sich sowohl an Einsteiger, Amateure wie auch an Semi-Pros und Pros richtet.

10 Tipps

Abgesehen von diesen Produkten gibt Rebekka Strauß 10 praktische Tipps für die korrekte Farbdarstellung am Monitor:

1. Umgebungslicht und Monitorhelligkeit dimmen Die Helligkeit am Monitor trügt oftmals, und so kann es beim Drucken der Fotos zu bösen Überraschungen kommen. Im Gegensatz zum am Monitor beurteilten Bild ist der Ausdruck viel zu dunkel. Das liegt daran, dass der Monitor eine Lichtquelle ist. Daher sollte man die Monitorhelligkeit immer dimmen. Mit dem Tastaturbefehl Umschalt-Wahl-F1 oder -F2 kann man dies in Viertelschritten aufhellen beziehungsweise abdunkeln. Oder aber Sie nutzen Umgebungslichtsensoren wie den der Colorimeter Spyder4ELITE oder Spyder4PRO, die die Umgebungslichthelligkeit kategorisieren und die dazu passende Luminanz des Monitors vorschlagen.

2. Kein Ruhezustand aktivieren Erst im warmen Zustand des Monitors hat dieser eine farbstabile Anzeige. Daher sollte man bei Kalibrierung und Bildbearbeitung den Monitor mindestens eine halbe Stunde eingeschaltet haben und den Ruhezustand deaktivieren, damit sich der Monitor nicht immer neu aufwärmen muss. Der Screensaver kann hingegen aktiv sein.

3. Nie mit knalligen Farben vor den Monitor Auch die farbige Umgebung kann die Ansicht am Monitor beeinflussen. Daher empfiehlt es sich neben neutralen Wänden auch mit neutralfarbiger Oberbekleidung vor dem Monitor zu sitzen und zudem farbige Schreibtischunterlage zu vermeiden.

4. Die richtige Farbe beginnt schon in der Kamera Mit Farbreferenzen ist gewährleistet, dass man auch farbecht arbeitet und die Kamera genau das weitergibt. Mit einer Farbpalette, wie sie der SpyderCHECKR mit 48 Farbfeldern bietet, als Referenzbild erstellt die dazugehörenden Kalibrierungssoftware eine Bearbeitungsvoreinstellung, die in Software wie //www.adobe.com/de/products/photoshop-lightroom.html:Adobe Lightroom , Adobe Camera Raw in Photoshop oder Hasselblad Phocus verwendet werden kann.

5. Profile miteinander vergleichen Der Monitor kann mehr Farben darstellen als es ein Drucker ausgeben kann. Um die unterschiedlichen Profile der unterschiedlichen Systeme wie Drucker und Monitore miteinander zu vergleichen, geht man direkt in das Apple Colorsync-Dienstprogramm . Dabei wählt man sich unter Benutzer das von einem Kalibrierungsgerät errechnete Profil des Monitor aus, klickt auf das schwarze Dreieck auf der Darstellung und wählt "Für Vergleich merken" aus. Klickt man nun das Druckerprofil an, sieht man den Vergleich.

6. Softproof für die richtige Druckansicht Um genau zu sehen, wie ein Bild mit einem speziellen Papier ausgedruckt ausschauen wird, behilft man sich mit dem Softproof, der genau dies simuliert. Diese Funktion oder Funktionen wie "Auf dem Bildschirm überprüfen" stehen einem in Bildbearbeitungsprogrammen wie Adobe Photoshop, Adobe Lightroom oder auch Apple Aperture zur Verfügung. Auf dem kalibrierten Bildschirm wird dann der limitierte Farbraum des Druckergebnisses ganz genau dargestellt.

7. Farbräume nicht hin und her konvertieren Öffnet man ein Bild mit mehreren Programmen, kann es sein, dass diese Bearbeitungsprogramme mit unterschiedlichen Arbeitsfarbräumen arbeiten. Dabei sollte das Bild immer im eingebetteten Profil belassen werden. Durch ein ständiges Zielprofilkonvertieren würden Informationen verloren gehen – ähnlich einer JPEG Komprimierung.

8. Perzeptiv für den Druck Um den größeren Originalfarbraum des Bildes in den kleinen Farbraum des Druckers zu konvertieren, kann mittels Render-Priorität unterschiedlich vorgegangen werden. Am besten stellt man hier die Möglichkeit perzeptiv ein. Damit wird der ursprüngliche Farbbereich in den nun geringeren "intelligent" verkleinert. Bei der Option "relativ farbmetrisch" bleibt all das, was in dem größeren Farbbereich übereinstimmt, belassen, aber alles überlappende wird an die Endpunkte des kleinen Farbbereichs angepasst. Mit der Option perzeptiv bleibt jedoch das Verhältnis an sich bestehen und das Bild wirkt – im Vergleich zur Ansicht am Monitor – natürlich.

9. sRGB für die Webansicht Bilder, die man nur für das Web veröffentlicht, sollte man in sRGB konvertieren. Der weiterverbreitete Webbrowser, der Internet Explorer, berücksichtigt keine anderen Farbräume, so dass dieser immer von sRGB ausgeht und es so mit einem anderen Profil falsch interpretieren und damit falsch darstellen würde.

10. Kalibrierte Ansicht auf iPad und iPhone Möchte man seine besten Bilder auf dem iPad und iPhone mit dabei haben und von dort aus auch farbecht präsentieren, bietet die App SpyderGALLERY und das Kalibrierungsgerät Spyder 4 genau dies: mit dem Spyder, der über den Computer angeschlossen und über Netzwerk mit der App verbunden ist, wird das Gerät kalibriert. Damit werden die auf dem Gerät befindlichen Fotos innerhalb der SpyderGALLERY – aber nur in dieser – farbecht angezeigt.

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