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Wünsche an Adobe Creative Suite 5

09.03.2010 | 14:29 Uhr |

In diesem Jahr will Adobe eine neue Creative Suite herausbringen. Statt über neue Funktionen zu spekulieren, haben wir Profis aus den Bereichen Layout, Design, Foto und Druckvorstufe gefragt, was sie an der Creative Suite verbessern würden, und dabei aufschlussreiche Antworten bekommen

Orientiert man sich an den üblichen Upgrade-Zyklen, ist eine neue Creative Suite überfällig. Offiziell bestätigt ist bislang lediglich ein Fakt: Anders als die aktuelle Version CS4 wird CS5 nur auf Intel-Macs laufen. John Nack, Product Manager Photoshop, kündigte bereits im Sommer letzten Jahres an, dass Adobe die Unterstützung für die betagte Power-PC-Architektur einstellen wird.

Pläne sind das eine. Wie jedoch sieht es mit den Mängeln aus? Genauer: Welche Funktionen würden die Anwender von Photoshop, Indesign und Illustrator gern in der nächsten Programmversion sehen? Welche Tools werden dringend vermisst, welche gelten als ausbaufähig? Wir haben auf unsere Frage eine Reihe teils recht detaillierter Verbesserungsvorschläge erhalten. Zumindest ein "Missing Feature" oder ein Tool, das es zu optimieren gilt, kann so gut wie jeder Anwender nennen.

Da Photoshop, Indesign & Co. schon seit Ewigkeiten auf dem Markt sind, stellt sich sowieso die Frage: Wie verbesserungsfähig sind sie eigentlich (noch)? Betrachtet man die jeweilige Programmhistorie, das aktuelle Spektrum an Funktionen und Services, die Zielgruppen und bestimmt dann das Potenzial, kommt man zu durchwachsenen Ergebnissen. Von den drei CS-Kernapplikationen Photoshop, Indesign und Illustrator ist Photoshop vermutlich diejenige, auf die das Prädikat "ausgereift" am ehesten zutrifft. Das Gegenbeispiel ist Indesign. Zwar verfügt auch die Layoutsoftware der Suite über ein vielfältiges und ausgefeiltes Instrumentarium. Trotzdem stoßen Anwender mit den aktuellen Lösungsangeboten an Grenzen. Beispiele dafür sind die Kolumnen mit Headlines, die derzeitige Form der Fußnotenverwaltung oder auch die Art und Weise, wie Indesign den Import von XML-Strukturen regelt. Illustrator, die Standardanwendung Nummer drei, ist ein Fall für sich. Einerseits verfügt Illustrator zwar über so gut wie alles, was man für Vektor-Grafikgestaltung benötigt - inklusive Effekte, Hilfs-Tools für die Farbgestaltung und mehr. Verglichen mit Photoshop und Indesign, weist das Interface allerdings deutliche Schwächen auf. Die Verbesserungsvorschläge der befragten Anwender konzentrieren sich hier vor allem auf den programmübergreifenden Workflow und Arbeitshilfen wie Shortcuts.

Trotz der Wunschliste zeigen sich die befragten Profis mit ihren Standardanwendungen überraschend zufrieden. Auch dort, wo deutliche Kritik geäußert wurde, konstatieren die Befragten den aktuellen Versionen Qualität und Professionalität. Die Wünsche lassen sich in unterschiedliche Prioritätsstufen aufteilen. Während manche Mängel dringend Abhilfe fordern, gibt es auch "Luxuswünsche" nach dem Motto "Es wäre schön, wenn" . Was wäre "nur" schön, und was gehört dringend verbessert?

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