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Air-Play-Lautsprecher selbst gebaut

18.08.2011 | 16:40 Uhr |

Wer Musik drahtlos per Air Play ausgeben will, hat nur wenige Soundsysteme der gehobenen Preisklasse zur Wahl. Wir zeigen günstige Alternativen

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© Focal

Über Air Play können iPhone und iTunes sehr einfach die Audioausgabe drahtlos auf ein kompatibles Soundsystem umleiten. So einfach, wie die Lösung ist, so schwierig ist es, ein passendes Audiosystem zu finden. Es gibt kaum Geräte, die Air Play unterstützen und wenn sie das tun, gehören sie meist der gehobenen Preisklasse an. Ein gutes Beispiel ist das Soundsystem Zeppelin Air von Bowers & Wilkins, das zu den ersten verfügbaren Air-Play-Lösungen zählte. Es sieht toll aus und bietet einen prima Sound. Dafür kostet es aber auch rund 600 Euro.

Günstige Alternativen

Wenn das Geld nicht so locker sitzt, will so eine Anschaffung gut überlegt sein. Dass es auch deutlich günstiger geht, zeigen unsere Beispiele für Air-Play-kompatible Lösungen im Eigenbau. Die bekommt man nämlich schon für etwas über 100 Euro hin. Der Trick ist eigentlich ganz einfach.

Air Play ermöglichen

Als Erstes benötigt man einen Air-Play-fähigen Empfänger, der das Signal von iPhone oder iTunes annimmt. Hierfür bieten sich zwei Geräte an, die ebenfalls von Apple stammen. Das erste ist die WLAN-Basis Airport Express, die rund 90 Euro kostet. Sie erscheint im Air-Play-Menü und gibt die empfangenen Audiodaten über eine Buchse für Klinkenstecker aus, die sowohl analoge als auch digitale (optische) Signale liefert.

Das zweite Gerät ist das Apple TV 2 (rund 120 Euro), das ebenfalls Air Play beherrscht. Die kleine schwarze Box nimmt sogar Videostreams entgegen. Die Ausgabe erfolgt jedoch nur digital, entweder optisch per S/PDIF (nur Audio) oder über ein HDMI-Kabel, das Bild und Ton zusammen transportiert. Digitale Audiodaten müssen vor der Wiedergabe mit einem DA-Wandler in analoge Signale transformiert werden.

Musik wiedergeben

Nun fehlen noch ein Verstärker und die Lautsprecher, wobei man durch die Nutzung eines externen Air-Play-Empfängers jedes beliebige Paar Aktivboxen oder einen separaten Verstärker mit passiven Boxen nutzen kann. Das Angebot reicht von kleinen günstigen Brüllwürfeln aus dem PC-Zubehörhandel bis zur Hi-Fi-Anlage der Spitzenklasse. Hier sind der Auswahl wirklich kaum Grenzen gesetzt, höchstens durch die Belastbarkeit des Sparstrumpfs. Der wichtige Punkt ist aber, dass man eine durchaus überzeugende Lösung für 150 Euro hinbekommt. Daran ist bei fertigen Air-Play-Systemen kaum zu denken. Im Folgenden stellen wir stellvertretend einige Komponenten für selbst gebaute Air-Play-Lösungen vor.

Airport Express mit Aktivboxen

Apples Airport Express ist eine ideale Ausgangsbasis für ein günstiges Air-Play-Soundsystem. Das Gerät besitzt einen analogen Audioausgang, sodass sich gewöhnliche Aktivboxen anschließen lassen. Außerdem lässt es sich durch die kompakte Bauform unauffällig platzieren und bei Bedarf gut transportieren. So ganz nebenbei erhält man dabei auch noch eine 802.11n-fähige WLAN-Basis (für 10 Benutzer) beziehungsweise einen Repeater, mit dem sich der Empfang im heimischen WLAN verbessern lässt.

Für die Audioausgabe lässt sich jedes aktive Laufsprechersystem anschließen, sodass im Gegensatz zu fertigen Air-Play-Lösungen eine riesige Auswahl zur Verfügung steht, vom günstigen Set für die leise Musikberieselung bis zu Highend-Boxen. Wie viel und worin man investiert, bleibt jedem selbst überlassen. Auch optisch lässt sich für jeden Geschmack das Passende finden. Das 2.1-Set Creature III von JBL verbindet guten Klang mit coolem Design und liegt mit 100 Euro preislich im Mittelfeld.

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