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Funk statt Kabel - 802.11n

16.04.2009 | 10:36 Uhr |

802.11n glänzt (zumindest auf dem Papier) mit hoher Transfergeschwindigkeit. Damit man davon unter Mac-OS X etwas merkt, sollte man die Stolperstellen dieser WLAN-Technik kennen.

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Ein Funknetz auf Basis von 802.11n ist im Prinzip eine schnelle Sache: Maximal 300 MBit/s sind möglich. Zieht man die üblichen Verluste ab, sollte man damit zwischen zwei Geräten also locker 20 MB pro Sekunde (oder gar 30 MB/s) übertragen können - das ist mehr als die Schreibgeschwindigkeit mancher Notebook-Festplatte.

In der Praxis genügt es aber nicht, einen neuen Router (oder eine Airport Basisstation) in das Netz zu setzen. Speziell, wenn ältere und aktuelle Macs (seit Anfang gemeinsam in diesem Netz arbeiten, muss man erheblich mehr in die Planung und Ausrüstung investieren.

Der Standard 802.11n ...

Das Problem fängt beim Funkverfahren an. Um die hohen Übertragungsraten von nominal bis zu 300 MBit/s zu erreichen, kommen diverse und entsprechend komplexe Verfahren zum Einsatz. Dazu zählt unter anderem, dass 802.11n nicht wie seine Vorgänger 802.11a, b, und g entweder im Frequenzband um 2,4 GHz oder um 5 GHz arbeitet, sondern in beiden parallel. Darüber hinaus verwendet es nach Möglichkeit keine festen Kanäle, sondern belegt im Idealfall ein - zu allem Überfluss noch breiteres - Frequenzband als bisherige WLAN-Techniken.

Das schon länger genutzte Frequenzband bei 2,4 GHz ist aber - vor allem in Städten - überbelegt; unter anderem mit WLAN und Dect-Telefone (= schnurlose Telefone). Eine Hochgeschwindigkeitsverfahren wie 802.11n aber ist anfällig für Störungen. Das kann von unterdurchschnittlichem Datendurchsatz bis hin zu nahezu unmöglichem Verbindungsaufbau reichen.

Ein Ausweg bietet sich hier durch das Ausweichen auf das 5-GHz-Band an. Es ist bislang nur durch das wenig verbreitete Funknetz nach dem Standard 802.11a belegt, der speziell in Deutschland aber kaum genutzt wird.. Zusätzlich bietet es deutlich mehr verfügbare Frequenzen als der Bereich um 2,4 GHz.

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