1812172

10 Antivirus-Lösungen für Mac im Vergleich

14.05.2016 | 10:00 Uhr |

Viren sind auf dem Mac keine Bedrohung, viele Anwender suchen aber trotzdem eine gute Antivirensoftware. Wir vergleichen zehn aktuelle Virenscanner für den privaten Gebrauch

Im Unterschied zur von Viren geplagten Windows-Plattform sind Schadprogramme, auch Malware genannt, auf dem Mac auch 2016 noch immer eher selten. So muss Apples ins System integrierter Download-Schutz Xprotect bei Redaktionsschluss gerade einmal knapp 50 Schädlinge blockieren - vor allem Adware. Dagegen registriert das Testinstitut AV-Test ganze 390 000 neue PC-Viren pro Tag! Virenscanner haben auf dem Mac daher weit weniger Daseinsberechtigung als auf der Windows-Plattform, einige Hersteller von Mac-Antiviren-Software übertreiben unserer Meinung nach die Gefährdung. Doch völlig frei von Bedrohung sind Macs nicht. Vor allem in den USA scheinen sich recht aggressive Adware-Attacken zu häufen. Mit dem iWorm-Botnet gab es sogar die ersten von Hackern kontrollierten Mac-Netze. In vielen Unternehmen ist daher auch ein Schutzprogramm für Macs vorgeschrieben, nicht zuletzt um auch auf einem Mac schlummernde Windows-Malware zu entfernen.

Trotz geringer Gefährdung ist das Angebot an Mac-Virenscannern groß. Fast alle bekannteren PC-Scanner sind für OS X verfügbar, mit Intego und Clamxav gibt es außerdem zwei reine Mac-Programme. In unserem Test treten die drei kostenlos nutzbaren Tools Avast , Sophos und Avira gegen die sieben kostenpflichtigen Virenscanner ClamXav , Kaspersky , Eset , Bitdefender , Intego , Norton und Panda an. Die Meßdaten für die Erkennung von Mac-Viren stammen vom Institut AV-Test , das die Messungen Dezember 2015 durchführte. Zwei Virenscanner, die bei AV-Test besonder schlecht abschnitten, F-Secure und Webroot, werden von uns nicht berücksichtigt.

Freunde vor Windows-Viren schützen

Virenscanner sollten nicht nur vor Mac-Viren schützen, sondern auch Windows-Schädlinge erkennen. In einem gemischten Netz könnten schließlich Macs zur Verbreitung von Windows-Viren beitragen. Vor der Weitergabe von Daten an Kunden oder Freunden mit Windows-Rechnern ist die Prüfung auf Malware ebenfalls sinnvoll.

Der kostenlose Scanner von Avira bietet eine gute Erkennung von Mac- und Windows-Viren.
Vergrößern Der kostenlose Scanner von Avira bietet eine gute Erkennung von Mac- und Windows-Viren.

Als Stichprobe testen wir die Erkennung von Windows-Viren mit einem nicht repräsentativen Paket von 550 Windows-Viren der letzten Jahre. Avast, Avira, Eset, Bitdefender und Kasperksy zeigen bei diesem Test eine sehr gute Leistung, ClamXav, Intego und Sophos liefern das schlechteste Ergebnis. Der unter Windows recht renommierte Scanner von Norton zeigt hier ebenfalls nur eine mittelmäßige Leistung. Wie bei früheren Tests erweist sich, dass manche Mac-Version eines Virenscanners bei der Suche nach PC-Viren weniger gründlich als die PC-Version vorgeht und nur die populärsten Windows-Viren erkennt.

Ein Problem bei der Suche nach Windows-Viren ist, dass sich einige Hersteller manchmal nicht einig sind, ob eine Adware oder Security-Programmbibliothek als Schadsoftware oder ungefährlich einzustufen ist. Beim Austausch von Daten kann es deshalb passieren, dass der eigene Virenscanner Daten für unbedenklich hält, das Prüfprogramm des Empfängers dagegen Alarm schlägt. Weit verbreitete Scanner wie Kaspersky und Bitdefender haben hier Vorteile gegenüber „Exoten“ wie Intego und Sophos.

Hintergrundscan

ClamXav

0%

Panda

2%

Symantec

2%

Bitdefender

3%

Eset

11%

Avast

11%

Kaspersky

11,5%

Sophos

22,5%

Avira

22,5%

Intego

64,5%

Anmerkungen: Verlangsamung der Kopierzeit bei aktivem Hintergrund

Funktionsumfang der Antivirus-Lösungen für Mac

Große Unterschiede gibt es beim Funktionsumfang. So enthalten Kaspersky und Norton zusätzliche Sicherheitsfunktionen wie eine Firewall, Avast schützt Browser und E-Mail-Programme  durch einen speziellen Netzwerk-Schutz. Etwas aufdringlich: Avast installiert automatisch eine Demoversion eines kostenpflichtigen VPN-Dienstes.

Grundsätzlich erscheint uns der Sinn einer zusätzlichen Firewall als fraglich, Apples integrierte Firewall reicht für die meisten Anwender aus. Unnötig ist ein ungewöhnlicher Zusatz von Intego: Per USB angeschlossene iPhones und iPads kann man auf Malware scannen. Allerdings hat das Tool dabei nur Zugriff auf die vom System freigegebenen Ordner, wo Viren kaum auftreten, geschweige denn Schaden anrichten.

Bei der Installation von Avast installiert sich auch eine Browser-Erweiterung und eine VPN-Software. Die VPN-Software ist allerdings nur eine Demo-Version.
Vergrößern Bei der Installation von Avast installiert sich auch eine Browser-Erweiterung und eine VPN-Software. Die VPN-Software ist allerdings nur eine Demo-Version.

iOS-Geräte benötigen keinen Virenscanner, allenfalls iPhones und iPad mit Jailbreak sind gefährdet. Für diese Geräte existieren bereits Schadprogramme wie Unflod .

Antivirus fürs iPhone und iPad – macht es Sinn?

Leider bieten nicht alle Antivirenscanner zeitgesteuerte Überprüfungen an, das tägliche Scannen der E-Mail- und Download-Ordner ist deutlich besser als ein Virenscanner, der ständig im Hintergrund arbeitet. Sowohl bei Bitdefender als Avast muss man auf diese Funktion verzichten. Das kostenlose Avira bietet zeitgesteuerte Scans, der Wächter lässt sich aber nur bis zum nächsten Systemstart abschalten. Einige der Hersteller bieten zusätzlich Module für Datenschutz oder Kinderschutz an, diese Zusatzfunktionen haben wir allerdings in unserem Test außen vor gelassen. Von Kaspersky gibt es seit kurzem eine funktionsreduzierte App-Version, die nur den Download-Ordner überwacht.

Problem Adware

Gegen Adware wie Browser-Erweiterungen sind Spezialtools wie Anti-Malware oft erfolgreicher.
Vergrößern Gegen Adware wie Browser-Erweiterungen sind Spezialtools wie Anti-Malware oft erfolgreicher.

Vor Adware schützen Antivirenprogramm oft nur begrenzt, da Werbeprogramme von Downloadseiten wie Chip und Macupdate von vielen Virenscannern nicht als Malware eingestuft werden.  Grund dafür ist, dass Adware wie Browser-Erweiterungen oder Demo-Versionen von Mackeeper schließlich vom Nutzer selbst installiert werden. Antivirenhersteller müssen aber darauf achten, Demoversionen und Adware nicht fälschlicherweise als Malware einzustuffen. Hier ist oft ein spezielles Anti-Adware-Programm wie Malwarebytes Anti-Malware erfolgreicher.

Schutz beim Surfen

Fast jeder der Sofwarehersteller bietet Browser-Erweiterungen für mehr Surf-Sicherheit, Ausnahmen sind ClamXav und Sophos. Bitdefender bietet beispielsweise die Lösung „Traffic Light“, Norton eine spezielle „Norton Toolbar“  Kaspersky zusätzlich eine virtuelle Tastatur für sichere Anmeldungen.

Vor nach Informationen spähenden Phishing-Seiten schützten diese Erweiterungen nur begrenzt. Fast alle Antivirensoftware-Hersteller nutzen Webdatenbanken mit bekannten Spam- und Malware-Seiten, die beim Aufruf sofort geblockt werden. Als Stichprobe geben wir einige per Phishing-Emails erhaltene Adressen über die Webseite Virustotal ein, die auf gleich 63 dieser Online-Datenbanken zugreift: Nur vereinzelt schlägt eines der Angebote Alarm. Vorsichtsmaßregeln sollte man weiterhin beachten: Gibt ein von einer E-Mail getäuschter Nutzer freiwillig Bank- oder Kreditkartendaten weiter oder öffnet jeden E-Mai-Anhang, ist jedes Schutzprogramm machtlos.

Schutzwirkung

Avast

100,0%

Avira

100,0%

Bitdefender

100,0%

Clamxav

88,1%

Eset

100%

Intego

92,9%

Kaspersky

100,0%

Panda

95,2%

Sophos

100,0%

Symantec

100%

Anmerkungen: Erkennungsrate von bekannten Macviren

Antivirensoftware für Mac als Systembremse

Antiviren-Scanner sind als Systembremse unbeliebt, denn bei jedem Dateizugriff wird der Hintergrundwächter aktiv und verlangsamt Kopier-Aktion, Backups und Programmstarts. Vor allem beim Kopieren großer Dateimengen ist  die zusätzliche Systemlast spürbar, ebenso bei einem Time-Machine-Backup. Heute gehen Virenscanner aber sparsam mit Systemressourcen um und gerade bei Macs mit SSD ist die Verzögerung kaum noch zu spüren. Die SSD eines Macbook Pro von 2011 mit 256 GB Speicherplatz prüfen die meisten Scanner in weniger als zwei Stunden, in älteren Tests konnte ein Komplettscan schon mal einen Arbeitstag dauern.

Besonders wenig Ressourcen verbrauchen laut Messungen von AV-Test die Scanner von Panda, Symantec und Bitdefender, spürbar arbeiten die Tools von Avira und Intego. Kopiert man einen Ordner mit 26,6 GB an Daten, verlängert sich die Kopierzeit beim Intego-Scanner von 62 auf 102 Sekunden, bei Symantec und Bitdefender nur um Null beziehungsweise ein Prozent. Die zusätzliche Systemlast kann leider auch die Akkulaufzeit eines Macbook beeinträchtigen. Auffällig: Da Avast alle Netzzugriffe überwacht, verlangsamen sich bei diesem Programm auch Downloads spürbar, was aber zum Sicherheitskonzept gehört. Bei den anderen Scannern ist die Verlangsamung eines Downloads weniger stark spürbar.

ClamXAV ist einer der beliebtesten Mac-Virenscanner. Die einzige Open Source-Antivirenlösung auf Basis von ClamAV schneidet bei der Erkennung von Mac-Malware schlecht ab.
Vergrößern ClamXAV ist einer der beliebtesten Mac-Virenscanner. Die einzige Open Source-Antivirenlösung auf Basis von ClamAV schneidet bei der Erkennung von Mac-Malware schlecht ab.

Noch mehr zum Ärgernis wird der Scanner, wenn das Tool eine Fehlfunktion aufweist. So kann es Verzögerungen bei Time Machine-Backups geben oder die Systemlast plötzlich extrem ansteigen. Probleme treten bei vielen Virenscannern auf und sind ein Grund, warum viele Mac-Anwender die Scanner ablehnen. Nicht zu Unrecht behaupten viele Mac-Profis, Virenscanner verursachten mehr Ärger, als sie beseitigen. Auch gegen Adware helfen sie oft nur sehr begrenzt.

Da die Wächterfunktion des Scanners sehr tief ins System eingreift und die Ursache der meisten Probleme ist, lautet unsere Empfehlung für alle, die einen Virenschutz auf dem Rechner haben wollen: Deaktivieren Sie den Wächter und scannen Sie zeitgesteuert ausgewählte Ordner –  unser Testsieger Kaspersky Internet Security bietet diese Option. Für manuelle Scans eignet sich auch die kostenlose Lösung von Avast.

Aktuelle Antiviren Software im Macwelt Preisvergleich

Aktuelle Antiviren Software für den Mac
© Fotolia

• Kaspersky Internet Security zu aktuellen Bestpreisen

• Bitdefender Antivirus zu aktuellen Bestpreisen

• Norton Internet Security zu aktuellen Bestpreisen

• Intego Internet Security zu aktuellen Bestpreisen

• Mcafee Internet Security for Mac zu aktuellen Bestpreisen

• Avira Internet Security zu aktuellen Bestpreisen

Kaspersky Anti Virus Pro

Der Mac App Store ist zwar eine Quelle für vielerlei Software und aufgrund Apples strenger Richtlinien und akribischer Prüfungen so gut wie sicher frei von Malware. Auch einige Virenscanner werden darin angeboten, doch sind diese insbesondere aufgrund der von Apple erhobenen Sicherheitsrichtlinien funktional meist eingeschränkt. Kaspersky hat jedoch mit Anti Virus Pro eine Lösung speziell für den Mac App Store entwickelt, die sowohl die Sicherheitsrichtlinien erfüllt als auch funktional kaum Wünsche unerfüllt lässt. Lesen Sie hier den Test von Kaspersky Anti Virus Pro .

Antivrensoftware: Ausstattung und Bewertung

Produkt

Kaspersky Internet Security  

Avast

Avira

Preis: (Jahreslizenz, 1 Gerät)

€ 40, CHF 44

kostenlos

kostenlos

Vorzüge

Gute Erkennungsleistung, guter Funktionsumfang

Gute Erkennungsleistung, gute Absicherung von E-Mail und Webbrowser

Einfache Bedienung, gute Erkennungs­leistung

Nachteile

Komplexe Oberfläche

Keine zeitgesteuerten Scans,  Demoversion eines VPN-Tools wird mit installiert, Downloads verlangsamt

Wenig Optionen und Konfigurationsmöglichkeiten

System- anforderungen

ab OS X 10.8

ab OS X 10.6

ab OS X 10.9

Funktionen

Scanner/Wächter

ja/ja

ja/ja

ja/ja

Browser-Schutz

ja

ja

ja

E-Mail-Schutz

ja

ja

nein

Firewall

ja

nein

nein

zeitgesteuerte Scans

ja

nein

ja

Gesamtnote

1,6 - gut

1,7 - gut

1,8 - gut

Produkt

Bitdefender Antivirus

Norton Internet Security

Intego Internet Security

Eset Cyber Security Pro

Preis: (Jahreslizenz, 1 Gerät)

€ 40, CHF 43

€ 45, CHF 49

ab € 40, CHF 44

ab € 30, CHF 33

Vorzüge

Einfache Bedienung, gute Erkennungs­leistung

Guter Funktionsumfang, Kindersicherung

Übersichtliche Oberfläche, einfache Konfiguration

Guter Funktionsumfang, verschiedene Versionen verfügbar

Nachteile

Keine zeitgesteuerten Scans

Mittelmäßge Erkennung von Windows-Viren

Mittelmäßige Leistung, kann Rechner ausbremsen

Keine zeitgesteuerten Scans

System- anforderungen

ab OS X 10.8

ab OS X 10.8

ab OS X 10.7

ab OS X 10.6

Funktionen

Scanner/Wächter

ja/ja

ja/ja

ja/ja

ja/ja

Browser-Schutz

ja

ja

ja

ja

E-Mail-Schutz

nein

ja

ja

ja

Firewall

nein

ja

ja

ja (Pro-Version)

zeitgesteuerte Scans

nein

ja

ja

nein

Gesamtnote

1,8 -  gut

1,8 -gut

   2,5 - gut

1,8 - gut

Produkt

Sophos Antivirus for Mac Home Edition

Panda Antivirus

Clamxav

Preis: (Jahreslizenz, 1 Gerät)

kostenlos

€ 55, CHF 60

€ 34, CHF 37 (kein Abo)

Vorzüge

Kostenlos für Heimanwender, gute Erkennungsleistung bei Mac-Malware

Übersichtliche Oberfläche, einfache Konfiguration

Geringe Systemlast, keine Abo-Gebühr

Nachteile

Mittelmäßige Scan-Leistung bei PC-Viren

Mittelmäßige Leistung, kann Rechner ausbremsen

Mäßige Virenerkennung, vor allem bei Mac-Viren

System- anforderungen

ab OS X 10.8 (Vorversion weiter erhältlich)

ab OS X 10.7

ab OS X 10.6

Funktionen

Scanner/Wächter

ja/ja

ja/ja

ja/ja

Browser-Schutz

ja

nein

nein

E-Mail-Schutz

nein

nein

nein

Firewall

nein

nein

nein

zeitgesteuerte Scans

ja

nein

ja/ja

Gesamtnote

2,0 - gut

2,5 - gut

3,1 - befriedigend

Kaufempfehlung: Antivirenprogramme

Wer zu Hause an einem Mac arbeitet braucht keinen Virenscanner, ein Hintergrundscanner verursacht hier mehr Ärger als Nutzen. Um verdächtige Dateien und gelegentlich das System zu überprüfen, genügt ein kostenloser Scanner wie Avira oder Avast. Wichtiger sind Vorsicht beim Umgang mit Internet-Angeboten und Downloads. Jedes Sicherheitssystem ist machtlos, wenn Anwender Kreditkartendaten weitergeben oder ohne Nachdenken Dateianhänge öffnen

Privat Avira kombiniert hervorragende Erkennungsleistung mit einfacher Bedienung. Für Heimanwender reicht der Funktionsumfang völlig. Für den manuellen Scan von Daten gibt es auch eine funktionsreduzierte kostenlose Version von Bitdefender im App Store.

Profi-Einsatz Benötigt man aus beruflichen Gründen einen hochwertigen Virenscanner, sind Kaspersky und Bitdefender zu empfehlen. Kaspersky bietet in unserem Test die beste Kombination aus Erkennungsleistung und Funktionsumfang.                                                                                      Stephan Wiesend

Virenerkennung

Für unseren Test der Erkennung von Mac-Viren nutzen wir die Ergebnisse des Prüfinstituts AV-Test
In einem aktuellen Test des Instituts müssen die zehn Virenscanner ein Test-Sample von 160 neuen Mac-Viren erkennen. Im Vergleich zu hunderten Millionen an PC-Viren ist dies eine niedrige Anforderung. Aber nur fünf der Virenscanner erreichen eine Erkennungsleistung von hundert Prozent. Die nicht so erfolgreichen Scanner von McAfee, Intego, Sophos und Webroot zeigen trotzdem noch eine akzeptable Leistung. Besonders schlecht schneidet die Open-Source-Lösung Clamxav ab, die nicht einmal die Hälfte der Mac-Viren erkennt.

Schutz durch OS X

Selbst Apple musste das Vorhandensein von Mac-Malware anerkennen und schützt das System seit OS X 10.6 mit folgenden Tools

Xprotect  Das System prüft jeden Download per Browser und Mail und blockt beispielsweise Schädlinge wie Genieo . Allerdings gelangen Schädlinge oft über Flash, PDFs und Java auf den Mac und Apple aktualisiert Xprotect nur unregelmäßig. Das simple System ist außerdem bereits von l eicht abgewandelten Viren überfordert . Eine nachträgliche Durchsuchung des Systems ist damit ebenfalls nicht möglich.

Gatekeeper Diese Funktion prüft vor jeder Installation eines Programms, ob es eine Signatur besitzt. Ist ein Tool nicht aus dem App Store, bemängelt Gatekeeper dies ebenso wie ein fehlendes Zertifikat eines Entwicklers. Beschränkt man sich auf die Installation von Programmen aus dem App Store und bei Apple registrierte Entwickler, sorgt Gatekeeper für ein hohes Maß an Sicherheit. Allerdings sind längst nicht alle Anwendungen per App Store verfügbar, neben vielen Adobe- und Microsoft-Apps betrifft dies einen Großteil der Open-Source-Software und alle von uns getesteten Programme - sie greifen nämlich zu tief ins System ein, um über den App Store vertrieben zu werden. Nicht verhindern konnte Apples Sicherheitssystem außerdem die Verbreitung des Schädlings Flashback , der eine Sicherheitslücke der Java-Umgebung ausnutzte. Fehler des Plug-ins Flash sind ebenfalls öfter Einfallstore für Hacker.

Tipp Flash sollte man möglichst deaktivieren, Java besser deinstallieren.

Macwelt Plus jetzt 30 Tage lang kostenlos testen!

Viele weitere Tipps und Tricks rund um Apple, macOS, Macbooks, iPhones und iPads lesen Sie in unserem Digitalangebot Macwelt Plus . Sie erhalten Zugriff auf alle Ausgaben der Maclife powered by Macwelt, Themen-Specials sowie das Archiv der Macwelt, iPhone- und  iPadWelt.
Jetzt 30 Tage kostenlos testen!

0 Kommentare zu diesem Artikel
1812172