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Von Volker Riebartsch - 06.11.2012, 11:22

Alternative Apps

Neue iOS-6-Funktionen für das Ur-iPad nachrüsten

©Apple

Das Ur-iPad kommt nicht in den Genuss der neuen Features von iOS 6. Wir zeigen, mit welchen Apps Sie zahlreiche iOS-6-Funktionen auch auf dem iPad der ersten Generation nachrüsten
Als Apple im Sommer das neue iOS 6 ankündigte, rieben sich Besitzer eines iPad der ersten Generation verwundert die Augen. Zwar lässt sich das aktuelle Betriebssystem auf dem iPhone 3GS installieren, nicht jedoch auf dem mit einem fortschrittlicheren Prozessor ausgerüsteten Ur-iPad. Für Benutzer des ersten iPad-Modells ist mit iOS 5.1.1 Schluss. Offensichtlich hat Apple hier aus Marketinggründen eine Trennlinie aufgebaut, im Angebot des Apple Store sind auch nur noch das iPad 2 und das neue iPad (3. Generation) erhältlich. Viele der neuen Funktionen lassen sich jedoch über Apps nachrüsten.
Beim Nachrüsten von Funktionen bieten sich grundsätzlich zwei Wege an: Zum einen lassen sich – ein Jailbreak vorausgesetzt – nach der Modifikation von Einstellungsdateien zahlreiche Funktionen freischalten. Dieser Weg ist Benutzern oft zu unsicher und wenig komfortabel. Wesentlich einfacher und ohne Probleme lassen sich viele Features über geeignete Apps aus dem App Store erhalten.

iOS-6-Funktionen am Ur-iPad

Wer über ein Ur-iPad mit SIM-Karte verfügt, kann etwa eine kostenlose Navi-App nutzen, Navi-Funktionalität bietet die neue Apple-App Karten sonst nur unter iOS 6. Spracherkennung lässt sich ebenfalls nachrüsten, Siri wird unter iOS 6 nur vom neuen iPad unterstützt. Zwar bietet auch das Ur-iPad Fotostream, das Teilen oder gemeinsame Nutzen von Foto­streams ist aber iOS 6 vorbehalten – auch hier gibt es Abhilfe. Neben den genannten Lösungen stellen wir in diesem Artikel viele weitere Apps vor, die das Ur-iPad deutlich aufpeppen. Die von uns präsentierten und empfohlenen Apps sind fast alle kostenlos im App Store verfügbar oder für wenige Euro zu haben.

Navi und Karten mit Free Navigator

Nur wer über ein iPad mit SIM-Karte verfügt, kann das Gerät auch als Navi nutzen, das gilt für alle Modelle, da nur die genannte Ausstattung auch den GPS-Empfänger beinhaltet. Für Nutzer eines Ur-iPad der ersten Generation empfehlen wir die kostenlose Navi-Lösung Pearl Free Navigator mit Kartenmaterial von Deutschland. Damit ist Offline-Navigation möglich, also ohne Datenverbindung. Die Lösung integriert Google Places und bietet zudem alle von kommerziellen Lösungen bekannten Optionen bei der Auswahl der Zieladresse, solche aus Kontakte werden auch unterstützt. Free Navigator bietet sogar die Routenplanung mit Zwischenstopps. Wie von kommerziellen Apps bekannt lassen sich Routen über Profile definieren, die Navi-App bringt den Fahrer wieder in die Spur, falls der einmal eine Abfahrt verpasst. Free Navigator unterstützt Multitasking und die iPod-Funktion. Zusätzliche Länderkarten kann man zukaufen. Einzig nervig sind ab und zu die Werbeeinblendungen, die sich kostenpflichtig entfernen lassen.
Preis Kostenlos
Note 1,2
Vorteile Klasse Navi-App für das iPad
Nachteile Nervige Werbung
Pearl GmbH Zum App Store

Spracherkennung mit Dragon Dictation

Nur das neue iPad (3. Generation)nutzt den intelligenten Sprachassis­tenten Siri. Beim Ur-iPad und beim iPad 2 lassen sich Diktierfunktion und mehr aber nachrüsten. Damit wird zumindest ein Teil der Funktionalität von Siri beim neuen iPad unter iOS 6 abgedeckt. Dragon Dictation ist die kostenlose Diktierlösung der Wahl für das iPad. Die App basiert auf Dragon Naturally Speaking (Spracherkennung für PCs). Zudem werden der iPod Touch (ab der dritten Generation) und alle iPhone-Modelle ab dem 3GS unterstützt. Das Diktat erfolgt in Dragon Dictation. Wie auch bei Apples Lösung erreichen Sie eine bessere Spracherkennung bei Verwendung eines Headsets. Nachdem der rote Aufnahmeknopf betätigt ist, startet die Aufnahme, ein weiteres Antippen des Displays beendet sie. Der Text lässt sich nach der Aufnahme per Tas­tatur bearbeiten und wird automatisch gespeichert. Ist die Sprachnachricht erfasst, lässt sich der Text nicht nur an Mail oder Nachrichten übergeben, sondern auch als Status-Update bei Facebook oder Tweet versenden.
Preis Kostenlos
Note 1,0
Vorteile Ausgezeichnete Diktierfunktion
Nachteile Keine
Nuance Zum App-Test

Fotos teilen mit Dropbox

Alle iPad-Modelle unterstützen mit Fotostream das Speichern von Fotos – aufgenommen mit dem iPad 2 beziehungsweise aufs Ur-iPad importiert – in Apples iCloud. Der Benutzer kann die Fotos auf allen iOS-Geräten ansehen, die mit derselben Apple-ID angemeldet sind. Unter iOS 6 lassen sich Bilder aus Fotostream aber auch mit anderen Benutzern teilen – nur nicht beim Ur-iPad. Hier empfehlen wir den Cloud-Dienst Dropbox der gleichnamigen Firma. Über die kostenlose App Dropbox lassen sich nicht nur Dokumente, sondern auch Fotos auf das Cloud-Volume laden. Benutzer bekommen drei Gigabyte Speicherplatz, das Volumen lässt sich etwa durch das Einladen von Freunden aufstocken. Beim iPad können Sie Fotos auswählen und auf Ihr Dropbox-Volume laden. Per Mail samt Link benachrichtigen Sie Freunde über die Fotos, die Sie teilen möchten. Die Fotos lassen sich auch von Benutzern am Rechner per Browser betrachten, Dropbox bietet eine tolle Galeriefunktion für die Darstellung Ihrer Fotos.
Preis Kostenlos
Note 1,0
Vorteile Kostenloses Cloud-Volume für Fotos
Nachteile Keine
Dropbox Zum App-Test

Offline lesen mit Instapaper

Surfen ist auch beim iPad eine der meistgenutzten Funktionen. Mit iOS 5 hat Apple in Safari die Funktion „Leseliste“ eingeführt. Beim Surfen gefundene, interessante Webseiten lassen sich für das spätere Lesen speichern. Das kann natürlich auch das Ur-iPad. Mit iOS 6 speichert Safari nicht nur die URL, sondern auch den Inhalt der Webseite für das spätere Lesen. Wer die Funktion auch beim alten iPad haben möchte, nutzt die App Instapaper des gleichnamigen Webdienstes. Viele Newsreader und zahlreiche Apps bieten eine direkte Schnittstelle zu Instapaper, auch in Safari am iPad lässt sich eine Webseite für das spätere Lesen einfach markieren. Die URL wird auf Ihren kos­ tenlosen Account bei Instapaper übertragen. Öffnen Sie dann die App Instapaper am iPad, werden alle markierten URLs aufgerufen, samt zugehörigem Text, und lokal auf dem iPad gespeichert. Die Fundstellen lassen sich später unterwegs auch dann lesen, wenn keine Verbindung ins Internet besteht. Instapaper funktioniert noch besser als Apples Leseliste.
Preis 3,59 Euro
Vorteile Sehr guter Offline-Reader
Nachteile Keine
Note 1,0
Instapaper Zum App-Test

Telefon und VoIP mit Skype

Apples Videotelefonielösung Facetime steht nur iOS-Geräten zur Verfügung, die über eine Frontkamera verfügen – also nicht dem Ur-iPad. Skype ist ein enorm verbreiteter Internet-Telefonie-Dienst, der die Sprach- und Videoübertragung erlaubt. „Skypen“ mit anderen Skype-Nutzern ist kostenlos, ebenso wie die App Skype für das iPad. Sie funktioniert klasse auch beim alten iPad und weist hier sogar eine nette Besonderheit auf. Wird man von einem Skype-Nutzer angerufen, der Videotelefonie nutzt, wird dessen Videobild auf dem iPad angezeigt – umgekehrt logischerweise nicht. Skype bietet zudem nicht nur Internet-Telefonie über WLAN-Verbindungen, sondern auch über UMTS. Facetime über UMTS ist unter iOS 6 übrigens dem neuen iPad (3. Generation) vorbehalten. Skype ist klasse und lohnt sich besonders bei Gesprächspartnern in Übersee. Gegen Gebühr können Skype-Nutzer auch Festnetz- und Handyanschlüsse anrufen, bekommen Anrufbeantworter und mehr. Skype sollte auf dem iPad nicht fehlen.
Preis Kostenlos
Note 1,0
Vorteile Kostenlose Skype-Telefonate
Nachteile Keine
Skype Zum App-Test

Uhr und Wecker mit Uhr (free)

Erst mit der sechsten Version des iOS bekommen auch die Nutzer eines iPad die App Uhr, die das iPhone von Anfang an im Lieferumfang hatte. Während das iPad 2 und das neue iPad die App von Apple nutzen, greifen Besitzer des alten iPad zu einer der vielen Uhr-Apps aus dem App Store. Wir empfehlen Uhr (free), die App bietet alle Funktionen, mit denen Apples Lösung aufwarten kann. Dazu gehören eine Weltuhr, der Wecker, ein Timer und die Stoppuhr. Die Darstellung der Uhrzeit erfolgt im Anzeigemodus analog oder digital. Die kostenlose Version erlaubt es lediglich, einen Eintrag bei der Weltzeituhr, eine Weckzeit oder einen Timer einzurichten. Wem das nicht ausreicht, der kauft stattdessen die Vollversion Uhr App für 1,59 Euro und kann dann beliebig viele Weckzeiten, Timer und Einträge für die Weltuhr vornehmen. Auf jeden Fall sollten Sie die Lösung zunächst in der kostenlosen Variante ausprobieren. Im App Store finden Sie haufenweise ähnliche Lösungen, für jeden Geschmack sollte es die richtige Uhr geben.
Preis Kostenlos
Note 1,0
Vorteile Uhr- und Weckfunktion prima umgesetzt
Nachteile Keine
Mecking Net Zum App Store
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