Von Walter Mehl - 12.06.2012, 13:00

WWDC 2012

Fit für Mountain Lion

©Apple

Im Juli 2012 kommt OS X 10.8 auf den Markt. Das neue Betriebssystem stellt hohe Anforderungen an die Hardware. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Mac auf Mountain Lion vorbereiten.
Es gibt mehrere technische Stufen in der Entwicklung eines aktuellen Betriebssystems: Eine davon ist der Wechsel auf 64-Bit-Software, der die heute üblichen 64-Bit-Prozessoren (und die dazu gehörigen Verbindungssysteme zu Arbeitsspeicher und Festplatten) optimal nutzt. Mit OS X Mountain Lion (Versionsnummer 10.8) stellt Apple bereits beim Hochfahren des Rechners alles auf 64-Bit-Technik um. Einige ältere Software wird dadurch unbrauchbar.
Diese Software (und gegebenenfalls dazugehörige Hardware) ist auf einem Mac mit OS X Mountain Lion nicht mehr nutzbar. Wer ein solches Produkt weiter verwenden möchte, sollte vorab planen, den Mac mit zwei Betriebssystemen startbar zu machen – beispielsweise indem er das heute genutzte Betriebssystem Mac-OS X Snow Leopard oder OS X Lion auf eine externe Festplatte kopiert und dann das neue OS X Mountain Lion auf der internen Platte installiert. Um die ältere Soft- oder Hardware zu nutzen, muss man dann lediglich beim Start die Wahltaste („alt“) gedrückt halten und sich für das alte oder das neue System entscheiden.
Gatekeeper und 64-Bit-Technik haben Auswirkungen, die sich heute nur zum Teil abschätzen lassen. Sichtbar ist das zum Beispiel beim Mac Pro.
Schon seit Februar 2012 – dem Start der Testphase von OS X Mountain Lion – zeigte sich, dass dieses Betriebssystem sich nicht auf Mac-Pro-Modellen vor 2008 installieren lässt. Ein recht intensiver Blick in das Ins­tallationsprogramm zeigt, dass dort eine Liste existiert, die bestimmt, auf welchen Rechner man OS X Mountain Lion installieren kann.
Die Bezeichnung in Klammern steht jeweils für Apples interne „Modell-Identifizierung“, die man zum Beispiel mit dem Dienstprogramm „Systeminformationen“ ermitteln kann (im Ordner „Programme/Dienstprogramme“; Name vor OS X Lion: System-Profiler).
Sofort nach dem Start zeigt Sys­teminformation ein Fenster mit Informationen über die Hardware des Mac.

Checkliste zur Vorbereitung auf 10.8

Noch hat Apple keinen Termin für das Update auf 10.8 festgesetzt, die Entscheidung pro oder contra Update steht also nicht an. Trotzdem sollte man die nächsten Monate nutzen, um zu überprüfen, welche Hard- und Software man wirklich braucht – und eventuell aktualisieren muss

  1. Testen Sie Ihr System mit unserem Mountain Lion Tester (auf der Heft-CD, Macwelt 7/2012).
  2. Falls nötig, recherchieren Sie, was ein Aufrüsten des Rechners auf 10.8-Kompatibilität kosten würde.
  3. Prüfen Sie, ob Sie noch veraltete Software benutzen (Power PC oder 32-Bit). 
  4. Wenn nein, am besten gleich löschen.
  5. Wenn ja, suchen Sie nach Alternativen oder dokumentieren Sie, wie oft Sie die veraltete Software starten.
  6. Finden Sie heraus, zu welcher Hardware von unserem Tester-Tool beanstandete Treiber gehören.
  7. Prüfen Sie, ob diese Hardware überhaupt noch im Einsatz ist.
  8. Notieren Sie in den nächsten Wochen, wie oft Sie die Peripherie im Einsatz haben.
Mit diesen Maßnahmen erhält man schon vor dem Erscheinen des Updates einen guten Überblick fälliger Investitionen. Dies hilft später sehr bei der Entscheidung, auf Mountain Lion umzustellen oder nicht
Zweiter Punkt von oben ist die „Modell-Identifizierung“. Wer auf OS X Mountain Lion wechseln will, muss eines der genannten Mac-Modelle besitzen. Wenn die Ziffer vor oder nach dem Komma höher ist, sollte der Mac kompatibel zu OS X 10.8 Mountain Lion sein. Falls die erste Ziffer der Modell-Identifikation aber niedriger ist, lässt sich auf diesem OS X Mountain Lion nicht mehr installieren. Denn die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass Apple an diesen Sys­temvoraussetzungen bis zur finalen Version von 10.8 noch etwas ändert.
Hinter diesen Anforderungen steckt eine ganz konkrete technische Notwendigkeit: 64 Bit EFI. Direkt nach dem Start eines Mac übernimmt das Miniatur-Betriebssystem „EFI“ die Arbeit (EFI = Extensible Firmware Interface). EFI ist in der Lage, Prozessor, Verbindungssysteme und Festplatten zu ermitteln und eine Datei in den Arbeitsspeicher zu laden. Das System übernimmt damit die Kontrolle des Rechners, bevor der Unix-Kern des Mac-Betriebssystems in den Arbeitsspeicher geladen wird.
Aus bislang unbekannten Gründen hat Apple in den Mac-Pro-Modellen vor 2007 die 32-Bit-Version von EFI in speziellen Flash-Speicherbausteinen untergebracht. Theoretisch ließe sich dort EFI als 64-Bit-Version speichern (im Zuge eines Firmware-Updates für die Rechner), doch bisher gibt es keine Anzeichen für ein solches Update. Es könnte auch sein, dass der Platzbedarf der 64-Bit-EFI-Version zu groß ist, um in den Flash-Speicher des Mac Pro zu passen.
Mit einem 32-Bit-EFI aber lässt sich nur die 32-Bit-Version des Unix-Kerns laden. Das wiederum kollidiert mit OS X Mountain Lion – dieses Betriebssystem wird ausschließlich mit 64-Bit-Kern ausgeliefert.
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