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Augmented Reality: Die erweiterte Realität

31.07.2012 | 13:48 Uhr |

Informationen durch die Kameralinse – wir geben einen Überblick über den Stand der Technik von Augmented Reality und die wichtigsten AR-Apps.

Der Terminator betritt die Kneipe und lässt seinen Blick schweifen. Minutiös scannt er mit seinen Augen jeden einzelnen Besucher ab. Auf seiner Retina werden Daten zu Kleider- und Schuhgröße der Gäste eingeblendet, doch keine Konfektionsgröße will so richtig zum Terminator passen. Schließlich wird er fündig...

Was im Film in den 90er Jahren völlig utopisch erschien, ist heute schon annähernd Wirklichkeit geworden. Augmented Reality (AR) – die erweiterte Realität – ermöglicht das Einblenden von Informationen ohne das der Nutzer zusätzliche Tasten bedienen muss. Für das iPhone gibt es schon jetzt zahlreiche AR-Apps. Diese Apps funktionieren im Zusammenspiel mit der iPhone-Kamera. Die Kamera nimmt das Motiv auf, die Software liefert die Informationen. Die Auslieferung der Informationen sind oftmals ortsbezogen, das heißt, sie funktionieren im Zusammenspiel mit dem Kreiselkompass, Neigungssensor und GPS-Modul des iPhones. 

In der Bildergalerie haben wir die wichtigsten Augmented-Reality-Apps für Sie zusammengestellt, die Sie schon jetzt haben können.

AR-Apps: Reiseführer, Shopping, Entertainment

Sämtliche AR-Funktionen bilden AR-Browser wie Wikitude, Layar oder Junaio ab. Dabei zapft die App Datenbanken wie Wikipedia oder Booking.com an. Je nachdem, für welchen Kanal man sich entschieden hat, werden dem Nutzer beim Blick durch die Kamera Informationen zu berühmten Gebäuden in der Nähe angezeigt. Auch Restaurants lassen sich einblenden und entsprechende Kommentare und Bewertungen, die andere Nutzer über Qype abgegeben haben.  

Unter den Apps, die AR unterstützen, sind vor allem Reiseführer- oder Navigations-Apps zu finden. So blendet die App „Augmented Reality Germany“ die umliegenden Restaurants, Supermärkte und die Berliner U- und S-Bahn ein. Augmented Driving hebt die Straße farblich hervor und soll den Autofahrer vor Staus oder erhöhter Geschwindigkeit warnen. Wer in den Alpen unterwegs ist, kann sich mit Peaks (sofern genügend Netzabdeckung vorhanden ist) die Namen und Höhenangaben der umliegenden Berge anzeigen lassen.

Auch andere Hersteller und Unternehmen haben AR für sich entdeckt. So hat die AutoBild eine spezielle AR-App herausgebracht, mit der sich bestimmte Seiten im Heft zum Leben erwecken lassen. Der Spielehersteller Ravensburger bietet ebenfalls spezielle Puzzle wie das „Farbenfrohe Unterwasserreich“, „Über den Dächern von Paris“, „Lofoten“ (Norwegen-Motiv) und „Tiere in Afrika“ an. Hat man das Puzzle fertig zusammengebaut, erhält man Video-Animationen, sobald man die iPhone-Kamera darüber schwenkt.

Zukunftsprojekt Project Glass

Vor einigen Monaten hat Google gezeigt, wohin die Reise in Sachen Augmented Reality gehen könnte. Mit „Project Glass“ stellte der Suchmaschinenbetreiber eine spezielle Brille vor, die mit einem Microdisplay und einer Kamera ausgestattet ist. Bedient wird das System per Spracheingabe. Schaut der Nutzer durch diese Brille, kann er sich beispielsweise das Wetter anzeigen lassen, sieht, wann die nächste U-Bahn in seiner Umgebung fährt oder kann sich Konzerttickets direkt über das Werbeplakat an der Litfaßsäule kaufen. Doch nicht nur im Privaten wäre eine Brille wie Project Glass nützlich. Denkbare Einsatzgebiete wären vor allem medizinische Operationen oder technische Wartungsarbeiten und auch im Flugverkehr. Laut eines Berichts von Mashable , soll die  die US-Regierung bereits an speziellen Kontaktlinsen mit AR-Funktion arbeiten.

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