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IT-Ratgeber: Privates iPhone oder Macbook in der Firma nutzen

14.04.2011 | 10:30 Uhr |

Wer sein iPhone oder iPad liebt, möchte es beruflich nicht missen. Das muss er auch nicht, wenn die Firmen-IT vorbereitet ist.

Notebook
© Ivelin Ivanov - Fotolia

Mehr und mehr Beschäftigte arbeiten mit eigenen Smartphones und Laptops, oft ohne Wissen ihres Arbeitgebers. Es ihnen zu verbieten, ist meist ein Kampf gegen Windmühlen. Denn Geräte für den Consumer-Markt sind in der Regel leistungsfähiger als das, was der Arbeitgeber zur Verfügung stellt - und sie sind attraktiver. Vor allem die Angehörigen der Internet-Generation lassen sich kaum noch vorschreiben, womit sie zu arbeiten haben. Für sie ist eine top-moderne Ausstattung am Arbeitsplatz ein Kriterium für die Arbeitgeberwahl. In den Unternehmen beginnt deshalb ein Umdenken: Man setzt auf "Bring your own Device" ( BYOD ).

Bei diesem Konzept ergänzen oder ersetzen Mitarbeiter die unternehmenseigenen PCs, Laptops oder Smartphones mit eigenen Geräten. Mittlerweile gibt es kaum noch eine Besprechung, bei der nicht mindestens ein Teilnehmer sein privates iPhone nutzt. In Teilen ist dieser Selbstversorgungs-Ansatz schon längere Zeit Alltag in Unternehmen. Zum Beispiel dort, wo Mitarbeiter aus dem Home-Office per VPN mit dem eigenen PC auf das Unternehmensnetzwerk zugreifen. Auch externe Berater und ausgelagerte Mitarbeiter arbeiten häufig mit abgesicherten, firmenfremden Laptops.

BYOD kann Vorteile bringen

BYOD findet sich häufig bei mobilen Anwendern, etwa im Außendienst, im Home-Office oder bei selbstständigen Mitarbeitern wie Versicherungsmaklern und Freelancern. Auch das Unternehmen selbst kann von BYOD profitieren. Die Geräte im Besitz der Mitarbeiter sind im Vergleich zu den firmeneigenen Rechnern meist mit zusätzlicher Funktionalität ausgestattet. Außerdem steigert es die Attraktivität eines Arbeitgebers gerade für junge Bewerber, wenn sich Anwender ihr Arbeitsgerät selbst aussuchen können.

Die mobilen Geräte befähigen den Mitarbeiter, seine Zeit produktiver zu nutzen, beispielsweise während einer Reise zu arbeiten. Zu den Vorteilen gehören darüber hinaus niedrigere IT-Kosten, wenn ein BYOD-Gerät anstatt des firmeneigenen Geräts eingesetzt wird. Zudem kennen sich die Nutzer mit ihren privaten Geräten meist sehr gut aus, da sie diese selbst eingerichtet haben. Das kann einen geringeren Support-Bedarf bedeuten.

Natürlich bringt BYOD auch Herausforderungen mit sich, zu deren Bewältigung ein Unternehmen entsprechende Maßnahmen treffen muss. Das Unternehmen sollte sicherstellen, dass private und geschäftliche Daten nicht verschmelzen, die Kompatibilität der Unternehmensanwendungen auch mit sehr heterogenen Endgeräten gewährleistet ist und Verantwortlichkeiten im Support klar verteilt sind.

Um die Vorteile von BYOD ausspielen zu können und Nachteile zu minimieren, muss hinter dem BYOD-Ansatz eine eindeutige Strategie mit klaren Richtlinien stehen.

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