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Bankgeschäfte online am iPad

29.11.2010 | 09:44 Uhr |

Mit dem iPad lassen sich nahezu alle Bankgeschäfte von unterwegs abwickeln. Hier stehen sogar sichere TAN-Verfahren zur Verfügung. Wir sagen, worauf zu achten ist, und stellen Apps vor

Bank X 2.0, Logo, Abstract, Icon, Symbol
Vergrößern Bank X 2.0, Logo, Abstract, Icon, Symbol

Mobile Banking hat in den vergangenen Jahren deutlich an Akzeptanz gewonnen. Bereits jetzt verwendet jeder fünfte deutsche Internet-Nutzer mobile Datendienste. Aber auch seine Beliebtheit kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Mobile Banking in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt: Nur elf Prozent aller mobilen Internet-Nutzer erledigten 2009 Bankgeschäfte über ihr Mobiltelefon. Wirft man einen Blick in den iTunes Store, findet man eine Vielzahl mobiler Bankanwendungen für iPhone und iPad . Das Spektrum reicht von einfachen Währungsrechnern bis hin zu anspruchsvollen Aktienverwaltungen. Zwar hat das iPhone beim mobilen Banking sicher eine Vorreiterrolle eingenommen, aus vielerlei Gründen eignet sich das iPad aber viel besser für Bankgeschäfte unterwegs - auch hier geht es um Sicherheitsaspekte.

Vorteile Online-Banking

Es gibt diverse handfeste Gründe dafür, seine Bankgeschäfte online entweder direkt über Safari oder eine Banking-App abzuwickeln. Fast alle Banken lassen sich den guten alten Zahlungsverkehr über Papier recht happig bezahlen. Nutzt man eine App oder Safari samt Zugang zur Bank, hat man Einsicht in seine Kontoauszüge und kann den Zahlungsverkehr einfach unterwegs erledigen. Apps und Bankportale bieten das Speichern von Bankkontakten, sodass in vielen Fällen Tipparbeit erspart bleibt.

Gefahren beim Online-Banking

Einige der oft genannten Sicherheitsrisiken beim Online-Banking resultieren aus der Schwäche der Webbrowser - nicht nur bei iPad und iPhone, sondern auch auf dem PC. Dazu kommt oft eine gewisse Blauäugigkeit der Benutzer. Beim sogenannten "Phishing" etwa wird ein Benutzer mittels E-Mail aufgefordert, seine Kontoinformationen online zu aktualisieren. Die angegebenen Links führen allerdings nicht zur eigenen Bank, sondern auf täuschend echt aussehende, aber gefälschte Seiten. Dort wollen Betrüger die vertraulichen Daten abfangen. Basierend auf einer Manipulation der DNS-Anfragen von Webbrowsern versuchen Betrüger, den Benutzer auf gefälschte Webseiten trotz korrekt eingegebener URL umzuleiten - das wird "Pharming" genannt. Zu guter Letzt können "Trojaner" im Hintergrund sicherheitskritische Funktionen ausführen, wozu auch das Abfangen von Passwörtern gehört.

Sicherheit mit Banking-Apps

Die drei genannten Gefahren tauchen nicht auf, nutzt man am iPad statt des Browsers für die Bankgeschäfte geeignete Apps. Alle ernsthaften Anwendungen aus dem Bereich setzen mit HBCI (Homebanking Computer Interface) einen offenen Standard für den Bereich Electronic Banking ein. Er wurde von verschiedenen Bankengruppen in Deutschland entwickelt und vom Zentralen Kreditausschuss (ZKA) beschlossen. HBCI ist eine standardisierte Schnittstelle für das Home-Banking. Dabei werden Übertragungsprotokolle, Nachrichtenformate und Sicherheitsverfahren definiert. HBCI ist unter anderem dafür verantwortlich, dass der Benutzer einer Banking-App am iPad wirklich mit seiner Bank kommuniziert, die Daten dabei abhörsicher verschlüsselt sind.

Die Kontodaten am iPad liegen bei den Apps zudem in einer sicher verschlüsselten Datei vor. Wird das iPad etwa gestohlen, kann auch ein begabter Hacker die Datei zwar auf einen PC übertragen, aber weder Kontostand noch Kontobewegungen auslesen oder gar selbst tätig werden und Geld überweisen.

Der einzige "Schwachpunkt" in der Sicherheitskette ist eher der Benutzer beziehungsweise das von ihm gewählte Passwort für den Zugriff auf die Banking-App. Wer hier sein Geburtsjahr oder den Namen der Freundin wählt, geht natürlich ein großes Risiko ein. Wie bei allen wichtigen Passwörtern ist ein komplexes mit Ziffern, Sonderzeichen und Buchstaben zu wählen.

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