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Benutzer und Gruppen mit OS X Mountain Lion verwalten

06.08.2012 | 12:16 Uhr |

Über die Benutzerverwaltung von Mountain Lion lässt sich das Miteinander mehrerer Benutzer auf dem Mac regeln. Sie schützt Benutzerdaten durch Zugriffsrechte und ist Basis der Freigaben.

Wie schon unter OS X 10.7 wird auch unter Mountain Lion bei der Installation automatisch ein Benutzer-Account angelegt. Das passiert, ohne dass Sie davon groß Notiz nehmen. Sie müssen lediglich Ihren vollen Namen („Vollständiger Name“), einen Kurznamen („Accountname“) und ein zugehöriges Passwort angeben. Mit den Daten, dazu einem Symbol oder Foto, ist Ihr Account eingerichtet.

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Jeder Anwender erhält im Benutzerordner auf dem Startlaufwerk sein eigenes Verzeichnis, in dem er Daten ablegen kann. Der Name dieses privaten Ordners, auch Home-Verzeichnis genannt, entspricht dem beim Einrichten des Kontos angegebenen Account-Namen. Über Systemeinstellungen lassen sich weitere Accounts anlegen und diese bei Bedarf in Gruppen organisieren. Wie das geht, zeigen wir im Anschluss.

Geregelter Zugriff

Das ist neu

  • Verwaltete Accounts: optionale Einschränkung der Nutzung von Gamecenter und Siri

  • Keine Webfreigabe mehr

  • Keine Xgrid-Freigabe mehr


Damit sich mehrere Anwender an einem Mac nicht ins Gehege kommen, gibt es für jedes Objekt im Finder Zugriffsrechte, die regeln, wer etwas mit einer Datei oder einem Ordner machen darf. Mountain Lion nutzt im Finder die möglichen Rechte „Lesen & Schreiben“, „Nur Lesen“, „Nur Schreiben“ und „Keine Rechte“.

Benutzer-Rechte
Vergrößern Benutzer-Rechte

Im eigenen Bereich kann der Anwender normalerweise alles öffnen oder auch löschen. Betrachten Sie aber das Home-Verzeichnis eines anderen, so zeigen kleine rote Verbotsschilder, dass Sie keine Rechte für den Zugriff haben und somit nicht einmal hineinsehen dürfen. Eine Ausnahme ist das Verzeichnis „Öffentlich“, das für den Datenaustausch zwischen den Benutzern gedacht ist. Hier befindet sich der Ordner „Briefkasten“, der wie im richtigen Leben Objekte aufnimmt, aber seinen Inhalt nicht wieder preisgibt (Recht „Nur Schreiben“).

Rechte, Benutzer und Server


Um die Zugriffsrechte einer Datei oder eines Ordners zu ändern, öffnen Sie im Finder dessen Informationsfenster (Befehl-I). Ganz unten finden Sie darin den Bereich „Freigabe & Zugriffsrechte“. Dort sehen Sie die genannten Rechte. Mountain Lion verwaltet die Rechte in einer Liste („Access Control List“). Dieser können Sie weitere Benutzer und Gruppen zur Vergabe individueller Rechte hinzufügen. Den aktiven Account erkennen Sie am Benutzernamen mit angehängtem „Ich“. Nach dem Setzen der Rechte schließen Sie das Fenster. Die Änderungen sind aktiv.


OS X kennt schon immer verschiedene Benutzertypen. Für die Konfiguration wichtiger Systemfunktionen oder die Installation von Software werden meist die Rechte eines Administrators benötigt. Auch der erste bei der Installation angelegte Benutzer gehört in diese Klasse. Für die alltägliche Arbeit ist hingegen der Standardbenutzer gedacht. Innerhalb seines Privatordners kann er relativ frei agieren, aber mehr eben auch nicht. Das sollte man tatsächlich eher als praktischen Schutz vor sich selbst verstehen denn als Einschränkung.

Der Benutzertyp „Gast“ erlaubt Anwendern ohne eigenen Account die vorübergehende Nutzung des Macs. Der Gast erhält ein eigenes Home-Verzeichnis zum Arbeiten und kann auch die vorhandenen Programme nutzen. Meldet er sich ab, löscht das System jedoch alle Daten wieder.


Auch die Client-Version von Mountain Lion erlaubt es, Serverdienste zu starten, etwa „Dateifreigabe“ im lokalen Netzwerk, Bildschirmfreigabe und mehr. Für die Serverdienste greifen ebenfalls die Benutzerrechte.

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