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Besser arbeiten mit Mavericks

06.11.2013 | 13:00 Uhr |

Mavericks bietet viele Möglichkeiten, um die Oberfläche an die persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Dabei geht es nicht einfach nur um die Optik, sondern auch um effektiveres Arbeiten

Die Standardkonfiguration eines Betriebssystems ist immer ein Kompromiss, der möglichst vielen Anwendern entgegenkommen soll. Da macht auch die Oberfläche von Mavericks keine Ausnahme. Doch es gibt viele Wege, die Konfiguration von System und Finder anzupassen. Das fängt bei einfachen Einstellungen wie einem neuen Schreibtischhintergrund an. Der dient zuerst der Verschönerung, doch wenn man mit vielen Spaces arbeitet, erleichtern individuelle Hintergründe der Desktops die Orientierung.

Das ist neu

– Tags in der Seitenleiste
– Keine Finder-Objekte in der Symbolleiste mehr
– Vollbildmodus für Finder-Fenster

Die Finder-Fenster bieten diverse Darstellungs- und Sortierungsoptionen, die man für bestimmte Ordner standardmäßig aktiveren kann. Seiten- und Symbolleiste der Fenster lassen sich ebenfalls anpassen, um bestimmte Objekte oder Befehle im schnellen Zugriff zu haben. Das spart Zeit und erhöht die Effektivität beim Arbeiten. Im Folgenden zeigen wir diverse Möglichkeiten, wie Sie die Oberfläche von Mavericks an Ihren Geschmack und Ihre Arbeitsweise anpassen können. Einige davon passen ganz sicher auch für Ihren Mac.

Schreibtisch konfigurieren

1. Optik verändern

Für einen neuen Hintergrund rufen Sie „Systemeinstellungen > Schreibtisch & Bildschirmschoner“ auf. So können Sie jeden Space aufrufen und bearbeiten. Die Funktion zeigt Apples Motive, einfarbige Hintergründe und die Sammlungen von iPhoto und Aperture. Sie können auch eigene Verzeichnisse hinzufügen, die dann unter „Ordner“ erscheinen. Zudem lässt sich ein Foto in das Vorschaufeld ziehen und dessen Größe anpassen oder eine Farbe zum Auffüllen der Ränder wählen. Im gleichen Modul können Sie übrigens auch die Transparenz der Menüleiste abstellen

2. Laufwerke einblenden

Normalerweise zeigt der Finder nur Volumes von wechselbaren Medien wie DVDs und USB-Festplatten mit einem Icon auf dem Schreibtisch an. Gerade beim Systemwechsel, wenn man noch viel sortiert und kopiert, ist es praktisch, auch die Volumes der internen Festplatte schnell zu erreichen. Rufen Sie den Menübefehl „Finder > Einstellungen“ auf. Dort können Sie unter „Allgemein“ wählen, welche Volumearten auf dem Schreibtisch erscheinen. Hier können Sie auch festlegen, dass ein neues Fenster statt „Alle meine Dateien“ einen bestimmten Ordner anzeigen soll.

Fenster optimieren

1. Seitenleiste anpassen

Welche Einträge die Seitenleiste der Finder-Fenster zeigt, wird im gleichnamigen Bereich der Finder-Einstellungen festgelegt. Die Einträge sind in Favoriten, Freigaben, Geräte und Tags unterteilt. Jeder dieser vier Bereiche lässt sich ein- und ausblenden, wenn man mit dem Mauszeiger auf seinen Namen fährt. Zusätzlich können Sie den Favoriten eigene Ordner hinzufügen, in dem Sie diese dorthin ziehen, oder die Reihenfolge der Favoriten ändern.

2. Symbolleiste konfigurieren

Um die Symbolleiste anzupassen, benutzen Sie den zugehörigen Befehl im Darstellungs- oder Kontextmenü. Es erscheint eine Auswahl an Befehlssymbolen, die Sie einfach in die Leiste ziehen können. Mit „Fertig“ übernehmen Sie die Änderungen. Die Symbole lassen sich später noch mit gedrückter Befehlstaste verschieben oder aus der Leiste herausziehen. Leider kann man in Mavericks keine Apps und Ordner mehr in die Symbolleiste ziehen.

3. Fensterhintergrund

Lassen Sie einen Ordner in Symboldarstellung anzeigen, können Sie ihm einen individuellen Hintergrund zuweisen. Öffnen Sie das Fenster, und rufen Sie die Darstellungsoptionen auf (Kurzbefehl: Befehlstaste-J). Hier finden Sie ganz unten den Bereich „Hintergrund“. Dort können Sie nun mit „Farbe“ einen einfarbigen Hintergrund wählen oder mit „Bild“ ein Foto platzieren. Um zur normalen Ansicht zurückzukehren, wählen Sie „Weiß“. Der Hintergrund wird für Symbole gezeigt. Daher ist es sinnvoll, zusätzlich noch oben „Immer in Symboldarstellung öffnen“ zu aktivieren.

4. Weitere Optionen

Im Darstellungsmenü können Sie nicht nur zwischen den verschiedenen Ansichten als Symbole, Listen, Spalten und Cover Flow wählen. Hier finden Sie auch Befehle, um die Symbol- und Seitenleiste für mehr Platz im Fenster ganz auszublenden. Als weitere nützliche Leisten können Sie am Fensterrand die Pfad- und Statusleiste anzeigen lassen. Die erste zeigt alle übergeordneten Verzeichnisse, in die man per Doppelklick wechseln kann. Die Statusleiste zeigt weitere Informationen zum Ordner oder zu den gerade ausgewählten Objekten.

Mehr Ordnung im Fenster

1. Fenster aufräumen

Die gewöhnliche Sortierung sorgt für die Anordnung der Objekte im Fenster nach Namen, Datum oder anderen Kriterien. In Symboldarstellung werden die Icons an einem in der Weite einstellbaren Raster ausgerichtet. In der Listendarstellung können Sie die Spalten wählen. Sie können auch auf die Zeile mit den Spalten­titeln klicken und das Kontextmenü aufrufen. Klicken Sie auf einen Spaltentitel, um die Sortierung zu ändern oder umzukehren.

2. Ausrichtung nutzen

Mit der Ausrichtung bieten die Darstellungsoptionen eine zusätzliche Ordnungsebene zur Gruppierung des Fensterinhalts. Dabei kommt es auf Darstellung und Ordner an, welche Kategorien neben Standards wie Datum und Größe angeboten werden. Dokumente lassen sich nach zugehörigem Programm gruppieren oder Apps nach Anwendungskategorien wie „Produktivität“ oder „Soziale Netze“. Innerhalb der Gruppen wirkt die normale Sortierung.

Icons und Größe

1. Icons mit Extras

OS X erstellt für jedes Dokumentsymbol eine kleine Vorschau des Inhalts. Das funktioniert bei vielen gängigen Formaten. So findet man bei ausreichender Symbolgröße schnell das richtige Dokument. Bei Ordnern mit vielen Dokumenten und auf älteren Macs kann die Symbolvorschau das Öffnen deutlich verlangsamen. Sie lässt sich dann über die Darstellungsoptionen abschalten. Dort lassen sich als Ergänzung in der Symbolansicht „Objektinfos“ einblenden. Dann zeigt der Finder direkt neben dem Namen Infos wie Größe, Bildauflösung oder Zahl der Objekte in einem Ordner an.

2. Größe ändern

Die Größe der Symbole in Fenstern ändert man über die Darstellungsoptionen. Bei Listen in zwei Stufen, in der Symboldarstellung fast stufenlos bis 512 Pixel Größe. Für die Seitenleiste stehen in „Systemeinstellungen > Allgemein“ drei Größen zur Verfügung, wobei auch die Schrift angepasst wird. Die Schrift in den Fenstern lässt sich in den Darstellungsoptionen zwischen 10 und 16 Punkt wählen. Im Beispiel unten haben wir die Icons von 64 auf 128 Pixel vergrößert und die Schrift von 12 auf 16 Punkt, Seitenleistensymbole auf „Groß“ (Bilder links in Standardeinstellung).

Wichtige Helfer

1. Dock einrichten

Zu den wichtigsten Bedienelementen der Oberfläche gehört das Dock. Über den gleichnamigen Bereich der Systemeinstellungen können Sie die Größe der Symbole einstellen und das Dock seitlich statt unten platzieren. Das Dock lässt sich automatisch einblenden, wenn Sie mit dem Mauszeiger an den jeweiligen Rand fahren. Das schafft auf kleinen Displays mehr Arbeitsfläche. Sie können sich auch zeigen lassen, welche Apps gerade geöffnet sind.

2. Statusmenüs nutzen

Zu vielen OS-X-Funktionen lassen sich in den Systemeinstellungen Statusmenüs aktivieren, die dann am rechten Rand der Menüleiste eingeblendet werden. Auch Fremd-Apps nutzen diese Möglichkeit. Viele zeigen bereits im Icon den Status an. Über das zugehörige Menü erreicht man die Konfiguration oder wichtige Funktionen. So lassen sich zum Beispiel WLAN und Time Machine kontrollieren, Bluetooth-Geräte anmelden oder der Batteriestatus prüfen.

Bedienungshilfen nutzen

1. Darstellung vergrößern

Unter „Systemeinstellungen > Bedienungshilfen“ findet man viele unterstützende Funktionen für Mac-Anwender mit eingeschränkten audiovisuellen oder motorischen Fähigkeiten. Im Bereich „Zoomen“ können Sie den Bildschirminhalt vergrößern. Über das Menü „Zoomstil“ legen Sie fest, ob Sie den ganzen Bildschirm zoomen wollen oder nur einen Teil. So können Sie einfach den Bereich um den Cursor wie mit einer Lupe vergrößern, wenn Sie die Control- und Wahltaste drücken.

2. Mauszeiger zoomen

Zur näheren Konfiguration der Zoomfunktion klicken Sie auf „Weitere Optionen“. Hier können Sie zum Beispiel wählen, ob das Zoomfenster dem Mauszeiger folgt oder fest am Rand liegt. Position und Größe lassen sich ebenfalls einstellen. Nutzen Sie einen Bildschirm mit sehr hoher Auflösung, so ist es eventuell eine interessante Option, nur den Mauszeiger vergrößern zu lassen. Hierfür wechseln Sie in den Bereich „Anzeige“ und betätigen den Schieber „Auswahlgröße“ bis zum gewünschten Maß.

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