Bildbearbeitung
Sechs Tipps zu Gimp
Auch wenn Gimp nun deutlich komfortabler auf dem Mac zu bedienen ist, braucht man doch gehöriges Grundwissen zur Bildbearbeitung. Wir geben daher sechs Tipps für den Einstieg.
Gimp ist ein mächtiges kostenloses Open-Source-Bildbearbeitungsprogramm. Im Internet kusieren viele teils durchaus gute Hilfeseiten zu Gimp. So etwa das offizielle Handbuch zu Gimp oder das sehr informative Gimp-Handbuch von Oliver Lohse . Auch auf Videoplattformen wie Youtube wird man schier erschlagen von Gimp-Lehrvideos. Wir haben für den ersten Einstieg bereits einen praxisnahen Artikel auf der Macwelt-Seite veröffentlicht und geben hier sechs zusätzliche Tipps, die einemden Einstieg mit Gimp erleichtern. Übrigens gelten viele dieser Tipps in ähnlicher Form auch für Adobe Photoshop , denn das Grundprinzip der Bildbearbeitung ist bei beiden Programmen gleich.
Sechs Tipps zu Gimp
Tipp 1: Sobald Sie mit den Ebenen, Kanälen und Masken in Gimp vertraut sind, werden Sie sicherlich versuchen, verschiedene Bilder miteinander zu kombinieren. Hier hilft eine gut bestückte Bilder-Bibliothek: Sammeln Sie verschiedene Wolken, Lichtstimmungen und andere Himmelserscheinungen. Auch Aufnahmen von unterschiedlichen Texturen regen zu solchen Masken-Collagen an. Fotografieren Sie ebenfalls einzelne interessante Objekte, um diese später in Gimp zu maskieren und in ein anderes Bild einzubauen. Hilfreich dabei ist ein einfarbiger Hintergrund, der die Auswahl erleichtert.
Tipp 2: Zu Beginn verteilt das Programm alle Paletten und Fenster unübersichtlich auf dem Monitor. Einen besseren Überblick habe Sie im „Einzelfenster-Modus“, diesen finden Sie als letzten Punkt im Menü „Fenster“. Nun brauchen Sie keine schwebenden Paletten mehr suchen, sondern finden den Werkzeugkasten und die Optionen zu den einzelnen Tools links, alle anderen Paletten am rechten Rand der Arbeitsfläche.
Tipp 3: Wenn Sie im Einzelfenster-Modus arbeiten, sehen Sie alle geöffneten Bilder in Form von Reitern am oberen Rand der Arbeitsfläche. Gerade bei Montagen aus mehreren Bildern gibt es hier eine sehr hilfreiche Funktion: Um etwa einen neuen Himmel in ein anderes geöffnetes Bild zu kopieren, ziehen Sie dessen Icon aus dem Reiter auf das Icon des Zielbildes. Halten Sie die Maustaste gedrückt bis das Zielbild im Arbeitsfenster erscheint. Ziehen Sie es dann auf die Arbeitsfläche – es erscheint automatisch als neue Ebene.
Tipp 4: Gerade bei komplizierteren Korrekturen hilft Ihnen die Möglichkeit, die Arbeitsschritte auch nachträglich zu kontrollieren. Dafür stellt Gimp das Journal bereit. Auf der extra Palette dokumentiert das Programm Ihre letzten Aktionen. Klicken Sie auf einen dort aufgezeichneten Arbeitsschritt, um diesen Status auch im Bild zu sehen. So können Sie gezielt einige Schritte zurückgehen, um dann weitere Bearbeitungen vorzunehmen. Diese praktische Palette öffnen Sie über „Fenster > Andockbare Dialoge > Journal“, sie befindet sich dann am rechten Rand der Arbeitsfläche.
Tipp 5: Fotos liegen in der Regel als .jpeg vor. Dabei handelt es sich um ein Dateiformat mit einer verlustbehafteten Kompressions-Methode, jeder einzelne Arbeitsschritt am Bild verschlechtert also dessen Qualität. Um das zu vermeiden, sollten Sie Ihre Fotos vor der Bearbeitung in einem anderen Format speichern, das verlustfrei arbeitet. Hier bietet sich etwa das gängige Format .tiff an, es verwendet die LZW-Komprimierung, die verlustfrei arbeitet. Wählen Sie also „Datei > Exportieren“ und suchen Sie im unteren Klappmenü das entsprechende Format aus.
Tipp 6: Vergleichen Sie bei Farbkorrekturen die neuen Einstellungen mit dem Original, bevor Sie die Änderungen bestätigen. Dazu hält Gimp in den einzelnen Dialogen die Option „Vorschau“ bereit. Deaktivieren Sie diese, um wieder das Original sehen zu können. Tasten Sie sich so an die optimalen Einstellungen heran.





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