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iPad für Fotoverwaltung unterwegs nutzen

12.05.2012 | 12:27 Uhr |

Das iPad ist unterwegs eine prima Ergänzung zur Digitalkamera, im Notfall kann man sogar direkt mit dem iPad fotografieren. Noch besser lassen sich mit dem iPad Fotos überall einlesen, kontrollieren, bearbeiten und auf Onlinedienste hochladen.

Apple hat die eingebaute Kamera in der dritten iPad-Generation deutlich verbessert. Das ändert aber nichts daran, dass ein iPad als Kamera vergleichsweise unhandlich ist. Mit einer richtigen Kamera fotografiert es sich deutlich angenehmer.

Die Bilder von einer Kamera lassen sich importieren und auf dem iPad-Screen sichten, viel besser als auf den relativ kleinen Kameradisplays. Vor allem das neue iPad bietet mit dem hochauflösenden Bildschirm eine beindruckende Darstellungsqualität. Ebenfalls praktisch ist, dass man durch die Übertragung aufs iPad auch gleich noch ein Backup seiner Fotos bekommt.

Bilder nachbearbeiten

Seit iOS 5 verfügt die Foto-App des iPad über einige einfache Bildbearbeitungsfunktionen. Damit kommt man zwar nicht weit, aber wer mehr braucht, kann auf eine große Auswahl externer Apps zurückgreifen. Die Kosten halten sich dabei sehr in Grenzen. Die Auswahl reicht von einfachen, kostenlosen Apps für Standardkorrekturen bis zu ausgewachsenen Bildbearbeitungen, die kaum noch Wünsche offen lassen und trotzdem im einstelligen Eurobereich bleiben. Damit lassen sich die üblichen Bearbeitungsschritte unterwegs am iPad erledigen, sodass der Rechner zu Hause bleiben kann. Als neuen Standard für Foto-Apps hat Apple eine interessante iOS-Version von iPhoto vorgestellt, die die iLife-Apps für die mobilen Geräte nun komplettiert.

Die ersten beiden iPad-Generationen sind knapp an Arbeitsspeicher, der die Auflösung der Bilder auf etwa 6 (Ur-iPad) bis 8 (iPad 2. Generation) Megapixel begrenzt. Mit iPhoto und dem neuen iPad will Apple die Auflösungen bis 19 Megapixel unterstützen.

Fotos weitergeben

Die fertigen Bilder kann man nicht nur daheim auf den Mac überspielen, sondern auch gleich am iPad nutzen, zum Beispiel verschicken. Außerdem gibt es Apps für Online-Dienste wie Facebook, Flickr, Dropbox & Co. Bei einem iPad mit 3G-Chip steht das Internet fast überall zur Verfügung. Die anderen Modelle sind auf WLAN angewiesen, das man in vielen Cafés, Hotels, Bahnhöfen und Flugplätzen findet. Über Videoadapter lassen sich Diashows auf dem Fernseher ausgeben. Wir zeigen, wie sich Fotos via iPad nutzen lassen, und geben Tipps für nützliche Apps und sinnvolles Zubehör.

Fotos aufs iPad laden

Während die Kamera des zweiten iPad nur magere 1280 mal 720 Pixel liefert, zieht die dritte Generation mit fünf Megapixel, 1080p-Videos und elektronischem Videostabilisator fast mit dem iPhone 4S gleich. Mit dieser Auflösung kann man schon etwas anfangen. Fokussiert wird wie beim iPhone durch Antippen des Vorschaubildes, das durch das Retina-Display eine faszinierende Fülle an Details zeigt. Über den Knopf "Optionen" lässt sich ein Raster ein-blenden. Hinzu kommt die automatische Gesichtserkennung von iOS 5.1. Auf HDR-Fotos und LED-Blitz muss man beim iPad jedoch verzichten. Die Bilder landen in der App Fotos unter "Aufnahmen".

Fotos importieren

Am Anfang des Fotoeinsatzes steht der Import. Da das iPad keinen USB-Port zum Anschluss der Kamera hat, stellen wir zwei andere Wege vor. Dazu gehört Apples Camera Connection Kit , dass einen SD-Card-Reader und einen USB-Adapter für Kameras enthält (29 Euro). Beide werden mit dem Dockanschluss verbunden. Ein anderer Weg führt über die SD-Karten der X2-Serie von Eye-Fi (ab 80 Euro). Sie speichern Fotos wie eine normale SD-Card, bauen aber bei Bedarf direkt aus der Kamera heraus eine WLAN-Verbindung zum Rechner oder iPad auf. So bekommt man die Bilder ohne Kabel und Adapter auf das iPad.

Apple Camera Connection Kit

Das Camera Connection Kit wird direkt vom iOS erkannt. Verbindet man SD-Kartenleser oder Kamera und USB-Adapter mit dem iPad, öffnet sich automatisch die App Fotos, die nun in der oberen Leiste zusätzlich den Bereich "Kamera" zeigt. Aktivieren Sie ihn, erscheint eine Übersicht der auf der Karte gespeicherten Fotos. Tippen Sie unten auf den roten Schalter "Importieren", um Bilder einzulesen. Dabei können Sie entweder alle Fotos importieren oder eine Auswahl.

Hat das iPad die Fotos eingelesen, bietet es im Anschluss an, diese von der Speicherkarte zu löschen. Für die eingelesenen Bilder legt Fotos ein neues Ereignis mit dem aktuellen Datum als Namen an. Die Bilder werden nicht umgewandelt oder in der Auflösung reduziert.

Import mit Eye-Fi X2-Karte

Der Eye-Fi-Karte liegt Software für Mac und PC bei, mit der sich die Karte konfigurieren lässt. Sie erlaubt auch den Fotoimport von der Karte. Für das iPad bietet der Hersteller die kostenlose App Eye-Fi an. Mit ihr kann sich die X2-Karte unterwegs direkt per WLAN verbinden (Ad-hoc-Modus), auch ohne Basisstation.

Hat man ein Foto aufgenommen, so aktiviert sich kurz das WLAN und versucht, das Bild zu übertragen. Gelegentlich klappte der Verbindungsaufbau aber erst nach Aus- und Einschalten der Kamera. Günstige Kameras mit Plastikgehäuse haben einen Vorteil, da sie das WLAN nicht so stark abschirmen wie ein massiver Metallbody. Eine Liste kompatibler Kameras finden Sie auf der Supportseite des Herstellers .

Fotos per Fotostream kopieren

Haben Sie beim iPad in den Einstellungen für Fotos oder iCloud die Funktion Fotostream aktiviert, werden sowohl die mit der internen Kamera aufgenommenen Bilder als auch die über das Camera Connection Kit importierten auf iCloud hochgeladen. Sie landen automatisch in iPhoto auf dem Mac, wenn dort auch Fotostream aktiv ist. Wenn Sie mit dem iPhone fotografieren, können die Bilder per Fotostream aufs iPad kopiert und dort bearbeitet werden.

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