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Bilder im Layout bearbeiten

16.11.2009 | 13:55 Uhr |

Eines der stärksten Argumente für die Creative Suite ist die gute Verflechtung zwischen den einzelnen Bestandteilen, etwa bei der Bearbeitung von Bildern in einem Layout. Mit den Bildeffekten verfügt auch Xpress über integrierte Funktionen zur Manipulation von Bildern im Layout.

Normalerweise unterliegt die Verwendung von pixelbasierenden Bildern in Xpress einem festen Ritual. Zuerst muss man Bildauflösung, Tonwertkorrektur, Kontrast, Sättigung und andere spezielle Bildbearbeitungen in Photoshop oder einem anderen Bildbearbeitungsprogramm ausführen. Anschließend speichert man das Bild auf der Festplatte und importiert es von dort aus in einen Bildrahmen im Xpress-Layout. Im Bildrahmen kann man höchstens noch Skalierung und Bildwinkel eines Bildes manipulieren. Für alle weitergehenden Bearbeitungen heißt es, zurück ins Bildbearbeitungsprogramm. Nach Abschluss der Korrekturen muss man das bearbeitete Bild im Layout wieder aktualisieren. Ein umständlicher und zeitraubender Arbeitsablauf, der mit den Bildeffekten nach Meinung der Quark-Entwickler der Vergangenheit angehören soll. Da Xpress Layout-Typen für Printmedien, Webseiten und interaktive Flash-Anwendungen anbietet, sind die Bildeffekte für die Verwendung mit unterschiedlichen Farbmodellen platzierter Bilder ausgelegt.

Filter zur Bildmanipulation

Um Bilder mit künstlerischen Effekten ungewöhnlich zu verändern, kommen die Filter zum Einsatz. Die von Xpress angebotenen Filter sind Bereinigen, Gaußscher Weichzeichner, Unscharfe Maske, Kantenerkennung, Solarisieren, Diffundieren, Relief, Reliefeffekte, Kantendetektion, Konturen nachzeichnen, Bildrauschen hinzufügen und Median, ein Effekt, der Fotos wie gemalt erscheinen lässt.

Um Bildstörungen oder Ungenauigkeiten auszubügeln, gibt es den Filter "Bereinigen ". Dabei sollen durch Kantenerkennung Details erhalten bleiben.

Der "Gaußsche Weichzeichner" wendet eine Weichzeichnung auf das Bild an, je nach Höhe des Pixelradius stärker oder schwächer. Die Auswahl zwischen "Bild Trüben" oder "Maske Trüben", gibt dem Layouter die Möglichkeit, neben dem Bild auch einen vorhandenen Alpha-Maskenkanal weichzuzeichnen.

Der Filter "Unscharfe Maske" entspricht der Funktion "Unscharf Maskieren" aus Photoshop und ist sicherlich in der Druckproduktion einer der am häufigsten genutzten Filter. Drei Einstellungen steuern die Scharfzeichnung: Wert, Radius und Schwellenwert. Mit Wert und Radius legt man Intensität und Wirkbereich fest, der Schwellenwert unterdrückt die Scharfzeichnung in flächigen Bereichen. Betont man die Körnigkeit eines Bildes zu stark, kann man dies durch Anheben des Schwellenwertes unterbinden. "Invertieren" kehrt positive und negative Werte eines Bildes um. Dabei dient der Schwellenwert als Grenze, an der die Negativ- und Positivwerte der Umkehrung wirksam werden. Um die Bildschärfe abzumildern, greift man zum Filter "Diffundieren" . Dieser Filter eignet sich auch zum Abmildern von Alpha-Maskenkanälen, wenn diese zu abrupt abgegrenzt sind. Die Filter "Relief" und "Reliefeffekte" arbeiten Hand in Hand. Mit dem Relieffilter lassen sich Bildbereiche reliefartig anheben. Die Parameter Radius, Winkel und Wert definieren das Erscheinungsbild. Der Filter Reliefeffekte gibt die Richtung an, aus der der Reliefeffekt auf das Bild angewendet werden soll. Mit der Winkeleinstellung des Relieffilters nicht zu verwechseln.

Um Kanten im Bild anzuzeigen, nimmt man den Filter "Kantendetektion" . Zwei Einstelloptionen, Sobel und Prewitt, definieren die Art der Kantendetektion. Sie sind Operatoren, die die mathematischen Eigenheiten der Erkennung bezeichen. Bildbearbeiter sollten bei Einsatz des Filters Intuition spielen lassen.

Um die Umrisse von Bildern hervorzuheben, verwendet man den Filter "Konturen nachzeichnen" , der aber das Bild in ein Schwarz-Weiß-Bild umwandelt. Der Effekt lässt sich auch umkehren. Mit dem Filter "Bildrauschen hinzufügen" kann auf Bilder farbiges oder monochromes Rauschen angewendet werden. Die Art der Verteilung sowie die Intensität lässt sich einstellen. Mit dem Filter "Median" gelingt eine Interpolation gleicher Helligkeitsbereiche, um unerwünschte Körnigkeit oder Rauschen zu unterdrücken.

TIPP Bei platzierten EPS-Dateien sollte man vor Einsatz der Bearbeitungsfunktionen die hochauflösende Bildvorschau für das zu bearbeitende Motiv einschalten, sonst schaltet der Dialog beim Aufrufen die Ansicht selbstständig um.

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