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Von Dr. Michael Rath, Patrick Woods - 27.10.2011, 10:28

Bring Your Own Device

Private Apple-Geräte bei der Arbeit

Das private iPhone oder das eigene Macbook ist oft attraktiver als die Hardware, die Mitarbeitern in Unternehmen angeboten wird. Darf man die privaten Geräte aber einfach mit zur Arbeit bringen und dort nutzen?
Wer privat ein iPhone nutzt oder ein Macbook Air besitzt, für den wirkt das Firmenhandy oder der Standard-Laptop des Unternehmens womöglich wenig interessant. Andere Mitarbeiter bekommen eventuell keines dieser Arbeitsmittel und wollen deshalb ihre eigenen Geräte auch beruflich nutzen. Aber wo sind die Grenzen, was darf der Arbeitnehmer und worauf müssen Nutzer und Arbeitgeber achten?
Firmen-Mails auf dem Privathandy, Kundendaten auf dem privaten Macbook. Das ist nur bei genauer Planung eine gute Idee. In der IT nennt man dieses Phänomen "BYOD" - ein Akronym für "Bring your own device" (Bring Dein eigenes Gerät mit). Unter IT-Verantwortlichen wird dieser Trend zurzeit intensiv diskutiert, die meisten Firmen haben aber immer noch keine Regeln dafür. Die Praxis wirft hier viele Fragen und Problemstellungen auf. Die Sicherheit von Firmendaten und der Datenschutz müssen garantiert sein, auch Fragen nach dem Support und der Haftung muss das Unternehmen zuvor klären.

Rechner und Smartphones in privater und geschäftlicher Nutzung

Während es noch vor kurzem undenkbar war, dass die IT-Abteilung fremde IT-Systeme und Geräte in ihrer Infrastruktur überhaupt duldet, sind private Geräte heute auf dem Vormarsch. Sogar das Europaparlament will die Abgeordneten laut Medienberichten mit iPads ausstatten. Diese "Konsumerisierung" der IT am Arbeitsplatz ist faktisch nicht mehr aufzuhalten: Über zwei Drittel aller Kommunikationsgeräte werden nicht nur für private Zwecke, sondern auch geschäftlich genutzt. Nicht zuletzt die Verbreitung von sozialen Netzwerken führt dazu, dass die Grenzen zwischen privat und dienstlich immer weiter verschwimmen.
Daher überlegen immer mehr Firmen, neue Modelle für den kostengünstigen Einkauf von IT und etablieren - wie etwa Procter & Gamble - Pilotprogramme. Teilweise finanzieren Unternehmen wie Citrix, EMC und Kraft Foods bereits die Anschaffung privater Geräte mit Zuschüssen in der Größenordnung von 1500 Euro für das IT-Equipment, das dann auch in der Firma verwendet werden darf (und soll). Diese Art der IT-Beschaffung kann erheblich zur Zufriedenheit der Nutzer beitragen und auch Kosten einsparen. Laut Gartner können Firmen so bis zu 40 Prozent der Anschaffungs- und Unterhaltskosten sparen, die sie sonst für ein Firmen-Notebook aufwenden müssten. Erwünschter Nebeneffekt: Die Mitarbeiter sind auch außerhalb der regulären Arbeitszeit erreichbar.
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