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Das sind die besten Visitenkarten-Apps am iPhone

19.07.2016 | 15:17 Uhr |

Türmen sich bei Ihnen auf dem Schreibtisch auch schon die Visitenkarten? Räumen Sie mal wieder auf – mit unseren 5 Tipps zu den besten Visitenkarten-Apps.

Wir leben in einem quasi papierlosen Zeitalter. Nur eine Marotte will und will einfach nicht aussterben: Die Visitenkarte. Natürlich sind Visitenkarten ein unverzichtbares Mittel fürs geschäftliche Netzwerken. Doch was tun, wenn Sie nach einer Messe oder Ausstellung plötzlich mit 800 neuen Visitenkarten nach Hause kommen?

Meistens verstauben die Karten dann in irgendeiner Aktentasche, bis man sich auf der nächsten Ausstellung wieder an sie erinnert – kein gutes Business-Networking…

Die gute Nachricht: Es gibt einige gute Apps, die Ihnen helfen, wieder Herr über alle gesammelten Visitenkarten zu werden. Sie digitalisieren sie, sortieren sie und machen sie jederzeit abrufbar. Wir haben die fünf besten Visitenkarten-Apps für Sie herausgesucht.

CamCard

CamCard (kostenlos oder 0,99 € für die Premium-Version) ist der Klassiker unter den Visitenkarten-Apps. Sie ist schnell, akkurat und günstig, wobei die unterschiedlichen Fassungen auch verschiedene Bedürfnisse bedienen: die kostenlose Einsteiger-Version enthält alle Funktionen, beschränkt die maximale Menge Ihrer gescannten Visitenkarten aber auf 200. Mit der Premium-Versionen existiert keine Beschränkung. Der optische Zeichenleser von CamCard erkennt und verarbeitet Karteninformationen in 17 verschiedenen Sprachen, darunter Englisch, Chinesisch, Japanisch, Ungarisch, Schwedisch und Russisch.

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CamCard ist auch eine der schnellsten Apps, die wir ausprobiert haben: Sie erstellt automatisch ein Foto einer Visitenkarte, sobald diese im Sucher erkennbar ist und formatiert das Bild in eine lesbare Datei. Zudem bietet die App einen Sammel-Modus, mit dem Sie mehrere Karten auf einmal erfassen können. Dabei ist CamCard sehr akkurat bei der Übersetzung der Daten in Kontaktinformationen und kann auch unterschiedliche Layouts gut lesen. Allerdings verwechselt sie häufig Firma, Abteilung und Job-Titel. Auch Telefonnummern werden automatisch erkannt und in ein anrufbares Zahlenformat umgewandelt. Sogar Social-Media-Informationen auf einer Karte kann die App zuordnen. Über das solide Web-Interface können Sie Kontakte effizient verwalten.

Eine Schwachstelle hat die App dann aber doch: Sie hat Probleme damit, komplett schwarze oder stark glänzende Visitenkarten zu erkennen. Für diese Art von Karten müssen Sie manuell ein Foto aufnehmen und Sie haben leider keine Garantie, dass die Schrifterkennungssoftware die Daten korrekt ausliest.

Insgesamt ist CamCard aber eine sehr solide App mit kleineren, nachvollziehbaren Schwächen. Dank der Cloud-basierten Datenbank sind Ihre angelegten Kontakte von verschiedenen Geräten aus abrufbar. Zudem können Sie alle Kontaktinformationen in Ihre lokale Kontaktliste hochladen. Auch Ihre eigene Visitenkarte können Sie in CamCard anlegen und auf Wunsch mit Spezialeffekten (etwa einem Vorstellungsvideo) versehen, welche andere CamCard-Nutzer dann abrufen können, sobald Sie Ihre Karte scannen. Digital können Sie Ihre Visitenkarte per QR-Code oder Card Radar (eine Funktion, die Ihnen CamCard-Nutzer in der Nähe anzeigt) teilen.

FoxCard

FoxCard (kostenlos, In-App-Käufe) ist eine solide und sehr einfach zu bedienende Visitenkarten-App. Sie scannt und erkennt Visitenkarten in 9 verschiedenen Sprachen (Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Schwedisch, Finnisch und Dänisch).

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FoxCard verzichtet auf den Schnickschnack manch anderer Vertreter und ist tatsächlich „nur“ ein Visitenkarten-Scanner – kein Social-Networking-Tool. Sie können Ihren gescannten Karten also keine digitalen Extras hinzufügen und sie auch nicht online mit anderen Nutzern der App teilen. Dafür funktioniert der Scanner automatisch, sobald eine Visitenkarte in der korrekten Position liegt und bietet auch einen Sammelmodus für das Scannen mehrerer Karten gleichzeitig.

Der Scanner von FoxCard ist zudem besser darin, komplett schwarze und sehr stark glänzende Karten zu erfassen – auch wenn seine Scangeschwindigkeit etwas niedriger ist als beispielsweise die von CamCard. Auch die Kartenverwaltung innerhalb der App läuft geschmeidig: Karten lassen sich kategorisieren, per E-Mail oder Textnachricht versenden, teilen und auch löschen. Allerdings bringt auch FoxCard öfter mal Adressen durcheinander (die App trennt zum Beispiel fast nie den Straßennamen von der angegebenen Stadt) und fügt Punkte dort ein, wo keine sein sollten. Auch der Sammelscan mehrerer Karten hat manchmal so seine Tücken: Einige Informationen wanderten in unserem Test munter von einer Karte zu einer anderen.

Kurz gesagt: FoxCard ist nicht perfekt. Aber dafür bekommen Sie es auch völlig kostenlos. Plus: Die App bietet eine Cloud-basierte Datenbank, über die Sie Ihre Kontakte auf verschiedenen Geräten synchronisieren können.

WorldCard Mobile

WorldCard Mobile (kostenlose Lite-Version, 6,99 € Premium-Version) trägt einen treffenden Namen – denn diese App erkennt Visitenkarten in insgesamt 21 Weltsprachen. Das sind von allen Apps, die wir getestet haben, die meisten. Darunter befinden sich beispielsweise Chinesisch, Tschechisch, Slowakisch und Arabisch – auch wenn Sie vor dem Scan der jeweiligen Karte die Sprache erst manuell auswählen müssen. Die App kommt in zwei Versionen daher: Eine kostenlose Version, mit der Sie maximal einen Kontakt pro Woche speichern können; und eine Premium-Version, die Ihnen unbegrenztes Kontakte-Speichern erlaubt.

Ebenso wie CamCard und FoxCard besitzt auch WorldCard Mobile eine eigene, Cloud-basierte Datenbank, dank der Sie Ihre Kontakte auch auf verschiedenen Plattformen immer aktuell haben. Sie können Kontakte auch direkt in Ihrer lokalen Kontaktliste speichern und mit Ihren Gmail-/Google-Kontakten synchronisieren – ein praktisches Feature für Gmail-Nutzer.

Unglücklicherweise besitzt die App keinen Sammelscan-Modus und die Kamera beginnt den Scan auch nicht automatisch, sobald die Karte korrekt positioniert ist. Das klingt zwar erstmal nach zu vernachlässigenden Funktionen, doch sie machen einen großen Unterschied, wenn Sie hunderte von Visitenkarten zu digitalisieren haben. Mit 6,99 Euro für die Premium-Version ist WorldCard Mobile zudem deutlich teurer als andere Vertreter seiner Zunft.

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Für Business-Leute mit sehr vielen internationalen Kontakten ist diese App durchaus empfehlenswert. Erst Recht, wenn sie ansonsten viel mit Gmail-Kontakten arbeiten. Alle anderen greifen lieber zur günstigeren und schnelleren Konkurrenz.

SamCard

Die Visitenkarten-App SamCard (kostenlose Lite-Version, 5,99 € Premium-Version) ist simpel und geradeheraus: Sie scannt Visitenkarten und speichert die Informationen in der lokalen Kontaktliste Ihres iPhones. Auch SamCard gibt es in zwei Ausführungen: SamCard Lite, mit der Sie bis zu drei neue Kontakte pro Woche anlegen können; und die Premium-Version mit unbegrenztem Kontaktkontingent.

Die App ist ziemlich einfach in der Handhabe: Im Gegensatz zu vielen anderen Apps in unserem Test arbeitet SamCard nicht mit einer Cloud-basierten Datenbank. Das heißt für Sie: Sie müssen sich nicht erst ein Konto anlegen, um die App zu benutzen. Und Sie müssen sich auch keine Gedanken darüber machen, in welche Kontaktliste Sie nun Ihre Daten abspeichern wollen. SamCard speichert einfach alles automatisch in Ihrer lokalen Kontaktliste. Punkt.

Die Scanner-Technologie ist erstaunlich fähig, auch wenn sie bei der Erkennung ein paar Probleme mit Layouts hat, die stark vom Standard abweichen. Die Kamera bietet leider weder einen Sammelscan an, noch schießt sie das Bild bei entsprechender Positionierung der Visitenkarte automatisch. Dafür arbeitet sie erfreulich schnell.

Da SamCard, wie erwähnt, keine Cloud-Datenbank nutzt, lassen sich Ihre Kontakte natürlich auch nicht Geräte-übergreifend synchronisieren. Es sei denn, Sie synchronisieren Ihre iPhone-Kontakte bereits plattformübergreifend. Für einige Nutzer mag die App auch schon wieder zu simpel sein, da sie auch bei der Verwaltung der Kontakte kaum Möglichkeiten bietet. Ein Sahnehäubchen: Die App warnt Sie bei Dopplern in Ihrer Kontaktliste.

SamCard mag nicht der beste Visitenkartenscanner auf dem Markt sein, doch seine Einfachheit wirkt durchaus attraktiv. Wenn Sie lediglich darauf aus sind, schnell ein paar Leute Ihrer Kontaktliste hinzuzufügen, wird Ihnen SamCards blitzschnelle Kamera Freude bereiten (auch ohne Sammelmodus oder automatischen Auslöser).

ScanBiz Cards

Die Visitenkartenscanner-App von CircleBlack (kostenlose Lite-Version, 0,99 € Premium-Version) bietet unbegrenztes Scannen von Kontakten auch in der kostenlosen Version an – limitiert allerdings die möglichen Synchronisierungen Ihrer Kontaktliste. Auch das manuelle Übersetzen von Kontaktinformationen und eine Kalenderintegration sind mit dabei. ScanBiz Cards gibt es in gleich drei Ausführungen: Die kostenlose Lite-Version; die Premium-Version, die Ihnen zusätzlich unbegrenzte Synchronisierung Ihres Adressbuchs und Kalenderintegration bietet; und eine Firmen-Version, deren Preis abhängig davon ist, welche Funktionen sich Ihre Firma wünscht. In dieser Version gibt es auch Funktionen wie den Sammelscan, individualisierbare Kontaktfelder und mehr.

Von allen Apps, die wir getestet haben, besitzt ScanBiz Cards die beste Scannertechnologie. Die App war durchweg akkurat beim Scannen und Lesen der Karteninformationen; zwar bereiten auch hier Nicht-Standard-Layouts manchmal Probleme, ebenso wie komplett schwarze oder stark glänzende Karten. Zwar bieten die kostenlose und Premium-Version beide keinen Sammelscan an, doch die Technologie ist so fortschrittlich, dass man auch viele Karten schnell abarbeiten kann. Wenn Sie also einen besonders zuverlässigen Visitenkartenscanner suchen, liegen Sie mit ScanBiz Cards goldrichtig.

Auf der Kehrseite stehen jedoch einige Funktionen, die bei anderen Apps sogar in den kostenlosen Versionen enthalten sind, bei ScanBiz Cards nur im Firmen-Modell zur Verfügung. Dafür bietet die App zahlreiche Funktionen, die die meisten wohl niemals benutzen würden: Kontakte nach Salesforce, Excel und Evernote exportieren, zum Beispiel. Auch das manuelle Übersetzen von Karten, die der Scanner nicht erkennt, dürfte kaum zum Einsatz kommen. Viele Funktionen sind zwar per se nichts schlechtes, jedoch machen sie die App unübersichtlich. Das liegt auch daran, dass viele der genannten Funktionen wenig intuitive Namen bekommen haben (zum Beispiel „WebSync“ oder „CircleBack“). Die App scannt Ihre Karten übrigens in 21 Sprachen, darunter auch Ungarisch, Litauisch, Türkisch, Serbisch und Vietnamesisch.

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