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Dropbox am Mac nutzen

11.05.2011 | 10:24 Uhr |

Dropbox kostet nichts und synchronisiert Dateien zwischen verschiedenen Geräten. Ob ein Mac, ein Windows- oder Linux-PC, es gibt kaum ein Endgerät, mit dem sich Daten wie Notizen, Bilder oder ein gemeinsames Wörterbuch, nicht abgleichen lassen.

Dropbox_icon
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Bei Dropbox beginnt man am besten mit einem Mac (oder Windows-PC): Software aus dem Internet laden und einen Account anlegen; sprich: Benutzername, E-Mail-Adresse und Kennwort festlegen. Ärgerlicherweise gibt es Dropbox und alle dazu gehörige Software nur auf Englisch, aber vielleicht hat der Hersteller ja eines Tages ein Einsehen und lokalisiert die Texte.

Dropbox ist so konfiguriert, dass es auf dem Rechner permanent einen Ordner (und dessen Unterordner) überwacht. Kommen Dateien hinzu oder werden welche gelöscht, wird diese Änderung auf den Dropbox-Server übertragen. Greift man beispielsweise parallel mit Mac und iPhone zu, sieht man diese Änderung sofort und - abhängig von der Übertragungsgeschwindigkeit - hat man die Änderung kurze Zeit später auch auf dem iPhone.

Kopie oder Original in Dropbox

Wer Dropbox aber für das Backup der wichtigsten Dokumente nutzen möchte, steht vor einem Dilemma: In der Regel gibt es bereits irgendeine Ordnung (und Ordner) auf dem Mac, deshalb müsste man die Dokumente, die gesichert werden sollen, in die Dropbox kopieren. Damit legt man aber Dubletten an, was immer problematisch ist. Oder man gibt die bisherige Ordnung zumindest teilweise auf und legt Dokumente direkt im Ordner "Dropbox" ab. Das ist aber ebenfalls wenig elegant, da es dann zwei Orte gibt, an denen man nach einem Dokument suchen muss.

Glücklicherweise arbeiten Sie am Mac mit einem Betriebssystem, in dem viele Vorzüge aus der Welt von Unix eingeflossen sind (genauso wie unter Linux). Einer davon sind "symbolische Links". Diese ähneln dem Alias einer Datei. Ein Alias ist eine Art von Lesezeichen. Wenn Sie im Finder darauf klicken, ist es so, als würden Sie mit dem Original arbeiten: Ein Doppelklick öffnet die Datei oder den Ordner. Nur wenn Sie im Finder das Alias verschieben, offenbart sich der Unterschied: Die Originaldatei bleibt, wo sie ist und das Alias wird verschoben oder kopiert. Ein Alias ist eine schnelle Möglichkeit, um eine Referenz auf ein anderes Dokument oder einen Ordner anzulegen.

Auch ein symbolischer Link ist eine Referenz auf ein Element innerhalb des Dateisystems. Für ein Programm wie Dropbox ersetzt die symbolische Verknüpfung allerdings vollständig das Ziel der Verknüpfung. Befindet sich eine solche symbolische Verknüpfung innerhalb des Ordners "Dropbox", ist es für das Synchronisationsprogramm exakt so, als würde sich dieser Ordner tatsächlich darin befinden. Mit einem symbolischen Link legen Sie eine beliebige Datei oder Ordner in den Dropbox-Ordner, ohne die Dateien tatsächlich bewegen zu müssen. Sie werden aber trotzdem synchronisiert und steht Ihnen dann auf den anderen Geräten zur Verfügung.

Eine symbolische Verknüpfung legen Sie in mit dem Dienstprogramm Terminal an. Dabei gilt folgende allgemeine Syntax: "ln -s <Pfad zur realen Datei><Pfad des Links>". Angenommen Sie wollen den Ordner "Test", der sich in Ihrem Ordner "Dokumenten" befindet, in die Dropbox kopieren, die sich ebenfalls im Ordner "Dokumente" befindet, sieht der Befehl dann so aus:

Ln -s ~/Documents/Test ~/Documents/Dropbox

Nachteil dieser Methode ist, dass man mit den englischen Pfadnamen arbeiten muss. Tippfehler und Schrägstriche am Ende der Namen führen zu Ergebnissen, die sich schwer rückgängig machen lassen.

Linkerei mit Macdropany

Da gibt es doch sicher eine App dafür, oder? Richtig! Wenn Sie nicht so gern mit dem Terminal arbeiten, können Sie das Programm Macdropany installieren. Den Link erstellen sie mit wenigen Mausklicks: Sie starten die Software, wählen das Verzeichnis aus, das Sie Dropbox hinzufügen wollen, und wählen ein Ziel innerhalb des Ordners "Dropbox". Optional vergeben Sie noch einen Namen für diese Verknüpfung.

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