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Datentarife im Ausland im Überblick

28.09.2011 | 17:20 Uhr |

Die Mobilfunkanbieter senken die Preise für die Internet-Nutzung im Ausland. Surfen und E-Mails in die Heimat werden dadurch zum Teil deutlich günstiger. Wir stellen die besten Optionen für Laufzeit- und Prepaid-Verträge vor und zeigen, worauf man dabei achten muss

Datentarife für das iPad: ipad_3g_iphone_simtray_4796_1
Vergrößern Datentarife für das iPad: ipad_3g_iphone_simtray_4796_1

Die EU hat den Mobilfunkanbietern die Reduzierung der hohen Kosten für die Handynutzung im Ausland ins Pflichtenheft geschrieben. Nachdem Gespräche bereits deutlich preiswerter geworden sind, führen die Anbieter nun auch günstigere Datentarife für Reisende ein.

Bereits seit Juli 2010 gilt für Handynutzer EU-weit eine Obergrenze von 50 Euro plus Mehrwertsteuer für die Datennutzung im Ausland, also für deutsche Verträge rund 60 Euro. Bei 80 Prozent des Wertes muss der Provider den Kunden informieren, zum Beispiel per SMS, und bei Erreichen der Grenze die Verbindung trennen, wenn der Anwender nicht die Fortsetzung wünscht. So soll verhindert werden, dass die Internet-Nutzung die Rechnung unbemerkt in schwindelerregende Höhe treibt. Kunde und Provider können die Grenze einvernehmlich ändern.

Passenden Tarif finden

Die Provider bieten Optionen mit verschiedene Laufzeiten und Datenvolumen an. In den Standardverträgen wird meist pro Datenblock abgerechnet, typisch für EU-Länder sind 15 bis 20 Cent pro angefangene 50 oder 100 KB. Dabei kann noch eine Pauschale pro Verbindung oder pro Tag hinzukommen. Solche Angebote lohnen sich eher, um täglich die E-Mails zu checken und nur im Ausnahmefall einmal eine Webseite aufzurufen. Interessanter sind die neueren Tages- und Wochenpakete, die auch viele Prepaid-Anbieter führen. Bei 10 MB pro Tag kann man immer noch keine großen Sprünge machen, aber schon ein paar zusätzliche Apps nutzen. Oft muss die zugehörige Option einmal aktiviert werden, danach lassen sich die Tagesraten automatisch oder per SMS aktivieren. Neben der Dauer der Gültigkeit gibt es je nach Anbieter Einschränkungen beim zulässigen Datenvolumen. Auch Tethering, also die Mitbenutzung der Internet-Verbindung durch andere Geräte, ist nicht immer erlaubt.

Kleingedrucktes beachten

Für alle Tarifoptionen gilt es, beim Anbieter zu prüfen, ob sie nur für eine begrenzte Zeit gebucht und danach automatisch beendet werden oder ob man sie selbst kündigen muss. Im zweiten Fall sollten Sie die Kündigungsfristen (und damit Mindestlaufzeiten) beachten, falls die Pakete pauschale, nutzungsunabhängige Kosten enthalten.

Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollte man auch bei seinem Anbieter klären, wie schnell eine Option aktiviert wird und im Zweifelsfall rechtzeitig buchen. Wer erst am Abreisetag bucht, läuft sonst eventuell Gefahr, noch ein paar Tage über den teureren Standardtarif zu telefonieren und zu surfen, während der Auftrag im System des Providers auf die Bearbeitung wartet.

Datenmenge reduzieren

Als iPhone-Nutzer hat man verschiedene Möglichkeiten, um das genutzte Datenvolumen zu reduzieren. Als Erstes sollte man Push-Dienste in den Einstellungen unter "Benachrichtigungen" abschalten. Dazu wählen Sie "Mail, Kontakte, Kalender > Datenabgleich > manuell", um die Mail-Accounts nur noch durch Aufrufen der App manuell abzufragen. Auch in Mails eingebundene Bilder sind oft vermeidbarer Datenmüll. Diese deaktivieren Sie ebenfalls in den Mail-Einstellungen unter "Entfernte Bilder laden". Wie viele Daten Sie tatsächlich übertragen haben, können Sie unter "Einstellungen > Allgemein > Benutzung" kontrollieren. Dies ist allerdings nur ein grober Richtwert, da er nicht die abgerechnete Blockgröße berücksichtigt. In der Praxis kann ein gebuchtes Volumen daher viel schneller aufgebraucht sein.

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