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File Vault nutzen

01.03.2008 | 15:34 Uhr |

Seit Mac-OS X 10.4 Tiger schützt File Vault die gesamte Festplatte in einem verschlüsselten Image.

File Vault
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Hauptkennwort festlegen

Um File Vault zu aktivieren, öffnet man die Systemeinstellung "Sicherheit" und dort die Abteilung "FileVault". Zuerst muss man nach einem Klick auf "Hauptkennwort festlegen" ein Passwort einrichten. Es dient dazu, das verschlüsselte Image auch dann öffnen zu können, wenn ein Benutzer sein Passwort vergessen hat. Dieses wird jeweils für die Verschlüsselung verwendet. Ohne eines dieser beiden Passwörter kommt man an die Daten nie wieder heran.

File Vault einschalten

Nun klickt man auf "FileVault aktivieren" und gibt sein Benutzerpasswort ein. Im nächsten Fenster lassen sich das sichere Löschen und der sichere virtuelle Speicher aktivieren. Dann werden die Daten beim Ausleeren des Papierkorbs immer überschrieben, und der virtuelle Speicher auf der Festplatte wird verschlüsselt. Mit einem nochmaligen Klick auf "FileVault aktivieren" schließt das System alle Programme, meldet den Benutzer ab, legt das Image an und kopiert die Daten dorthin. Auf der Festplatte muss mindestens so viel freier Speicherplatz verfügbar sein, wie der Benutzerordner belegt.

Mit File Vault arbeiten

Dass File Vault aktiviert ist, erkennt man an dem geänderten Haussymbol für den eigenen Privatordner. Aus Sicherheitsgründen wird die automatische Anmeldung ausgeschaltet und lässt sich für den Benutzer-Account, der mit File Vault gesichert ist, auch nicht wieder einschalten. Meldet man sich mit seinem Passwort an, öffnet das System automatisch die Image-Datei, so dass man genauso arbeitet wie bisher.

File Vault und Time Machine

Die Zusammenarbeit von File Vault mit Info File Vault Mit File Vault bietet Mac-OS X eine Verschlüsselungsfunktion für den gesamten Privatordner. Dabei wird dieser in eine verschlüsselte Image-Datei umgewandelt, und zwar im Format "Mitwachsendes Bundle-Image". Darum sind die Daten nur dann verschlüsselt, wenn man nicht am Rechner angemeldet ist. Aus Platzgründen ist es empfehlenswert, die iPhoto-Bibliothek und die iTunes-Mediathek auszulagern (siehe Seite 27), damit diese nicht ebenfalls verschlüsselt werden müssen. Time Machine hat zwei Haken: Gesichert wird der verschlüsselte Privatordner nur dann, wenn man sich vom System abmeldet oder den Mac ausschaltet, sonst nicht. Dann optimiert das System die Image-Datei, verschlüsselt sie und erstellt ein Backup. Beim Wiederherstellen der Daten kann Time Machine nicht auf den Inhalt eines gesicherten Image zugreifen, sondern man begibt sich im Finder auf die Backup-Festplatte, öffnet das gesuchte Image per Doppelklick und kopiert dann die benötigten Daten selbst zurück.

File Vault ausschalten

Schaltet man File Vault in der Systemeinstellung "Sicherheit" mit "FileVault deaktivieren" wieder aus, so kopiert das System die Daten aus der Image-Datei wieder in einen normalen Benutzer-ordner und löscht dann das Image. Dazu werden ebenfalls alle Programme beendet und die Benutzer abgemeldet. Auf der Festplatte muss mindestens so viel freier Speicherplatz verfügbar sein, wie der Benutzerordner belegt.

Virtueller Speicher

Das System legt auf der Festplatte einen virtuellen Speicher an, in den es Inhalte des Arbeitsspeichers bei Platzmangel auslagert. Bei einem mobilen Mac wird beim Tiefschlaf auch der komplette Arbeitsspeicher auf die Festplatte gesichert.

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