1449880

Die besten Datenrettungsprogramme im Vergleich

11.04.2012 | 12:02 Uhr |

Ein Defekt des Datenträgers oder eine Unachtsamkeit des Anwenders können Dokumente und digitale Medien schnell ins Jenseits befördern. Dann ist neben einem aktuellen Backup das eine oder andere Werkzeug nützlich, um den Datenverlust zu minimieren

icon_datenpros
Vergrößern icon_datenpros

Um Daten gegen Verlust zu schützen, gibt es verschiedene Methoden. An erster Stelle steht dabei ein aktuelles Backup. Und wer ganz sicher gehen möchte, legt sich sogar zwei davon an. Dann ist im Falle eines Schadens am Datenträger oder beim versehentlichen Löschen von Dokumenten nur die Arbeitszeit seit dem letzten Backup verloren. Darüber hinaus kann man weitere Maßnahmen ergreifen und beispielsweise Datenträger auf sich abzeichnende Fehler überwachen, um rechtzeitig das Laufwerk austauschen zu können. Oder man setzt ein Programm ein, mit dessen Hilfe sich kürzlich gelöschte Dateien zurückholen lassen. Treten gravierende Fehler auf der Festplatte oder dem SSD-Laufwerk auf oder hat man versehentlich einen externen Datenträger oder eine Speicherkarte in der Digitalkamera neu formatiert, ist man ohne Backup auf ein Datenrettungsprogramm angewiesen. In vielen Fällen führt das auch zum Erfolg. Eine Garantie, alle Daten intakt wiederherzustellen, gibt es aber nicht.

Hardware überwachen

Manche Schäden an Datenträgern kündigen sich langsam an, was sich durch eine regelmäßige Prüfung rechtzeitig erkennen lässt. Drive Genius ist zum einen ein Werkzeug, mit dem man einen Datenträger auf defekte Blöcke prüfen, das Dateiverzeichnis neu aufbauen, einen Datenträger partitionieren, defragmentieren oder auf einen anderen klonen sowie alle Daten sicher löschen kann. Zum anderen gibt es mit Drive Pulse eine Überwachungsfunktion für die internen und externen Laufwerke. Dabei wird sowohl die Hardware des Laufwerks in regelmäßigen Abständen untersucht, als auch die Dateistruktur der Volumes.

Techtool Pro bietet neben Werkzeugen zum Klonen, Defragmentieren und sicherem Löschen von Laufwerken eine Hardwareprüfung an, die auch die Prüfung der Speicherblöcke umfasst. Diese muss man aber manuell starten. Dabei werden nicht nur die Laufwerke geprüft, sondern auch der Arbeitsspeicher und der Grafikspeicher des Rechners. Im Test verwenden wir auch eine defekte externe Festplatte, die nur noch im Schneckentempo Daten schreibt und liest. Weder Drive Genius noch Techtool Pro warnen jedoch rechtzeitig bei der Blockprüfung wegen der sehr langen Bearbeitungszeit von mehreren Tagen, die alleine schon einen schweren Defekt vermuten lässt.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1449880