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Daten am iPhone schützen

17.06.2011 | 10:06 Uhr |

Immer wieder gelingt es, nachzuweisen, dass iPhone-Diebe sich sensibler Daten bemächtigen können. Apple rüstet in puncto Sicherheit stetig nach. Wir haben zusammengetragen, welche Daten sich sichern lassen und welche gefährdet sind - und was Sie tun müssen, um auch im Falle eines Diebstahls keine Sorgen um Ihre Daten zu haben.

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Das iPhone gehört bei Dieben zu den beliebten Zielen. In iTunes wiederhergestellt, lässt es sich schnell verkaufen. In dem Fall bleibt der Benutzer auf dem materiellen Schaden sitzen - manchmal gedeckt durch eine Handyversicherung.

Wird das iPhone beruflich genutzt und enthält zum Zeitpunkt des Diebstahls wichtige Daten, wie Kalkulationen, Herstellungspreise, Notizen oder Adressen, ist der Schadenswert des Geräts das geringste Problem. Der Bestohlene kann nur hoffen, dass der Dieb lediglich auf den Verkauf des gelöschten iPhone aus ist.

Trügerische Sicherheit

Vor fast zwei Jahren hat Apple begonnen, das iPhone 3GS im Business-Umfeld zu platzieren, ein lohnender Markt, den bis dato hauptsächlich RIM mit Blackberry dominierte. Seit dem iPhone 3GS sind alle iPhone-, iPod-Touch- und iPad-Modelle mit hardwareseitiger Verschlüsselung ausgestattet. Mit dieser Aussage wollte Apple Türen im Businessbereich öffnen.

Zwar stimmte Apples Aussage, ein Schutz der Benutzerdaten war aber nicht nennenswert vorhanden. Mit "Code-Sperre" - einer Sichtsperre, die sich über "Einstellungen > Allgemein > Code-Sperre" einschalten ließ und lässt - konnte der Benutzer einem Fremden den schnellen Blick auf das iPhone verwehren.

Zunächst musste eine vierstellige Zahl eingegeben werden. Mehr leistete Code-Sperre aber auch nicht. Ein durchschnittlich begabter Grundschüler konnte Code-Sperre einfach aushebeln oder löschen - freie Fahrt für Datenklau.

Daneben setzte Apple bis vor Kurzem recht blauäugig auf eine Verschlüsselung, die eindeutige Hardware-IDs des iOS-Geräts zum Erzeugen der Kodierung nutzte. Diese ließen sich allerdings herausfinden und damit auch verschlüsselte Daten sichtbar machen. Sicherheitsexperten hatten immer wieder gefordert, bei der Verschlüsselung auch das Passwort aus Code-Sperre beim Erzeugen der Schlüssel hinzuzuziehen. Das hat Apple inzwischen getan und ein Sicherheitsloch gestopft - zumindest in einigen Einsatzbereichen.

Banking schon lange geschützt

Nun ist es nicht so, dass alle Daten auf iPhone & Co bisher immer ungeschützt vorlagen. So hatten Programmierer von Banking-Apps etwa schon lange das Problem erkannt und setzen deshalb auf eigene Verschlüsselungstechnologie. So werden die Kontodaten, die die App sicher per HBCI vom Bankrechner lädt, am iPhone von der App verschlüsselt abgelegt. Wird das iPhone gestohlen und gehackt, kann der Datendieb die Datei zwar auf seinen PC laden, dort aber nicht entschlüsseln. Er bekommt nur nichtssagenden Buchstabensalat zu sehen.

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