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Dokumente erstellen mit Pages, Keynote und Numbers

10.04.2014 | 13:00 Uhr |

Mit iWork für iCloud hat Apple seinen Produktiv-Tools eine weitere wertvolle Ergänzung spendiert. So arbeitet man mit iWork nun über alle Plattformen produktiv.

Während das neue Office für den Mac von Microsoft erst im Laufe dieses Jahres kommen soll, hat Apple seinen Produktiv-Apps Pages, Keynote und Numbers bereits im letzten Herbst eine Generalsanierung spendiert. Der Fokus lag bei Apple vor allem darauf, die mobilen Versionen der iWork-Apps auf den selben Stand wie die Mac-Pendants zu bekommen.

Neben einer neuen Optik und besserer Kompatibilität zu den iOS-Apps von iWork hat Apple mit den neuen Versionen noch einen weiteren wichtigen Schritt für seine Produktiv-Apps vollzogen, nämlich den in die Cloud. Mit iWork für iCloud können Nutzer mit einer Apple-ID kostenlos die ähnlich umfangreichen Online-Versionen von iWork nutzen.Wie Sie mit Apples Produktiv-Trio effektiv neue Dokumente erstellen, bestehende Dokumente bearbeiten oder Ihre Arbeit teilen können, zeigen wir in unserem „iWorkshop“.

Die Apps: Das brauchen Sie zum Loslegen

1. Apps laden und Apple-ID erstellen

Während Apple iWork für iCloud über icloud.com gratis zur Verfügung stellt, müssen die Apps für OS X und iOS aus dem App Store geladen werden. Käufer neuer Hardware können die jeweiligen iWork-Apps für ihre Plattform gratis laden, Nutzer älterer Systeme müssen dagegen nochmals in das Portemonnaie greifen.

Wollen Sie neben den mobilen und Dektop-Apps auch iWork für iCloud nutzen, brauchen Sie dafür eine Apple-ID. Diese können Sie auf dem Apple-ID-Portal erstellen. Wenn Sie schon mal dabei sind, können Sie auch noch die Zwei-Faktor-Authentifizierung für die neue ID einrichten.

2. Dokumenten-Sync aktivieren

Aktivieren Sie den Dokumenten-Sync über iCloud, damit Sie stets einen einheitlichen Datenstand auf allen Geräten haben. Unter OS X navigieren Sie in den Systemeinstellungen zum Menüpunkt „iCloud“. Wenn Sie sich am Mac noch nicht bei iCloud angemeldet haben, tippen Sie Apple-ID und Passwort ein und aktivieren die Synchronisation via iCloud.

Waren Sie vorher schon angemeldet, brauchen Sie nur sicherzustellen, dass das Häkchen bei „Dokumente & Daten“ gesetzt ist. Die Schaltfläche „Optionen“ am rechten Ende der Zeile führt übrigens zu einer Anzeige aller Apps, die auf den Dokumentenspeicher zugreifen.

Unter iOS 7 funktioniert die Aktivierung ähnlich. Auch dort navigieren Sie in den Systemeinstellungen zum Menüpunkt „iCloud“ und geben die Zugangsdaten zu Ihrem iCloud-Account ein. Ist der Menüpunkt „Dokumente & Daten“ auch hier nicht aktiviert, legen Sie den Schalter um.

1. iWork-Dokumente am Mac erstellen

Um mit Pages, Keynote oder Numbers ein neues Dokument am Mac zu erstellen, genügt es, die jeweilige App zu starten und auf die Schaltfläche „Dokument erstellen“ am unteren Rand des „Öffnen“-Menüs zu klicken. Als Systemstandard öffnet sich zunächst ein Kontextmenü, aus dem Sie eine Dokumentenvorlage wählen können.

Unter „Meine Vorlagen“ werden in allen drei Mac-Apps nutzergenerierte Vorlagen gespeichert, zum Beispiel für wiederkehrende Briefinhalte.
Vergrößern Unter „Meine Vorlagen“ werden in allen drei Mac-Apps nutzergenerierte Vorlagen gespeichert, zum Beispiel für wiederkehrende Briefinhalte.

Je nach iWork-App finden Sie hier thematisch sortiert Briefvorlagen, Berichte, Projekt-Sheets oder schicke Präsentationen. Speichern Sie ein bereits erstelltes Dokument über den Menübefehl „Ablage > Als Vorlage sichern“ ab, wird es von der jeweiligen App in der Vorlagenansicht unter „Meine Vorlagen“ gesichert und so zur Wiederverwendung vorgehalten. Allerdings werden Vorlagen im Gegensatz zu den Dokumenten selbst nicht über den automatischen iCloud-Sync abgeglichen.

2. Neue Dokumente an iPhone oder iPad

Wie am Mac lassen Ihnen auch die iOS-Apps nach einem Tipp auf „+“ die freie Wahl aus dutzenden Vorlagen – einige App-spezifische Besonderheiten gibt es aber. So fragt Keynote danach, ob man die Präsentation im 4:3-Format oder im Breitbild anlegen möchte, Numbers und Pages dagegen lassen dem Nutzer die Wahl, welche Vorlagen-Kategorien angezeigt werden sollen.

Hat man eine der Vorlagen gewählt, wird das neue Dokument angelegt und kann weiter bearbeitet werden. Die iPhone-Versionen haben den gleichen Funktionsumfang wie die iPad-Pendants. Das Problem: Wegen des kleineren Bildschirms bleibt der Komfort etwas auf der Strecke.

Dokumente lassen sich in den Web-Apps über die „+“-Schaltfläche oder das Zahnrad-Menü erstellen.
Vergrößern Dokumente lassen sich in den Web-Apps über die „+“-Schaltfläche oder das Zahnrad-Menü erstellen.

3. iWork für iCloud nutzen

Der neueste Zugang der iWork-Produktfamilie ist der Cloud-Ableger „iWork für iCloud“, der seit Ende 2013 als offene Beta für alle Besitzer einer Apple-ID über das iCloud-Portal icloud.com zur Verfügung steht. Optisch erinnert die Oberfläche sehr an die iOS-Apps von iWork und auch in Sachen Funktionsumfang stehen sich die beiden Versionen sehr nahe, insbesondere beim Erstellen eines neuen Dokuments über die bekannte Schaltfläche.

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iWork für iCloud befindet sich derzeit noch im Beta-Stadium, konnte aber in den letzten Monaten einige neue Funktionen hinzugewinnen. Während die gesamte Weboberfläche von iCloud inklusive der Dokumenten-Menüs mittlerweile eingedeutscht wurde, sind die Editoren der iWork-Web-Apps noch immer auf Englisch.

Ein Klick auf das Zahnradsymbol in der Menüleis­te der Web-App öffnet ein Aufklappmenü, in dem man ebenfalls ein neues Dokument anlegen oder andere Menüoptionen wie Duplizieren, Löschen oder Freigeben nutzen kann. Ähnlich den iOS-Apps von Pages, Keynote und Numbers synchronisieren auch die Webanwendungen keine selbst erstellten Vorlagen aus den Mac-Versionen. Sie müssen also mit den vorgegebenen Vorlagen Vorlieb nehmen.

Haben Sie das neue Dokument erstellt, öffnet iWork für iCloud ein separates Fenster mit dem eigentlichen Editor. Dieser liegt derzeit noch nicht mit deutscher Lokalisierung vor – Sie sollten daher für alle weiteren Arbeiten  die Rechtschreibkorrektur abschalten („Tools > Settings > Check Spelling“), sonst wird Ihnen nahezu jedes Wort unterringelt.

Die Rechtschreibkorrektur von iWork für iCloud liegt wie der gesamte Editor nur in englischer Sprache vor und verträgt sich nicht so gut mit deutschen Texteingaben. Zum Glück lässt sich die Korrektur im Menü abschalten.
Vergrößern Die Rechtschreibkorrektur von iWork für iCloud liegt wie der gesamte Editor nur in englischer Sprache vor und verträgt sich nicht so gut mit deutschen Texteingaben. Zum Glück lässt sich die Korrektur im Menü abschalten.
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