1794330

Dropbox inside – versteckte Optionen

15.07.2013 | 12:33 Uhr |

Es gibt jede Menge Möglichkeiten, die Funktionalität und das Einsatzspektrum des Cloud-Dienstes erheblich zu erweitern. Die besten Erweiterungen stellen wir vor

Mittlerweile gehört der Cloud-Dienst Dropbox bei vielen Anwendern zur Standardausstattung. Er bietet Speicherplatz für Dateien und Verzeichnisse in der Dropbox-Cloud, die Synchronisation erfolgt automatisch im Hintergrund. Auf Mac und Windows-PC, iPad , iPhone und iPod Touch sowie Smartphones und Tablet-PCs unter Android stehen einem Benutzer immer alle Daten aktuell zur Verfügung.

Am Rechner erzeugen die kostenlosen Clients von Dropbox nach der Installation ein Verzeichnis mit Namen Dropbox. Dessen Inhalt – also Dateien und enthaltene Ordner – werden automatisch im Hintergrund mit der Dropbox-Cloud synchronisiert. Ist die ebenfalls kostenlose App Dropbox außerdem auf iPad oder iPhone installiert, haben Sie auch mobil Zugriff auf Ihre Daten.

Dropbox’ enorme Beliebtheit ist zu einem großen Teil darin begründet, dass der Cloud-Dienst so einfach zu bedienen ist. Apples ebenfalls kostenloser Dienst iCloud ist eher auf das Synchronisieren von Einstellungen und App-Daten spezialisiert, dazu auf Backups von iOS-Geräten. Beim einfachen, plattformübergreifenden Synchronisieren von Dateien muss Apples Dienst passen, hier ist Dropbox der Star.

Integration von Dropbox in iOS und Apps

Dropbox ist schon eine ganze Weile auf dem Markt und bietet auch für Programmierer von iOS-Apps funktionierende Programmierschnittstellen (APIs), die sich leicht nutzen lassen. So setzen immer mehr Apps beim Speichern der Benutzerdaten optional auf Dropbox. Wer etwa am iPad an einer Tabellenkalkulation gearbeitet hat, muss sie nicht lokal speichern oder per Mail verschicken. Über den Öffnen-in-Dialog von iOS verschiebt er eine Kopie in ein Dropbox-Verzeichnis. Die Datei wird automatisch in die Dropbox-Cloud geladen und steht fast augenblicklich den Kollegen zur Verfügung, die denselben Dropbox-Account oder mit Ihnen ein Dropbox-Verzeichnis gemeinsam nutzen – dazu später mehr. Inzwischen sichern auch viele Apps einfach die Voreinstellungsdateien optional per Dropbox. Nutzen Sie mit einem anderen iOS-Gerät ebenfalls Dropbox und die betreffende App, sind die Einstellungen automatisch immer synchron.

Zu den Apps, die diese Funktionalität einsetzen, gehören sogar solche, die sensible Daten verwalten, etwa Banking- oder Passwortlösungen. Da die Apps die betreffende Einstellungsdatei sicher verschlüsseln, lässt sich die bequeme Dropbox-Synchronisation bedenkenlos nutzen. Dropbox ist trotz iCloud, Google Drive, Sugarsync und anderen unbestritten weiter der Platzhirsch.

Dropbox-Speicherplatz kostenlos erhöhen

In der kostenlosen Version bietet Dropbox Ihnen 2 Gigabyte Speicherplatz. Wer nur Dokumente in der Cloud synchronisieren will, mag damit auskommen. Natürlich bietet Dropbox auch die kostenpflichtige Erweiterung an, etwa auf 100 Gigabyte für rund 100 Euro pro Jahr.

Vollkommen kostenlos lässt sich der Speicher aber recht einfach auf über 20 Gigabyte erhöhen – das reicht für fast alle Anwender locker aus. Unter dem Motto „Kunden werben Kunden“ können Sie Dropbox einem Freund oder Bekannten empfehlen. Nimmt der die Empfehlung an und richtet einen ebenfalls kostenlosen Dropbox-Account ein, werden Ihnen und dem Bekannten je 500 Megabyte Speicherplatz gutgeschrieben. Dropbox begrenzt den Speicherplatzzugewinn per Empfehlung auf 16 Gigabyte, dazu müssen Sie allerdings 32 Freunde als Dropbox-Kunden gewinnen. Nutzer eines kostenpflichtigen Dropbox-Accounts erhalten übrigens pro erfolgreiche Empfehlung 1 Gigabyte gutgeschrieben, können so maximal 32 Gigabyte Speicherplatz dazubekommen.

Ist das gelungen, verfügen Sie bereits über 18 Gigabyte Speicherplatz. Zusätzliche 3 Gigabyte schreibt Ihnen Dropbox gut, wenn Sie die Funktion „Kamera-Upload“ in Dropbox auf iPad oder iPhone nutzen. Eingeschaltet lädt Ihr iOS-Gerät alle Fotos, die Sie gemacht haben, automatisch auf Ihren Dropbox-Account. Auf diese Weise verfügen Sie über ein stets aktuelles Backup Ihrer Bilder. Apple bietet mit Fotostream ein ähnliches Konzept, das setzt aber die Nutzung von iCloud voraus und beinhaltet einige Einschränkungen. Kamera-Upload funktioniert im Gegensatz zu Fotostream auch bei Mobilfunkverbindungen und nicht nur per WLAN. In diesem Fall sollten Sie allerdings über eine Daten-Flatrate mit ausreichendem Volumen verfügen.

Gratis Speicherplatz on top

Über Empfehlungen und die Aktivierung von Kamera-Upload lässt sich das kostenlose 2-Gigabyte-Volume bei Dropbox auf rund 20 Gigabyte erweitern. Laden Sie Freunde und Bekannte ein, und sammeln Sie Megabytes.

Datensicherheit

Beim iPad lässt sich Dropbox einfach über Einstellungen empfehlen, nimmt der Adressat an, gibt es für beide Nutzer 500 Megabyte Speicherplatz dazu.
Vergrößern Beim iPad lässt sich Dropbox einfach über Einstellungen empfehlen, nimmt der Adressat an, gibt es für beide Nutzer 500 Megabyte Speicherplatz dazu.

Der Schutz der persönlichen Daten rückt endlich bei vielen Benutzern in den Fokus. Dabei sind auf den ersten Blick natürlich besonders Cloud-Dienste suspekt und bergen auch in der Realität ein Risiko: Jeder, der per Benutzername und Passwort Zugang zu einem Cloud-Dienst hat, kann die Daten des Benutzers einsehen und natürlich kopieren. Der Schutz über Benutzernamen und Passwort entspricht dabei dem Anmeldeschutz beim Rechner oder Code-Sperre beim iOS-Gerät .

Im Webinterface zeigt Dropbox alle Optionen, um den kostenlosen Speicherplatz im Cloud-Volume zu erhöhen. Benutzer mit kostenpflichtigem Account bekommen bei erfolgreicher „Werbung“ sogar 1 Gigabyte extra.
Vergrößern Im Webinterface zeigt Dropbox alle Optionen, um den kostenlosen Speicherplatz im Cloud-Volume zu erhöhen. Benutzer mit kostenpflichtigem Account bekommen bei erfolgreicher „Werbung“ sogar 1 Gigabyte extra.

Im Gegensatz zu lokalen Speicherlösungen liegen Ihre Daten bei Dropbox und anderen Diensten auf einem Server, den Sie nicht direkt im Zugriff haben. Zudem sind die meisten Cloud-Dienste und -Server in den USA beheimatet, hier gelten auch noch andere Datenschutzregelungen. S o haben Strafverfolgungsbehörden der USA recht schnell Zugriff auf alle Daten eines „Verdächtigen“ . Für beide Problemstellungen gibt es Abhilfe bei der Nutzung von Dropbox.

Tipp: Kamera-Upload

Ähnlich wie Apples Fotostream bietet auch Dropbox die Möglichkeit, Fotos automatisch vom iOS-Gerät auf das Dropbox-Volume zu laden. Für die Aktivierung der praktischen Backup-Funktion spendiert Dropbox 3 Gigabyte Speicherplatz. Im Gegensatz zu Fotostream lädt Dropbox jedoch nicht nur Fotos, sondern auch Filme in das Cloud-Volume. Diese Funktion wünschen sich viele Fotostream-Nutzer schon seit geraumer Zeit. Eine weitere Option, die Fotostream nicht bietet, kann ins Geld gehen beziehungsweise nerven. Optional erfolgt der Upload nicht nur bei WLAN-Verbindung (wie bei Fotostream), sondern auch per Datenverbindung über die Mobilfunkkarte. Nur Benutzer mit einer ausreichenden Flatrate sollten die Option wählen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1794330