Von Matthias Zehden - 17.12.2012, 10:39

Fehlersuche

Durchblick bei Systeminfos in OS X

©Apple

Gut informiert zu sein ist immer ein Vorteil. Das gilt auch für Computerbenutzer, wenn Sie versuchen, die Ursache eines Problems aufzuspüren. Welche Prozesse sind gerade aktiv, reicht der vorhandene Arbeitsspeicher, läuft ein Datentransfer, und wird die Netzwerkkarte überhaupt mit voller Geschwindigkeit genutzt?
OS X stellt diverse Dienstprogramme zur Verfügung, die über den aktuellen Status informieren. So bekommen Sie auch exakt heraus, welches Mac-Modell Sie haben und welche Hardware-Komponenten vorhanden sind. Das muss man zum Beispiel wissen, um passende Module für die Speicheraufrüstung zu finden oder eine geeignete neue Festplatte zu wählen. Auch für den Umstieg auf ein neues OS X sind solche Daten nützlich. Neben Apples Bordmitteln gibt es freie Tools und Webseiten, die viele nützliche Informationen liefern.

Basisdaten anzeigen

Die wichtigsten Eckdaten kann man jederzeit mit "Über diesen Mac" im Apfelmenü abrufen. Hier finden Sie nicht nur Angaben zur installierten Systemversion, zu Prozessor, Arbeitsspeicher und Startlaufwerk, sondern können auch über den Schalter "Softwareaktualisierung" die Suche nach Updates und über "Weitere Informationen" das Programm Systeminformationen starten, mit dem wir uns gleich noch ausführlich beschäftigen. Klicken Sie auf die Versionsangabe, erscheint übrigens die interne Build-Nummer des Systems, die aber eher für Entwickler interessant ist und nach einem weiteren Klick die Seriennummer des Macs.

Hard- und Software im System-Profiler

Das Programm Systeminformationen finden Sie im Ordner „Programme > Dienstprogramme“, dazu gleich mehr. Klicken Sie im Dialog "Über diesen Mac" auf "Weitere Informationen", bekommen Sie Basisinformationen über die Hardware Ihres Macs dargestellt. Neben der Übersicht zeigt das Fenster unter "Monitore" das Modell samt Auflösung, unter "Festplatten" die angeschlossenen Massenspeicher samt ihrer Auslastung – fein sortiert nach Datentypen. Unter "Speicher" lesen Sie die Speicherbelegung ab.
Starten Sie Systeminformationen. Unter "Hardware" finden Sie Modell, Prozessor, Seriennummer und weitere Basisdaten sowie Unterbereiche zu allen Komponenten. Unter "Speicher" sehen Sie zum Beispiel, wie viele DIMM-Slots vorhanden und mit welchen Modulen sie belegt sind. Infos zu internen Festplatten sowie Grafikkarten gibt es ebenfalls. Auch alle Schnittstellen, von Bluetooth bis Thunderbolt, und die daran erkannten Geräte werden angezeigt. Auf Mobil-Macs finden Sie unter "Stromversorgung" Infos zum Akkuzustand.
Unter "Netzwerk" informiert der System-Profiler über alle in den entsprechenden Systemeinstellungen konfigurierten Schnittstellen. Unter "Airport" finden Sie den Status der eigenen WLAN-Karte, aber auch detaillierte Daten aller gefundenen drahtlosen Netze. Die Firewall-Einstellungen lassen sich hier ebenfalls überprüfen. Benutzen Sie Umgebungen, können Sie im gleichnamigen Bereich sehen, welche Ein­stellungen zu jeder angelegten Umgebung gespeichert wurden.
"Software" ist ein weiterer großer Bereich. Neben der Version des Systems, des zugehörigen Kernels und der Zeit seit dem letzten Neustart erfahren sie hier auch, welche Programme in welcher Version installiert wurden. Unter "Erweiterungen" finden Sie alle installierten Treiber. Auch die vorhandenen Schriften werden (mit Speicherort) aufgelistet, genau wie globale Startobjekte und alle verfügbaren Systemeinstellungen.

Mac-Check mit Aktivitätsanzeige

Während Systeminformationen ein statisches Profil erstellt, zeigt das Dienstprogramm Aktivitätsanzeige, was aktuell auf dem Rechner los ist. Dazu gehört eine Liste der laufenden Programme, wobei man über das Menü in der Symbolleiste unter anderem eigene, fremde und Systemprozesse herausfiltern kann. Man kann sich auch nur Prozesse mit Fenstern anzeigen lassen, also die sichtbaren Programme. Die Liste zeigt Prozessoraktivität, Speicherbelegung und vieles mehr. Sie lässt sich wie ein Finderfenster durch einen Klick in einen Spaltentitel sortieren. Aktivitätsanzeige kann auch eingreifen und Prozesse beenden. Dazu markieren Sie einen Prozess und klicken in der Symbolleiste auf "Prozess beenden". Anschließend haben Sie die Wahl, den Prozess regulär zu beenden, per "Sofort beenden" kurzen Prozess zu machen oder den Vorgang abzubrechen.
Unten im Fenster können Sie die aktuelle Auslastung in fünf Bereichen anzeigen lassen. Unter "CPU" sehen Sie Benutzer- und Systemlast, mit unterschiedlichen Farben im zeitlichen Verlauf markiert. Ist Ihnen die Anzeige zu klein, können Sie im Menü "Fenster" größere Darstellungen aufrufen. Hier werden auf Macs mit mehr als vier (virtuellen) Kernen auch alle separat gezeigt.

CPU-Prozente

Die Last wird in der Prozessliste pro CPU-Kern angezeigt, 100 Prozent bedeutet, dass ein Kern voll ausgelastet ist. Auf einem Core i7 mit vier Kernen und Verdopplung per "Hyper-Threading" sind dementsprechend acht virtuelle Kerne vorhanden und somit ein Maximalwert von 800 Prozent möglich.
Unter "Speicher" sehen Sie, wie viel RAM genutzt wird beziehungsweise noch frei ist. Wird der Speicher knapp, bremst das den Mac. Es wird Zeit, über eine Erweiterung nachzudenken, wenn in üblichen Situationen nur noch wenig Speicher frei (grün) ist und die Werte für Seitenauslagerungen und Swap steigen. Zwei weitere Bereiche zeigen die Festplattenzugriffe und -belegung.
Klicken Sie auf "Netzwerk", um den Empfang und Versand von Daten zu kontrollieren. Hier lässt sich zum Beispiel kontrollieren, ob ein Download noch langsam läuft oder eingefroren ist. Auch die reale Übertragungsrate kann man ablesen. Über den Befehl "Darstellung > Symbol im Dock" lassen sich übrigens die meisten Auslastungsgrafiken auch als Docksymbol einblenden.

Protokolle mit Konsole anzeigen

Mit dem Dienstprogramm Konsole haben Sie Zugriff auf diverse System- und Programmprotokolle. Hier hält Mac-OS X zum Beispiel fest, wer sich wann angemeldet hat, welche Dienste gestartet wurden oder ob das Backup mit Time Machine gelaufen ist. Konsole listet die Protokolle auf und zeigt sie an. Über das Eingabefeld lässt sich nach Stichworten suchen. Die Protokolle helfen vor allem bei der Fehlersuche. Beim Verfolgen eines Protokolls können Sie einen Zeitstempel als Markierung setzen. Außerdem lässt sich Konsole bei neuen Einträgen automatisch in den Vordergrund bringen.

Netzwerk mit dem Netzwerkdienstprogramm kontrollieren

Das Netzwerkdienstprogramm zeigt unter "Informationen" Daten zu allen Netzwerkschnittstellen. Hier können Sie ganz leicht überprüfen, mit welcher Verbindungsgeschwindigkeit die Airport- oder Ethernet-Karte arbeitet. Zudem dient das Programm als grafische Oberfläche für diverse Internet-Tools wie etwa Ping, Lookup oder Portscan, mit denen sich Verbindungen und Dienste testen lassen. Deren Einsatz setzt allerdings etwas Grundwissen voraus.

Passwörter mit Schlüsselbund nachschlagen

Bei der Eingabe von Passwörtern fragt OS X oft, ob es diese im Schlüsselbund speichern soll, um später automatisch darauf zugreifen zu können. Mit dem Dienstprogramm Schlüsselbundverwaltung können Sie auch selbst in den Schlüsselbund schauen. Jeder Nutzer erhält ein Bund "Anmeldung", das mit seinem Kennwort geschützt ist. Öffnen Sie darin einen Servereintrag, sehen Sie dessen Adresse und können als Administrator das zugehörige Passwort einblenden lassen. Sie können übrigens auch weitere Schlüsselbunde oder geschützte Notizen mit jeweils eigenen Passwörtern anlegen.

Festplatten mit Festplattendienstprogramm überprüfen

Mit System-Profiler und Aktivitätsanzeige lässt sich bereits eine Menge über die auf einer Festplatte angelegten Volumes und deren Belegung in Erfahrung bringen. Zum Überprüfen der Datenintegrität benötigt man jedoch zusätzlich das Festplatten-Dienstprogramm. Im Bereich "Erste Hilfe" lassen sich damit die Verzeichnisstrukturen eines Volumes auf Fehler untersuchen und in vielen Fällen auch reparieren. Außerdem kann das Programm die Zugriffsrechte von Apples Software überprüfen und durch Reparieren auf die bei der Installation vorgesehenen Werte zurückstellen.
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