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Ein sauberer Neustart für OS X

05.06.2015 | 14:06 Uhr |

Helfen alle Reparaturversuche nichts mehr oder will man sich einfach von allen Altlasten der bisherigen Systeminstallation befreien, ist eine komplette Neuinstallation von Yosemite der beste Weg

Apple macht das Update auf Yosemite verlockend leicht. Ein kostenloser Download und ein paar Mausklicks, schon setzt sich die Yosemite-App daran, ein vorhandenes System zu aktualisieren. So kann man OS X ohne viel Aufwand von Jahr zu Jahr auf Stand bringen. Das Problem ist jedoch, dass sich im Laufe der Zeit durch das Ausprobieren von Software, fehlerhafte Apps oder Systemabstürze kleine Fehler in Einstellungen, Bibliotheken, Fonts und anderen Komponenten ansammeln können, die dann die Ursache für unspezifische, schwer zu findende Probleme sein können. Von Zeit zu Zeit macht man daher besser einen Neuanfang. Als Faustregel empfehlen wir, nur einen großen Sprung der Versionsnummer von OS X als Update zu installieren. Wird der Rechner relativ wenig genutzt und selten neue Software ausprobiert, kann man auch noch eine OS-X-Generation mehr aktualisieren. Auch wenn der Mac bereits Probleme zeigt, ist eine Neuinstallation oft die geeignete Rosskur, um endlich wieder ungestört arbeiten zu können.

Installation ohne iCloud

Wichtige Daten sollte man manuell übertragen. Synchronisieren Sie Kontakte, Kalender und Mail nicht über iCloud, finden Sie diese auf dem Backup-Volume in „/Benutzer/Ihr_Name/Library“

Die Kontakte liegen in „Application Support/AddressBook“, die Kalender in „Calendars“ und lokale Mailboxen sowie alte POP-Mailboxen in „Mail“. Die neueren IMAP-Accounts, zu denen auch das iCloud-Konto gehört, laden den aktuellen Mail-Bestand einfach nach der Account-Konfiguration vom Server. Auch Fonts finden Sie hier im gleichnamigen Ordner, den es auch noch einmal im Library-Verzeichnis auf der obersten Laufwerksebene gibt. Im Library-Ordner beziehungsweise in Application Support legen außerdem viele andere Apps ihre Daten ab. In der Regel müssen Sie hier nach den Namen der Programme oder Hersteller suchen. Sollte Ihnen später auffallen, dass noch etwas fehlt, haben Sie das geklonte Startvolume in Reserve.

OS X von Altlasten befreien

Ein Clean Install braucht etwas Zeit, ist aber nicht schwierig. Wir führen Sie Schritt für Schritt vom Sichern und Löschen des alten Systems bis zur Optimierung des frisch installierten OS X. Die Standardkonfiguration von Yosemite ist schließlich nur ein guter Kompromiss, der möglichst vielen Anwendern gerecht werden soll. Einige Voreinstellungen sollte man daher grundsätzlich ändern. Diese kleine Ochsentour gehört einfach zum Pflichtprogramm nach der Installation. Im Folgenden zeigen wir, wie man OS X schnell einsatzbereit bekommt und die Konfiguration optimiert. Wir gehen dabei von einem neu installierten OS X Yosemite aus, doch es lohnt sich ebenso, die gezeigten Einstellungen am vorhandenen System zu überprüfen.

Nach erfolgreicher Konfiguration des neuen Systems müssen Sie noch Ihre Apps installieren und die persönlichen Daten wie Ihre Dokumente oder die Bibliotheken von iTunes und iPhoto wieder zurück auf das neue Startvolume kopieren.

Altes System vorbereiten

1. Backup starten

Letzten Stand der Festplatte sichern

Bevor wir zum Clean Install kommen, sind noch ein paar wichtige Vorbereitungen zu treffen. Dazu gehört als Erstes der manuelle Start eines Backups, damit das Sicherungsmedium auch wirklich den aktuellen Stand enthält. Zum Start des Backups benutzen Sie entweder das Menü des Time-Machine-Symbols im Dock oder das Statusmenü der Funktion in der Menüleiste, falls Sie das in den Time-Machine-Einstellungen aktiviert haben. Wählen Sie den Befehl „Backup jetzt erstellen“.

2. Volume archivieren

Kopie des Startlaufwerks erstellen

Doppelt hält besser, deshalb empfehlen wir, zusätzlich zum Time-Machine-Backup auch noch einen Klon, also eine 1:1-Kopie des Startlaufwerks, auf einer externen Festplatte zu erstellen. Dazu starten Sie das Festplatten-Dienstprogramm, wählen das Startvolume aus und klicken rechts auf den Reiter „Wiederherstellen“. Das Volume sollte nun bereits unter „Quelle“ stehen. Ziehen Sie das Volume der externen Platte in das Feld „Quelle“, und starten Sie die Kopie mit „Wiederherstellen“.

Startvolume löschen

1. Geklontes OS X starten

Den Mac von der externen Festplatte booten

Das Geld für die externe Platte ist gut angelegt, denn diese Methode hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen haben Sie damit eine Kopie, die Sie als dauerhaftes Archiv in den Schrank legen können. Sie dient gewissermaßen als Versicherung für den Fall, dass Sie bei der Wiederherstellung des Mac etwas vergessen. Außerdem lassen sich nach erfolgreicher Konfiguration des neuen Systems später die wichtigen Daten wie Ihre Dokumente oder die Mediatheken von iTunes und iPhoto sehr viel schneller von dieser Festplatte auf das interne Laufwerk zurückspielen als beispielsweise aus einem Time-Machine-Backup. Als Nächstes rufen Sie die Systemeinstellung „Startvolume“ auf und wählen die externe Festplatte mit dem Klon aus, um davon zu starten.

2. Startlaufwerk präparieren

Altes Startvolume mit dem Festplatten-Tool löschen

Damit Sie das bisherige Startvolume komplett löschen können, müssen Sie von einem anderen Volume starten. Später sollten Sie das externe Laufwerk archivieren und wirklich nur noch im Notfall anschließen, aber momentan spricht nichts dagegen, es zu nutzen. Alternativen sind ein USB-Stick oder die Rettungspartition (beim Start die Tasten „Befehl-R“ gedrückt halten). Nach dem Start öffnen Sie das Festplatten-Dienstprogramm und löschen das Startvolume, am besten indem Sie es neu partitionieren. Dann wird auch die Partitionstabelle frisch angelegt.

Installation starten

1. Zielvolume festlegen

OS-X-Installer starten und internes Volume wählen

Die Daten sind gesichert, das alte Laufwerk ist gelöscht, jetzt muss das neue System her. Haben Sie den aktuellen Yosemite-Installer schon geladen, starten Sie die App OS X Yosemite Installation im Ordner Programme. Sonst öffnen Sie den App Store und laden die aktuelle Version. Um OS X nicht auf dem aktuellen Startlaufwerk, sondern auf der internen Platte zu installieren, klicken Sie im Installer auf „Alle Volumes anzeigen“. Dann wählen Sie das Volume aus und klicken auf „Installieren“.

2. OS X installieren

Volume vorbereiten und Installation starten

Nun beginnt der Installer das Zielvolume vorzubereiten. Haben Sie die Festplatte neu partitioniert, legt er wieder die unsichtbare Rettungspartition an, dann kopiert er die Daten für die Installation auf das Zielvolume und fordert falls nötig zum Beenden laufender Apps auf. Das ist auch die letzte Chance zum Abbruch des Vorgangs. Anschließend löst der Installer einen Neustart aus, und die eigentliche Installation kann beginnen. Sie dauert je nach Art des Mac ungefähr 20 Minuten bis eine Stunde.

Basiskonfiguration vornehmen

1. Erster Start

Basisfunktionen konfigurieren

Das frisch installierte OS X öffnet beim ersten Start den Installationsassistenten, der zunächst Land und Sprache abfragt. Wenn er anbietet, die Daten von einem anderen Mac oder einem Backup zu übernehmen, wählen Sie die Option, dass keine Daten übertragen werden sollen. Sie können bereits während der Installation das Netzwerk konfigurieren und Ihre iCloud-ID eingeben. Das lässt sich aber auch später noch jederzeit über die entsprechenden Systemeinstellungen nachholen.

2. Benutzer anlegen

Assistent beenden, Adminstrator einrichten

Mit iCloud-ID können Sie „Meinen Mac suchen“ aktivieren, wodurch sich der Mac orten und aus der Ferne löschen lässt. Nun legen Sie das erste Benutzerkonto an, das immer Administratorrechte erhält. Deshalb sollten Sie kein triviales Passwort wählen. Die automatische Bestimmung der Zeitzone sollten Sie abstellen, da sie unnötig die Ortsfunktion nutzt. Zum Abschluss werden Sie gefragt, ob OS X Diagnose-und Nutzerdaten übertragen darf. Wer seine Privatsphäre schützen will, lehnt ab.

Yosemite aktualisieren

1. Systemeinstellungen anpassen

Der erste Weg nach der Installation führt in die Systemeinstellungen auf der Suche nach Updates

Unter „App Store“ ist die automatische Suche nach Updates aktiv, und das sollte auch so bleiben. Vom automatischen Laden und Installieren von App-und OS-X-Updates raten wir in der Regel ab. Wer Updates sofort installieren lässt, hat sie auf der Platte, bevor klar ist, ob es damit vielleicht Probleme gibt. Warten Sie besser ein paar Tage auf Fehlermeldungen im Internet, und installieren Sie die Updates dann manuell. So vermeiden Sie auch, dass gar nicht benötigte Updates vorab geladen werden und dann auf der Platte liegen bleiben. Eine Ausnahme sind Macs, deren Anwender sich nicht um die Wartung des Systems kümmern wollen oder können. Darauf sollten Sie besser automatische Updates aktivieren, bevor gar keine erfolgen. Sicherheits-Updates sollten dagegen immer schnell installiert werden, um Sicherheitslücken nicht unnötig lange offen zu lassen. Für diese gibt es eine eigene Option zur automatischen Installation in den App-Store-Einstellungen. Zum Schluss klicken Sie unten im Fenster auf „Suchen“. OS X öffnet nun den App Store und zeigt dort alle verfügbaren Updates. Hier können finden Sie weitere Informationen zu neuen Funktionen und Fehlerkorrekturen der Updates.

Finder anpassen

1. Schriftglättung reduzieren

Lesbarkeit auf herkömmlichen Displays verbessern

Wer noch keinen Mac mit Retina-Display nutzt, und das dürften bislang wohl die meisten sein, sollte in den Systemeinstellungen unter dem Menüpunkt „Allgemein“ die Option „LCD-Schriftglättung verwenden“ ausschalten. Kleine Schriften sehen folglich zwar etwas magerer aus, sind jedoch auf herkömmlichen Bildschirmen deutlich besser zu lesen. Mit „Neue Helvetica“ als Systemschrift gilt das unter Yosemite umso mehr.

2. Hintergrund wechseln

Bild für den Schreibtisch auswählen

Ob Sie den Schreibtischhintergrund ändern, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Die mitgelieferten Yosemite-Bilder in „Schreibtisch & Bildschirmschoner“ sind zwar schön, aber eigentlich zu detailliert und dadurch unübersichtlich. Wer viele Objekte auf dem Desktop ablegt, fährt mit einem neutraleren Hintergrund mit weniger Strukturen besser. Sie haben hier auch Zugriff auf Ihre Sammlungen von iPhoto und Aperture.

3. Fenster beschleunigen

Inhalt für neue Fenster wählen

Eine lästige Angewohnheit des Finders ist, „Alle meine Dateien“ als Voreinstellung für neue Fenster zu nutzen. Die Übersicht ist zwar ganz nett, wenn man sich daran gewöhnt hat, doch sie wird bei großen vollen Festplatten teilweise zäh und unübersichtlich. Als Abhilfe öffnen Sie die Finder-Einstellungen („Befehlstaste-Komma“) und wählen unter „Allgemein“ im Aufklappmenü Ihr Home-Verzeichnis oder den Ordner „Dokumente“ als Standard für neue Finder-Fenster. Yosemite unterstützt hier auch iCloud Drive, was aber ebenfalls zu Verzögerungen beim Öffnen führen kann. Für den Cloud-Speicher reicht genau wie für „Alle meine Dateien“ der Zugriff über die Seitenleiste völlig aus. Wenn Sie die allgemeinen Finder-Einstellungen gerade geöffnet haben, können Sie sich auch gleich noch die internen Festplatten und aktiven Server mit einem Laufwerkssymbol auf dem Schreibtisch anzeigen lassen. So können Sie schneller darauf zugreifen.

4. Zweite Maustaste

Konfiguration für Magic Maus anpassen

Benutzer einer Magic Maus werden die Simulation der zweiten Maustaste vermissen. Damit Sie nicht immer die Control-Taste zum Öffnen eines Kontextmenüs bemühen müssen, aktivieren Sie in den Mauseinstellungen unter „Zeigen und Klicken“ den „Sekundären Mausklick“ für die rechte Seite der Maus. Hier können Sie auch die praktischen Funktionen „Intelligentes Zoomen“ durch doppeltes Tippen und „Blättern“ durch seitliches Streichen aktivieren, die ab Werk zunächst ausgeschaltet sind.

5. Für Ordnung sorgen

Darstellung auf dem Desktop anpassen

Laufwerkssymbole und ein neutraler Hintergrund sind nicht die einzigen nützlichen Änderungen am Desktop. Klicken Sie auf den Schreibtisch, und öffnen Sie dann die Darstellungsoptionen („Befehlstaste-J“). Darin finden Sie das Menü „Sortieren nach“. Damit können Sie die Objekte auf dem Schreibtisch sortieren lassen, was allerdings die meisten Anwender verwirrt, da man sich eher den Platz merkt, auf dem man etwas ablegt. Im Sortiermenü finden Sie aber auch den Eintrag „Am Raster ausrichten“. Der sorgt dafür, dass Objekte, die Sie auf den Schreibtisch legen, auf freie Rasterplätze rutschen. Sie können nicht mehr übereinander liegen, sondern liegen ordentlich aufgereiht nebeneinander. Die Weite des Rasters stellen Sie mit dem Schieber „Gitterabstand“ ein. Um das Raster im Einzelfall zu ignorieren, halten Sie beim Ablegen von Dateien die Befehlstaste gedrückt. Eine weitere nützliche Darstellungsoption, die Apple bereits einschaltet, ist die Symbolvorschau. Sie bewirkt, dass der Finder als Icon eines Dokuments eine Vorschau des Inhalts anzeigt. Auf älteren Macs kann das bei sehr vollen Fenstern und langsamer Festplatte zur Verzögerung beim Öffnen führen, sodass man die Option dort lieber deaktiviert.

Netzwerk & Sicherheit optimieren

1. Service im Netz

Datei-und Druckerserver einrichten

Stellen Sie auf Ihrem Mac Dienste für andere Geräte zur Verfügung, zum Beispiel als Datei-oder Druckerserver, müssen Sie sie in den Einstellungen unter „Freigaben“ wieder aktivieren. Dabei sollten Sie auch daran denken, den Namen wiederherzustellen, unter dem Ihr Mac sich im lokalen Netzwerk meldet. Nur dann können andere Rechner Dienst und Passwort richtig zuordnen und funktionieren nach dem Update problemlos weiter. Den Namen tragen Sie in Freigaben in das Feld „Gerätename“ ein. Für Dateifreigaben favorisiert Apple inzwischen SMB, das effektiver arbeitet als das alte Filesharing-Protokoll AFP. Wollen Sie Letzteres erzwingen, schalten Sie SMB über „Optionen“ ab.

2. Time Machine aktivieren

Denken Sie daran, Time Machine (wieder) zu aktivieren

Öffnen Sie die Time-Machine-Einstellungen, und schalten Sie die Funktion ein. Danach können Sie ein Backup-Volumen auswählen. Verwenden Sie ein bereits vorher genutztes Volume, so erkennt OS X das und setzt bei gleichem Rechnernamen das Backup einfach fort.

Falls Sie unter dem vorherigen System Dateien oder Ordner vom Backup ausgeschlossen hatten, müssen Sie auch diese Ausnahmen wieder neu festlegen. Dazu klicken Sie unten in den Time-Machine-Einstellungen auf „Optionen“. Sinnvolle Ausnahmen sind zum Beispiel externe Volumes für den Datentransport, der Ordner „Downloads“ oder ein extra für diesen Zweck angelegter „No Backup“-Ordner auf dem Schreibtisch, in dem man schnell mal etwas ohne Backup parken kann.

3. Sicherheit optimieren

Bei den Sicherheitseinstellungen macht Apple mittlerweile einen guten Job

Bei den Sicherheitseinstellungen erfüllt Apple seine Aufgaben mittlerweile recht gut. Die automatische Anmeldung ist ab Werk aus, und nach fünf Minuten Ruhezustand oder Bildschirmschoner erfolgt bereits eine Passwortabfrage. Damit können die meisten Anwender schon prima leben. Ist ein Mac frei zugänglich und muss man ihn öfter mal verlassen, empfiehlt es sich, in den Systemeinstellungen unter „Sicherheit > Allgemein“ die Zeit bis zur Passwortabfrage auf Null zu setzen und dazu den Bildschirmschoner über eine „aktive Ecke“ auszulösen (in „Schreibtisch & Bildschirmschoner“). Dann kann man den Rechner mit einer Handbewegung sichern. Dazu besteht die Möglichkeit, in „Sicherheit > FileVault“ die Verschlüsselung der Festplatte zu aktivieren. Benutzen Sie Filevault, sollten Sie zudem daran denken, Ihr Time-Machine-Backup bei der Auswahl des Volumes ebenfalls zu verschlüsseln.

4. Firewall nötig?

In lokalen Netzwerken oder bei PPPoE-Betrieb den Schutz verbessern

Zur Aktivierung der OS-X-Firewall konnte sich Apple bis heute nicht durchringen. Bei privaten Anwendern ist das auch oft unnötig, da ein Router die Internetverbindung herstellt und das Heimnetz bereits durch seine Firewall nach außen abschottet. Stellt der Mac die Internetverbindung aber selbst her, zum Beispiel über DSL und PPPoE, oder befindet er sich wie in Firmen üblich in einem lokalen Netz mit Rechnern, die man nicht selbst kontrolliert, sollte die Firewall unter „Sicherheit > Firewall“ aktiviert werden. Anschließend kann man unter „Firewall-Optionen“ Regeln für einzelne Apps festlegen. Dort lässt sich auch ein einfacher Tarnmodus für das IP-Testprotokoll ICMP aktivieren, das auch die Ping-Anfrage nutzt.

Tipps für Programme

1. Safari und Mail

Auch in den mitgelieferten Apps gibt es wichtige Einstellungen, die man gern vergisst beziehungsweise ändern sollte

Dazu gehören zwei fast schon fahrlässige Sicherheitseinstellungen in Safari und Mail, die man grundsätzlich ändern sollte. Da ist einerseits das automatische Öffnen von „Sicheren Downloads“ in Safari. Es mag im Internet vieles geben, bereits durch das Format sichere Downloads aber nicht. Deshalb sollte man die Option zum Öffnen in den Safari-Einstellungen unter „Allgemein“ deaktivieren. Ähnlich sieht es mit dem automatischen Laden von verlinkten Bildern in E-Mails aus. Die sind ein potenzielles Einfallstor für Schad-Software und dienen Spam-Versendern zur Bestätigung aktiver Accounts. Deshalb schaltet man gleich beim ersten Start von Mail in „Einstellungen > Darstellung“ die Option „Entfernte Inhalte in Nachrichten laden“ aus. Die Zeit, bei wichtigen Mails aus vertrauenswürdigen Quellen schnell oben in der E-Mail auf „Entfernte Inhalte laden“ zu klicken und die Bilder manuell nachzuladen, sollte wohl jeder haben. Nutzen Sie mehrere Mail-Konten, sollten Sie einen Reiter weiter in den Einstellungen unter „Verfassen“ das Standardkonto festlegen, von dem neue E-Mails verschickt werden.

2. Facetime und Nachrichten

Mail-Adressen auswählen, die für die Kommunikation via Facetime und iMessages genutzt werden sollen

Facetime und Nachrichten kommunizieren über eine Apple-ID. Viele Anwender haben aber diverse Alias-Adressen. Wer schon länger dabei ist, hat mal mit name@mac.com angefangen und dann mit der Umbenennung von Apples Mail-und Cloud-Dienst erst name@me.com und dann name@icloud.com dazubekommen. Alle drei Adressen sind aktiv und können unabhängig für iMessages in Nachrichten und Facetime-Anrufe genutzt werden. Bei iPhone-Benutzern kommt auch noch die mobile Telefonnummer hinzu. Damit die Kommunikation reibungslos klappt, sollten Sie für jeden der Dienste auf allen Geräten dieselbe Adresse als Absender nutzen und an Kontakte weitergeben. Für den Empfang wählen Sie diese eine Adresse, wenn Sie den Zugang etwas begrenzen wollen, oder alle, um optimal erreichbar zu sein. In beiden Apps können sie jeweils unter „Blockiert“ Kontakte eintragen, die dann ignoriert werden.

3. App Store

Weitere Software auf den aktuellen Stand bringen

Zu den mitgelieferten Programmen müssen nach einem Clean Install auch noch die Apps von anderen Herstellern neu installiert werden. Am einfachsten ist das bei Software aus dem App Store, da man sich dort nur mit seiner Konto-ID anmelden muss und dann unter „Einkäufe“ Zugriff auf alle bisher erworbenen Apps hat. Ein Klick auf „Installieren“ reicht, um die Apps erneut kostenlos auf den Mac zu laden. Dabei bekommen Sie automatisch die aktuelle Version. Anschließend installieren Sie noch die Software, die nicht aus dem App Store stammt, von den zugehörigen Installationsmedien. Hierfür empfiehlt es sich, benötigte Lizenzen zentral zu sammeln.

4. Dokumente retten

Bilder, Musik und andere Dateien übernehmen

Zum Abschluss kopieren Sie jetzt noch Ihre Dokumente vom Backup-Volume auf den Mac. Besonders wichtig sind für viele Anwender der „iTunes“-Ordner in Musik, der die komplette Mediathek enthält, und die „iPhoto-Mediathek“ in Bilder. Ansonsten empfehlen wir, die Ordner Bilder, Dokumente, Downloads, Filme, Musik, Öffentlich und Schreibtisch einzeln sorgfältig durchzugehen.

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