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Exif: Wie Metadaten die Bildverwaltung erleichtern

24.02.2016 | 15:40 Uhr |

Mit einem Smartphone oder einer Digitalkamera aufgenommene Bilder enthalten mehr Informationen als der Nutzer zu Gesicht bekommt. Welche Informationen das sind, und wie diese verwendet und geändert werden können, zeigt folgender Artikel.

Flickr dient seit Jahren als Indikator für den digitalen Fototrend. Der Rückblick auf das Jahr 2015 zeigt : Das iPhone ist die beliebteste Kamera, mit großem Abstand vor dem Canon EOS Modell. Die beiden Modelle haben eines gemeinsam: Neben puren Pixeln verstecken sie auch Metadaten in den aufgenommenen Bildern.

Metadaten: Das steckt im Exif-Format

Metadaten sind Informationen, die zusätzlich in einem JPEG (oder anderem Bildformat) gespeichert werden. Exif nennt sich das Standardformat , in dem diese Daten in Bilder gespeichert werden. Das iPhone beispielsweise legt zuerst das Bild digital auf der eigenen Festplatte ab und schreibt zusätzliche Informationen wie das Datum, die Pixelanzahl und das Modell, mit dem das Bild aufgenommen wurde, dazu.

Mit Hilfe dieser Daten können die einzelnen Bilder später leichter sortiert und bearbeitet werden. Doch auch Vorsicht ist geboten: Teilen Sie ein Bild mit Freunden, können diese sehen wo und wann es aufgenommen wurde. Für den Fotografen selbst beinhalten Metadaten aber auch nützliche Informationen wie Belichtung und Blende.

Welche Informationen werden genau gespeichert?

Die Reichhaltigkeit der Informationen hängt vom Modell ab. Ein Smartphone speichert in der Regel weniger Datum als eine Spiegelreflexkamera. Ein typisches iPhone-Bild beinhaltet unter anderem diese Informationen: Name, Größe, Datum, Modell der Kamera (in dem Fall: iPhone 6S zum Beispiel), GPS, Auflösung (beispielsweise 800x600 Pixel), ISO, Belichtungszeit, Blende und die Brennweite.

Der Exif-Standard legt unter anderem fest, welche Informationen gespeichert werden. Somit kann jede Software auf ein vordefiniertes Muster zugreifen, und Bilder Hersteller übergreifend ändern und betrachten.
Vergrößern Der Exif-Standard legt unter anderem fest, welche Informationen gespeichert werden. Somit kann jede Software auf ein vordefiniertes Muster zugreifen, und Bilder Hersteller übergreifend ändern und betrachten.

Wie bereits angesprochen: Unvorsichtige Bildveröffentlichungen oder -weitergaben haben weitreichende Folgen. GPS-Koordinaten sowie Zeit und Aufnahmegerät geben viele Hintergrundinformationen frei. Zum Betrachten und Löschen solcher Informationen gibt es diverse Wege. Apple selbst erlaubt mit seiner Software (iPhoto, Fotos für OS X, Vorschau) nur das Betrachten von Exif-Informationen.

Wie kann ich die Daten betrachten und ändern?

Unter OS X selbst gibt die Apple eigene App Vorschau Aufschluss über die Exif-Daten eines Bildes. Dazu muss der Anwender ein Bild  eben mit dieser Anwendung öffnen, und anschließend über die Menüleiste Werkzeuge > ,,Informationen einblenden” auswählen. Anschließend öffnet sich ein Fenster, in welchem ein Tab mit dem Symbol "i" erscheint. Klickt man auf solches, erscheint ein Untermenü, das auch einen Reiter "Exif" enthält, dieser listet alle Exif-Informationen des Bildes auf.

Apples eigene Anwendung Vorschau erlaubt es, die sogenannten Exif-Daten eines jeden Bildes zu betrachten. Je nach Kameramodell oder Smartphone finden sich mehr oder weniger Metadaten.
Vergrößern Apples eigene Anwendung Vorschau erlaubt es, die sogenannten Exif-Daten eines jeden Bildes zu betrachten. Je nach Kameramodell oder Smartphone finden sich mehr oder weniger Metadaten.

Diese Metadaten ändern kann nur Software von Drittherstellern. Professionelle Software wie Adobes Lightroom bietet diese als Grundfunktion an. Für kleinere und kostenlose Varianten gibt es einige Alternativen. Wer die Kommandozeile nicht scheut, kann hier ExifTool ausprobieren, für das Löschen der gesamten Informationen bietet sich EXIFPurge an. Eine 9,99 Euro teure App namens Exif Editor hilft hier mit einer ausgefeilteren Anwendung. Eine Suche nach Exif im Mac App Store listet weitere Möglichkeiten auf.

Eine beispielhafte Auflistung der Exif-Daten, die eine Nikon D3300 zu jedem Bild dazu speichert. Neben organisatorischen Gründen helfen solche Daten auch Fotoanfängern dabei, Kameraeinstellungen nachzuvollziehen und zu kopieren.
Vergrößern Eine beispielhafte Auflistung der Exif-Daten, die eine Nikon D3300 zu jedem Bild dazu speichert. Neben organisatorischen Gründen helfen solche Daten auch Fotoanfängern dabei, Kameraeinstellungen nachzuvollziehen und zu kopieren.

Lesen Sie im zweiten Teil unseres Ratgebers zur Verwaltung digitaler Bilder, wie sich Googles Lösung gegenüber Fotos in der iCloud schlägt.

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