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OS X Finder mit Mountain Lion nutzen

20.11.2012 | 17:28 Uhr |

Der Finder ist die zentrale Verwaltungsstelle für Programme, Dokumente und Ordner. Er nimmt automatisch nach dem Anmelden des Benutzers die Arbeit auf und präsentiert sich mit der bewährten Schreibtischoberfläche.

Im Finder greift man auf die Verzeichnisse im eigenen Privatordner und Daten zu, legt weitere Ordner an und kopiert, verschiebt und löscht Objekte aller Art. Neben der Verwaltung von Dokumenten, Ordnern und Volumes dient der Finder auch zum Starten von Anwendungsprogrammen, er stellt Serververbindungen her und vieles mehr. Dabei lässt sich die Finder-Oberfläche in vielen Bereichen individuell anpassen.

Ordner im Blick

Zu den wichtigsten Elementen des Finders gehören die Fenster für die Darstellung von Ordnerinhalten. Sie lassen sich an die eigenen Arbeitsgewohnheiten anpassen und in verschiedenen Ansichten darstellen. Über die Seitenleiste und die Symbolleiste des Fensters hat man schnell Zugriff auf häufig benötigte Objekte und Funktionen.

Der Schreibtisch repräsentiert ebenfalls ein Verzeichnis. Man kann nicht nur direkt über den Finder-Hintergrund auf die hier liegenden Objekte zugreifen, sondern auch über „Schreibtisch“ im Privatorder des Benutzers. Auf dem Schreibtisch lassen sich zudem Symbole für interne und externe Volumes anzeigen.

Zugriff aufs Dock

Wie der Finder ist auch das Dock immer aktiv. Es dient nicht nur zur Verwaltung von häufig benötigten Anwendungen, sondern man kann dort auch Dokumente und Ordner ablegen. Letztere bilden Stapel und springen für den direkten Zugriff auf, wenn man darauf klickt.

Allgemeine Finder-Einstellungen

Welches Verzeichnis der Finder zeigt, wenn man mit Befehlstaste („cmd“)-N ein neues Fenster öffnet, legt man in den Finder-Voreinstellungen unter ­„Allgemein“ fest. Im Aufklappmenü „Neue Finder-Fenster zeigen“ können Sie unter anderem das Home-Verzeichnis wählen oder einen beliebigen anderen Ordner. Standardmäßig ist „Alle meine Dateien“ ausgewählt, was bei großen, vollen Volumes sehr lange dauern kann. Außerdem können Sie hier einstellen, welche Arten von Volumes mit einem Laufwerkssymbol auf dem Schreibtisch gezeigt werden sollen.

Im Finder lässt sich einstellen, welche Ordner im neuen Fenster gezeigt werden.
Vergrößern Im Finder lässt sich einstellen, welche Ordner im neuen Fenster gezeigt werden.

Im Finder-Menü „Darstellung“ gibt es Befehle zum Ein- und Ausblenden der verschiedenen Fensterleisten, auch der Seitenleiste. Die Pfadleiste zeigt im unteren Bereich eines Fensters den Pfad zum gerade darin dargestellten Verzeichnis oder einem darin markierten Objekt. Man kann in der Pfadleiste jeden Ordner doppelt anklicken und damit direkt in dieses Verzeichnis wechseln. Als weitere Ergänzung können Sie am unteren Fensterrand zusätzlich die Statusleiste einblenden. Hier finden Sie Angaben zur Zahl der markierten Objekte oder zum verfügbaren Speicherplatz.

Die Symbolleiste konfigurieren

Mit den Pfeilsymbolen navigiert man zwischen den letzten Fensteransichten vor und zurück. Klickt man auf einen Pfeil und hält die Maustaste gedrückt, erscheint ein Menü mit allen zuletzt betrachteten Inhalten. Die Symbole der nebenstehenden Vierergruppe dienen zum Wechseln der Fensterdarstellung. Ein Klick auf das Zahnrad öffnet das Menü Aktionen, das passende Funktionen zu den gerade markierten Objekten anbietet. Mit „Ausrichten“ können Sie die Sortierung verfeinern und die in OS X 10.8 eingeführte „Freigeben“-Taste erlaubt die Weitergabe der markierten Objekte über verschiedene Dienste.

Die Symbolleiste im Finder lässt sich um zusätzliche Elemente erweitern.
Vergrößern Die Symbolleiste im Finder lässt sich um zusätzliche Elemente erweitern.

Über den Befehl „Symbolleiste anpassen“ im Kontextmenü der Symbolleiste oder im Findermenü „Darstellung“, kann man den Umfang der Leiste verändern. Ziehen Sie Symbole aus dem Fenster in die Leiste hinein oder wieder heraus, um sie zu löschen. Im Aufklappmenü bei „Anzeigen“ lässt sich zudem wählen, ob zusätzlich zu den Symbolen ein Text erscheint oder auch nur der Text. Mit „Fertig“ werden die Änderungen übernommen. Außerdem können Sie im Finder Objekte zur Symbolleiste hinzufügen. Halten Sie diese einen Moment darüber, dann können Sie sie platzieren. So haben sie wichtige Ordner oder Apps im schnellen Zugriff.

Fensterdarstellungen im Finder

Symboldarstellung

Die Größe der Symbole lässt sich am einfachsten über den Schieberegler in der Statusleiste ändern. Den Abstand der Symbole und die Größe der Schrift bestimmt man im Fenster „Darstellungsoptionen“, das man mit Befehlstaste-J oder im Kontextmenü des Fensters aufruft. Aktiviert man in den Darstellungsoptionen „Symbolvorschau einblenden“, zeigen die Symbole vieler Dokumente eine Vorschau auf den Inhalt. Bewegt man den Mauszeiger über das Symbol eines PDFs, blenden sich Pfeile zum Vor- und Zurückblättern ein, bei Filmen und Audiodateien erscheint ein Symbol zum Starten und Stoppen der Wiedergabe.

Die Symboldarstellung ist die klassische Anzeige im Finder. Dafür gibt es mehrere Optionen.
Vergrößern Die Symboldarstellung ist die klassische Anzeige im Finder. Dafür gibt es mehrere Optionen.

Listendarstellung

Zu jedem Objekt zeigt der Finder in der Listenansicht Informationen wie das Änderungsdatum, die Art des Objekts oder die Größe an. Klickt man in einen Spaltentitel, sortiert der Finder die Objekte nach dieser Eigenschaft, ein nochmaliger Klick dreht die Sortierordnung um. Welche Spalten dargestellt werden, legt man über das Kontextmenü eines Spaltentitels oder im Fenster „Darstellungsoptionen“ fest. Hier lassen sich auch die Schrift- und die Symbolgröße vorgeben. Um Ordner nach Größe zu sortieren, muss „Alle Größen berechnen“ aktiviert sein. Klickt man auf das Dreieck vor dem Ordnersymbol, klappt der Ordner aus.

Die Dateiliste liefert viele Informationen auf einen Blick
Vergrößern Die Dateiliste liefert viele Informationen auf einen Blick

Spaltendarstellung

Klickt man in der Spaltenansicht einen Ordner an, legt der Finder rechts davon eine neue Spalte an. Dies kann man so lange betreiben, bis man bei einer Datei gelandet ist. Dann blenden sich in der Spalte ganz rechts eine Vorschau oder ein Symbol sowie Informationen wie Größe, Art und Erstellungsdatum ein. Handelt es sich um eine AV-Datei, kann man sie abspielen. Die Vorschau lässt sich in den Darstellungsoptionen deaktivieren. Die Spaltenbreite verändert man durch Ziehen an der Spaltentrennung. Um sie an das breiteste Objekt anzupassen, klickt man doppelt auf den Trennstrich. Für eine Spalte mehr, blendet man die Seitenleiste aus.

In der Spaltendarstelung kann man alle Ordner eines Pfads gleichzeitig sehen.
Vergrößern In der Spaltendarstelung kann man alle Ordner eines Pfads gleichzeitig sehen.

Cover-Flow-Darstellung

Die erstmals in iTunes implementierte Ansicht Cover Flow zeigt oben im Fenster Vorschauen für alle Objekte des Ordners an, zwischen denen man per Geste auf dem Trackpad oder der Magic Mouse beziehungsweise über den Schieberegler oder per Mausklick auf die Ansichten blättert. Der untere Teil des Fensters entspricht der Listenansicht. Die Höhe des oberen Bereichs bestimmt die Größe der Vorschau. Voransichten für Unterordners werden nur angezeigt, wenn man ihn unten in der Liste mit einem Klick auf das Dreieck öffnet. Die Darstellungsoptionen für die Ansicht Cover Flow entsprechen denjenigen für die Listenansicht.

In der Cover Flow Darstellung kann man besonders große Vorschaubilder anzeigen lassen.
Vergrößern In der Cover Flow Darstellung kann man besonders große Vorschaubilder anzeigen lassen.

Seitenleiste anpassen

Welche der standardmäßig vorgesehenen Objekte in der Seitenleiste erscheinen, legt man in den Voreinstellungen des Finders unter „Seitenleiste“ fest. Außerdem lässt sich die Seitenleiste im Finder-Fenster manuell bearbeiten. Innerhalb der einzelnen Kategorien ändert man mit der Maus die Reihenfolge der Elemente. Man kann zudem beliebige Ordner in „Favoriten“ ziehen. Nicht benötigte Elemente zieht man bei gedrückter Befehlstaste aus der Leiste heraus. Zieht man den Mauszeiger auf eine Kategorie, kann man diese aus- und einblenden.

Die Seitenleiste lässt sich über Finder-Einstellungen konfigurieren.
Vergrößern Die Seitenleiste lässt sich über Finder-Einstellungen konfigurieren.

Unter „Freigaben“ blendet OS X in der Seitenleiste standardmäßig die Namen der Macs und Server im Netz ein, auf denen ein Freigabedienst aktiviert ist. In der Kategorie „Geräte“ erscheinen Symbole für an den Mac angeschlossene externe Datenträger wie USB-Sticks und Festplatten. Hier werden auch CDs und DVDs angezeigt, die man in das interne optische Laufwerk einlegt. Neben den externen Laufwerken und CDs/DVDs blendet der Finder ein Symbol abzumelden beziehungsweise auszuwerfen ein.

Ordner im Dock konfigurieren

Das Verhalten eines Stapels legt man im Kontextmenü seines Docksymbols fest. Klicken Sie mit der rechten Maustaste – oder mit gehaltener Steuerungstaste („ctrl“) – auf das Icon im Dock. Standardmäßig ist für die Sortierung die Option „Hinzugefügt am“ aktiviert, sodass das neueste Objekt oben beziehungsweise links oben steht, je nach Darstellung. Auch das im Dock für den Stapel angezeigte Symbol richtet sich nach dieser Vorgabe, wenn „Anzeigen als Stapel“ aktiv ist. Ist hier „Ordner“ eingestellt, erscheint das Ordnersymbol im Dock. Um festzulegen, wie die Objekte des Stapels beim Klick auf das Symbol gezeigt werden, wählt man zwischen drei Varianten aus oder wählt die Vorgabe ­„Automatisch“. Dann entscheidet das System nach Anzahl der Objekte.

Im Dock abgelegte Ordner bezeichnet das System als Stapel.
Vergrößern Im Dock abgelegte Ordner bezeichnet das System als Stapel.

Klicken Sie auf einen Ordner im Dock, zeigt es seinen Inhalt. Mountain Lion kennt dafür drei Darstellungen. Bei der Anzeige als „Fächer“ springen die Symbole der Objekte wie ein Springteufel in einer geschwungenen Linie aus dem Dock. Das sieht nett aus, eignet sich aber nur für relativ wenige Objekte. Den Rest sieht man mit „Im Finder öffnen“ in einem Fenster. In der „Gitter“-Darstellung wer­­den alle Dateien und Unterordner mit einem Symbol in einem Raster gezeigt, das bei Bedarf Scrollbalken für weitere Inhalte zeigt. Die „Liste“ entspricht einem klassischen Menü mit Untermenüs. Jeder Eintrag lässt sich mit einem Klick direkt öffnen.

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