Von Rainer Wolff - 13.09.2010, 17:08

Finanzen

Online-Banking und Finanzsoftware am Mac

Rund 26 Millionen Deutsche erledigen ihre Bankgeschäfte laut einer Statistik der Bitkom inzwischen online. Wir zeigen, wie es geht und was zu beachten ist
Nahezu 41 Prozent aller Bundesbürger im Alter von 16 bis 74 Jahren wickeln Bankgeschäfte am heimischen Rechner ab. Im Jahr 2003 waren es erst 21 Prozent. Dieses Ergebnis wundert kaum, denn die Vorteile von Online-Banking liegen auf der Hand. Man kann 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche auf sein Konto zugreifen und dies weltweit ohne schalterübliche Wartezeiten. Dennoch scheuen rund 28 Prozent aller Internet-Nutzer wegen Sicherheitsbedenken das Online-Banking. Und bereits zwei Prozent aller Internet-Nutzer sind angabegemäß schon einmal Opfer eines Betrugs beim Online-Banking geworden. Wenn man jedoch ein paar einfache Grundsätze befolgt, kann man mit ruhigem Gewissen seine Bankgeschäfte auch über das Internet erledigen.

Bankauswahl

Diskutiert man über Kontoführungsgebühren, Beratungsqualität oder Online-Banking, gelangt man unweigerlich zum typischen Henne-Ei-Problem: Soll man sich das passende Bankkonto danach aussuchen, ob man geringe oder keine Kontoführungsgebühren zahlt, ob man jederzeit einen Ansprechpartner bei Problemsituationen hat oder ob man ein ausgereiftes Internet-Portal erwartet? Es gibt keinen allumfassenden Ratschlag dafür, welche Anforderungen man bei der Auswahl einer Bankverbindung präferieren sollte.
Heutzutage bieten neben den Direktbanken selbst die Filialbanken bei konventioneller Kontoführung Null-Euro-Konten an. Und auch die Direktbanken fokussieren sich verstärkt auf die individuelle Kundenberatung, die allerdings nur per E-Mail oder über das Telefon erfolgt. Wichtig ist jedoch, einen kritischen Blick auf die Sicherungsmaßnahmen und Legitimationsverfahren zu werfen, wenn man sein Konto zum Online-Banking anmelden möchte.
Viele Banken setzen weiterhin auf das klassische PIN/TAN-Verfahren, das auf Grund der einfachen Handhabung nach wie vor das beliebteste Legitimationsverfahren ist. Die PIN (Persönliche Identifikationsnummer) ermöglicht den generellen Kontozugang. Aufträge werden mit jeweils einer TAN (Transaktionsnummer), die sich verbraucht, aus einer TAN-Liste autorisiert. Das PIN/TAN-Verfahren ist jedoch auch das anfälligste Legitimationsverfahren für Phishing-Attacken zum Ausspähen von Zugangsdaten.
Deswegen haben die Banken verbesserte TAN-Verfahren wie iTAN oder mTAN entwickelt, um Kunden effektiver vor digitalen Bankräubern zu schützen. Bietet die Hausbank allerdings noch keine moderne TAN-Variante an, sollte man besser die Finger vom Online-Banking lassen und stattdessen einen Bankwechsel in Betracht ziehen.
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