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Fotos im Web - Ersatz für Galerien in Mobile Me

27.01.2012 | 16:03 Uhr |

Wer Kunde von Mobile Me war und Bilder für Freunde ins Netz stellen wollte, hatte mit der Galerie eine einfache und zudem gut in iPhoto integrierte Lösung an der Hand, und eine App für das iOS gab es ebenfalls.

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Da iCloud keine Galerie anbietet und Apple Mobile Me Ende Juni 2012 abschaltet, muss man sich auf die Suche nach Alternativen machen. Naheliegend sind Flickr und Facebook, da für beide in iPhoto eine Anbindung existiert und es zudem eine App für das iOS gibt. Außerdem haben wir Picasa Webalben von Google und die Mediathek von T-Online auf ihre Tauglichkeit hin untersucht, und als fünfte Option Dropbox ausprobiert.

Flickr, der Bildspezialist

Die auf Flickr geladenen Fotos sind entweder öffentlich, oder man erlaubt den Zugriff nur bestimmten Personen. Beim kostenlosen Account kann man monatlich 300 MB auf den Server laden, ein Bild darf höchstens 15 MB groß sein. Außerdem haben andere Personen keinen Zugriff auf die Originaldatei. Bei einem Pro-Account, der 25 Dollar im Jahr kostet, gibt es keine Beschränkung der Datenmenge, Bilddateien können 20 MB groß sein und die Originalbilder stehen als Download zur Verfügung.

Für den Zugriff gibt es zwei Optionen. Man erstellt entweder eine Kontaktliste von Personen, die ebenfalls einen Flickr-Account haben, oder man arbeitet mit dem Gästepass. Für diesen meldet man sich im Browser am Flickr-Konto an, wählt ein Album oder Bilder aus, klickt auf "Mit anderen teilen" und versendet eine E-Mail. Wichtig ist, dass man angibt, ob die Person als Freund oder Familie oder beides eingestuft ist, je nachdem, welche Rechte man an den Bildern eingestellt hat.

Im Browser schaltet ein Klick in ein Bild oder auf das Plussymbol sowie die Taste "L" den Leuchtkasten ein. Auch eine Diashow gibt es, hierfür muss jedoch Adobe Flash Player installiert sein. Um Bilder auf den Rechner herunterzuladen, klickt man mit der rechten Maustaste in das Bild, wählt die gewünschte Größe im Kontextmenü aus, wartet, bis sich die Anzeige geändert hat und überträgt dann das Bild auf den Rechner.

Das Hochladen von Bildern zu Flickr geht direkt in iPhoto. Man markiert dazu ein oder mehrere Bilder, ein Album oder ein Ereignis, klickt rechts unten in der Symbolleiste auf "Bereitst." und wählt "Flickr" aus. Im folgenden Fenster legt man fest, ob ein neues Album erstellt werden soll oder ob die Bilder einem schon bestehenden Album hinzugefügt werden. Flickr übernimmt auch die in iPhoto vergebenen Schlagwörter als Tags. Veröffentlichte Bilder lassen sich in iPhoto bearbeiten, sie werden auf dem Server automatisch aktualisiert.

Mit der Flickr-App für das iOS kann man sowohl auf die eigenen Bilder zugreifen als auch Fotos aufnehmen oder aus der Bibliothek auf den Server übertragen. Für den Zugriff auf die Bilder klickt man auf dem Begrüßungsbildschirm auf "You". Über "Alben und Tags" lassen sich die Bilder nach Album oder nach Tag auswählen. Ist ein Bild ausgewählt, kann man über "Bearbeiten" die Zuordnung zu einem Album und die Tags sowie die Sichtbarkeitsvorgaben ändern. Klickt man links unten auf den Pfeil, lässt sich mit einem Klick auf "Bild speichern" das Foto auf das Gerät herunterladen. Um ein Foto aufzunehmen oder aus der Bibliothek zu Flickr zu übertragen, klickt man auf dem Begrüßungsbildschirm auf das Kamerasymbol rechts oben.

Die Galerie von Dropbox

Auch über Dropbox lassen sich Bilder für andere Personen im Netz freigeben. Dazu legt man im Ordner "Photos" einen neuen Unterordner an und kopiert die Bilder dorthin. Anschließend öffnet man die Webseite von Dropbox über das Dropbox-Menü, wechselt zu "Freigaben" und klickt auf "Ordner freigeben". Nun wählt man den zuvor angelegten Ordner aus, tippt die E-Mail-Adresse des Einzuladenden sowie eine Nachricht ein und gibt das Verzeichnis frei. Drückt man nach dem Eintippen einer E-Mail-Adresse die Tabulatortaste, kann man eine weitere Adresse hinzufügen. Die auf diese Weise eingeladenen Personen können auf die Bilder aber nur zugreifen, wenn sie selbst ein Konto bei Dropbox haben. Um den Link zu den Bildern an Personen ohne Dropbox-Konto zu versenden, öffnet man auf der Dropbox-Webseite den Bildordner und klickt auf "Galerie". Auf der Übersichtsseite ist der öffentliche Link zu finden, den man kopiert und versendet.

Klickt man auf der Übersichtsseite der Galerie auf ein Bild, wird es vergrößert auf einem dunklen Hintergrund dargestellt. Über die Miniaturbilder oben im Fenster wechselt man manuell zwischen den anderen Fotos des Ordners oder startet alternativ eine Diashow. Mit einem Klick auf den Knopf "Save" unterhalb des Bildes überträgt man es auf den Rechner. Und mit "Full Size" wird das Foto in voller Größe angezeigt. Diese Optionen sind identisch für den Inhaber des Kontos und für die Besucher.

In der Dropbox-App hat man Zugriff auf die Ordner von Dropbox, wenn man "Dropbox" in der Symbolleiste der App markiert. Nach einem Tipp auf "Bearbeiten", lassen sich Ordner oder Bilder vom Server löschen. Ist ein Bild geöffnet, versendet man über das Kettensymbol links unterhalb des Fotos den Link zum Bild beziehungsweise kopiert den Link oder das Bild, um sie dann an anderer Stelle einzusetzen. Per Klick auf den geschwungenen Pfeil lässt sich das geöffnete Bild auf das iOS-Gerät herunterladen. Um Bilder hochzuladen, markiert man "Uploads" in der Symbolleiste und klickt auf das Plussymbol. Man muss jedoch zustimmen, dass Dropbox die Ortungsdienste verwenden darf. In welcher Qualität die Fotos übertragen werden, legt man über "Einstellungen > Upload-Qualität" fest. Eine Option, Fotos aufzunehmen und direkt zu übertragen, gibt es nicht.

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