Fotogeschenke

Fotokalender im Handumdrehen selbst gemacht

08.11.2012 | 11:48 Uhr | Markus Schelhorn

Fotokalender sind die beliebtesten Fotogeschenke für Weihnachten. Wir geben Tipps zur Gestaltung eines eigenen Kalenders und zeigen eine Übersicht mehrerer Anbieter

Einen Fotokalender kann man klassisch gestalten: Entweder Sie bemalen ihn selbst oder kleben Abzüge auf einen vorgedruckten Kalender. Doch hochwertiger sieht ein Kalender aus, auf den die eigenen Fotos gedruckt sind. Einige Anbieter belichten auf Wunsch sogar Kalender auf echtem Fotopapier aus – die hochwertigste Art, seine Fotos zu präsentieren. Wir zeigen, wie Sie mit kleinen Helfern unkompliziert gestalten und geben einen Überblick über ausgewählte Fotokalender-Anbieter.

Kalender selbst gedruckt

Anstatt einen Kalender bei einem Fotodienstleister im Internet zu bestellen, können Sie ihn auch selbst gestalten, ausdrucken und in einem Copy-Shop mit einer Spiralbindung versehen lassen.

 Einige Copyshops können sogar einen Kalender großformatig und in guter Qualität ausdrucken. Hier lohnt es sich, vorher zu fragen.

Die beliebtesten Formate für Fotokalender sind DIN A4 und  DIN A3. Bei den meis­ten Anbietern kann man in diesen Größen zwischen Hoch- und Querformat wählen. Einige bieten auch Kalender in Sonderformaten an, Fujidirekt beispielsweise im Überformat (70 cm Breite) oder Pos­ter XXL einen Panoramakalender.

Direkt auf der Webseite von Artido kann man einen Kalender
mit recht guten Gestaltungsmöglichkeiten erstellen.
Vergrößern Direkt auf der Webseite von Artido kann man einen Kalender mit recht guten Gestaltungsmöglichkeiten erstellen.

Grafik-Tools zur Bildgestaltung für den Fotokalender

Sehr gut zum Gestalten eines eigenen Fotokalenders, eignet sich das Programm Belight Swift Publisher. Im App Store gibt es dieses Programm für 16 Euro (Stand 18. Oktober). Dieses einfache Layoutprogramm bietet unter anderem Vorlagen für Kalender und Jahresplaner, die Sie sehr individuell selbst weiter gestalten können. So lässt sich etwa die Position des Kalendariums verschieben und dessen Schriftstil und Farbe anpassen.

Für Kalender eignen sich Fotocollagen besonders gut. Hier können Sie im App Store mit dem Suchbegriff „Collage“ viele zum Teil auch kos­tenlose Tools finden, beispielsweise das kostenlose Tool Picture Collage Maker Lite oder Collage It Free. Im Internet finden Sie übrigens mit dem Suchbegriff „Scrapbook Vorlagen“ sehr viele schöne Hintergründe und Gestaltungselemente. Diese eignen sich gut, falls Sie eine Collage mit dem kostenlosen Programm Gimp oder Photoshop erstellen möchten.

Das günstige Allround-Gestaltungsprogramm Swift Publisher
eignet sich hervorragend, um unkompliziert und flexibel einen
Kalender zu erstellen.
Vergrößern Das günstige Allround-Gestaltungsprogramm Swift Publisher eignet sich hervorragend, um unkompliziert und flexibel einen Kalender zu erstellen.

iPhoto-Kalender fremdgedruckt

Als Mac-Besitzer sind Sie in der angenehmen Lage, einen Kalender mit iPhoto gestalten zu können, iPhoto bietet dafür schicke Vorlagen. Einen iPhoto-Kalender können Sie direkt bei Apple als Fotokalender bestellen. Dies ist der komfortabelste, aber auch teuerste Weg. Ein solcher Fotokalender ist mit 21,40 Euro (etwas größer als das A4-Format) im Vergleich auch am teuersten, zu diesem Preis erhalten Sie bei einigen anderen Anbietern bereits einen A3-Kalender. Die happigen Versandkosten von 8,30 Euro (Deutschland) müssen Sie zusätzlich dazu rechnen.

Hohe Auflagen

Als Werbegeschenk für eine Firma ist ein individueller Kalender recht beliebt.

Für diese Fälle kann man bei diversen Online-Druckereien, die sich auf Business-Kunden spezialisiert haben, eine höhere Auflage von Fotokalendern bestellen. Solche Anbieter sind beispielsweise Die Druckerei , //www.viaprinto.de:Viaprinto oder Pixartprinting .

Wir haben mit Photographerbook und Viaprinto zwei günstigere Alternativen gefunden, über die man per PDF-Bestellung außer einem iPhoto-Fotobuch auch einen Kalender ordern kann. Dazu müssen Sie den Kalender im PDF-Format exportieren. Dies gelingt mit iPhoto leicht: Klicken Sie dazu mit gedrückt gehaltener Wahltaste auf den Knopf „Kalender kaufen“. Ein Dialogfenster „Speichern“ öffnet sich und Sie können den Kalender im druckfähigen PDF-Format sichern.

Mit dem kostenlosen Tool Collage It Free lassen sich
schnell ansprechende Fotocollagen erstellen – in der kostenlosen
Version aus maximal 20 Einzelfotos.
Vergrößern Mit dem kostenlosen Tool Collage It Free lassen sich schnell ansprechende Fotocollagen erstellen – in der kostenlosen Version aus maximal 20 Einzelfotos.

Tipps zur Qualität

Das gewählte Papier sollte mindes­tens 250 Gramm pro Quadratmeter schwer sein, damit der Fotokalender einen hochwertigen Eindruck vermittelt. Diese Papierstärke bieten ohnehin schon fast alle Anbieter als Standard an, bei Viaprinto muss man es beispielsweise extra auswählen.

Ein normaler Fotokalender wird auf einer Digitaldruckmaschine ausgegeben, meist wie Fotobücher auch auf einer HP Indigo. So erhält man einen Ausdruck auf mattem Papier. Man kann bei den meisten Anbietern den Kalender in einer Hochglanz-Variante wählen, bei der nach dem Druck Lack aufgebracht wird. Dieser Überzug ist aber nicht für jeden Platz an der Wand geeignet, denn bei ungünstigen Lichtverhältnissen spiegelt sich die Umgebung auf dem Papier.

Die Ausgabe auf echtem ausbelichteten Fotopapier ist eine weitere Variante, die einige Anbieter mit im Programm haben, allerdings teils in einem eignen Format. Fotos auf Fotopapier bietet die im Detail beste Fotoqualität, doch Schriften erscheinen unschärfer als bei Kalendern mit herkömmlichem Digitaldruck.

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