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Foto-Verwaltung mit iPad für Hobbyfotografen und Profis

18.01.2012 | 12:53 Uhr |

Nicht nur für Hobbyfotografen, sondern auch für Profis ist das iPad ein tolles Werkzeug zur Aufbewahrung, Sicherung und im Workflow der Bilder. Wir zeigen, wie das geht

Auch das iPad 2 ist selbst für Hobbyfotografen nicht wirklich geeignet, um Fotos aufzunehmen. Zwar verfügt es im Gegensatz zum Ur-iPad über eine Frontkamera mit VGA-Auflösung (640 x 480 Pixel) und eine rückwärtige Kamera mit 720p-Auflösung (1280 x 720 Pixel) , bei Fotos (960 x 720 Pixel), Letztere macht aber nur bei guten Lichtverhältnissen bestenfalls brauchbare Aufnahmen. Für Hobbyfotografen eignen sich das iPhone 4 mit seiner recht guten 5-Megapixel-Kamera und das iPhone 4S mit der sehr guten 8-Megapixel-Kamera - alternativ Kompaktdigitalkameras mit bis zu 10 Megapixel Auflösung. Ambitionierte Hobbyfotografen und Profis setzen auf digitale Spiegelreflexmodelle, die einfach bessere Bilder garantieren.

iPad als Fotospeicher

Ob iPhone, Digitalkamera oder Profilösung, in allen Fällen können beide iPad-Modelle als Speichermedium für den Fotografen dienen. Wer eine Kamera mit sich herumschleppt, hat zwar meistens ausreichend Speicherkarten dabei, ein Backup aber nicht. Genau hier kommt das Fotostream Auf den ersten Blick ist Apples Fotostream eine gute Lösung, um einen Foto-Workflow aufzubauen. Mit iPhone, iPod Touch (vierte Generation) oder iPad 2 aufgenommene Bilder, dazu auf iOS-Geräte importierte Fotos landen auf Wunsch des Benutzers automatisch in dem iCloud-Dienst. Sie stehen dann auf allen iOS-Geräten, Macs und Windows-PCs zur Verfügung, die dieselbe Apple-ID wie der Fotograf nutzen. Was innerhalb der Familie kein Problem ist, wollen Profifotografen meist nicht, sie wollen ausgesuchte Fotos bestimmten Kunden zur Verfügung stellen. Bei Fotostream gilt das Prinzip "alle oder keines": Ist Fotostream eingeschaltet, werde alle Fotos automatisch auf iCloud geladen. Einmal in iCloud kann der Benutzer nur den gesamten Fotobestand in iCloud löschen, nicht einzelne Fotos. Apple hingegen löscht Bilder automatisch nach 30 Tagen oder wenn das Maximum von 1000 Fotos erreicht ist. Für Privatnutzer reicht Fotostream aus, Profis sollten die zusätzlichen Möglichkeiten von Dropbox in Anspruch nehmen. iPad ins Spiel, es kann unterwegs die Bilder der Kamera übernehmen und sicher als Backup verwahren. Wer das iPhone als Fotoapparat nutzt, sollte ebenfalls seine Bilder unterwegs sichern, denn wenn das iPhone komplett abstürzen sollte, sind die Bilder weg.

Option Fotostream

Zumindest für iPhone-Fotografen bietet Apple mit dem iCloud-Bestandteil Fotostream eine Option, die Daten zu sichern - automatisch, sobald eine Wi-Fi-Verbindung ins Internet zur Verfügung steht. Auch von der Kamera auf das iPad importierte Fotos lassen sich in Fotostream sichern. Die Lösung ist nett, allerdings auch recht unflexibel für Profis.

Workflow mit Dropbox

Während Fotostream im privaten Umfeld eine schöne Möglichkeit darstellt, die Lieben daheim, zum Beispiel über das iPad 2, am Urlaub teilhaben zu lassen, greifen ambitionierte Fotografen lieber zu Dropbox.

Die in der Basisversion kostenlose Lösung (2 Gigabyte Online-Speicher) ist nicht nur geeignet zur Verwaltung von Dokumenten . Auf das iPad importierte Fotos lassen sich in Dropbox-Ordner (Online-Volume) verschieben, über die Galeriefunktion kann der Profifotograf unterwegs Kunden eine Auswahl seiner Bilder zeigen. Optional können Mitarbeiter die Bilder nachbearbeiten. Wir zeigen die verschiedenen Workflow-Optionen für Fotofans mit iPad.

Fotos auf das iPad übertragen

Apple iPad Camera Connection Kit

Wer Fotos mit einer Digitalkamera oder dem iPhone aufnimmt und über ein iPad verfügt, sollte unbedingt das Adapterset iPad Camera Connection Kit von Apple für 29 Euro anschaffen. Das Set besteht aus zwei Adaptern für den Dock-Connector beider iPad-Modelle. Der eine Adapter nimmt SD-Speicherkarten entsprechend ausgerüsteter Digitalkameras auf, der andere bietet einen Standard-USB-Anschluss. Hier finden das iPhone oder Digitalkameras über ihren USB-Port An-schluss. Das iPad startet beim Anschluss die App Fotos und bietet den Import aller oder ausgewählter Bilder samt der Option, die importieren zu löschen. Ist beim iPad zusätzlich Fotostream aktiviert, werden die Bilder nach dem Import auf iCloud geladen.

SD-Karten von Eye-Fi

Speicherspezialist Eye-Fi verfolgt einen anderen Ansatz. Man bietet SD-Speicherkarten für entsprechend ausgerüstete Digitalkameras, die über ein integriertes Wi-Fi-Modul verfügen. Beim Einrichten der Karte am Rechner kann man ihr bis zu 32 Wi-Fi-Netzwerke zuweisen, etwa das im Büro. Hier überträgt die Kamera beziehungsweise die Karte neue Fotos drahtlos auf PC oder Mac. Die kostenlose iPad-App Eye-Fi nutzt hingegen unterwegs den Ad-hoc-Modus der Speicherkarte, um die Kamerabilder zu importieren. Ist Fotostream aktiviert, landen importierte Fotos dann in iCloud. Fotos lassen sich alternativ auf viele soziale Netzwerke oder auf Eye-Fis eigenen Bilderdienst laden. Die Eye-Fi-Lösung ist recht interessant, gegenüber dem direkten Import über die Apple-Lösung aber unflexibler und langsamer. Eine 8-Gigabyte-Karte kostet rund 80 Euro.

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