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Fünf Gründe für Bluetooth-Audiogeräte

05.12.2014 | 13:05 Uhr |

Es ist sehr bequem, seine Musik kabellos an einem Lautsprecher zu genießen. Neben Airplay von Apple dient Bluetooth unserer Meinung nach besonders gut zur Übertragung.

Mittlerweile sind die Techniken ausgereift, mit denen man Musik kabellos übertragen kann. Doch von allen Arten der drahtlosen Übertragung hat sich vor allem Bluetooth durchgesetzt. Und das, obwohl Bluetooth oftmals den Ruf hat, eine hörbar schlechte Audioübertragung zu bieten. Doch dies ist längst Vergangenheit: Die neueren Bluetooth-Protokolle, die von halbwegs aktuellen Geräten schon durchwegs unterstützt werden, bieten mit dem Profil A2DP eine gute Übertragungsqualität. Dieses Profil ist in Bluetooth 2.1 integriert und wird bereits ab OS X 10.5 und ab iOS 3.0 unterstützt. A2DP verwendet die im Bluetooth-Standard integrierte SBC-Kodierung, die bereits eine derart hohe Übertragungsrate liefert, dass ein Qualitätsverlust praktisch nicht mehr hörbar ist. Eine noch bessere Qualität bietet der Codec AptX, der das Audiosignal in Audio-CD-Qualität überträgt. Für AptX muss der jeweilige Hersteller Lizenzgebühren zahlen, daher verwenden nur höherwertigere Bluetooth-Lautsprecher beziehungsweise Kopfhörer diesen Standard. Der AptX-Codec wird nicht von iOS unterstützt, dafür selbst von fünf Jahre alten Macs. Welche Vorteile die Audio-Übertragung gegenüber Airplay oder DLNA bieten, haben wir beleuchtet.

Dass kleine Bluetooth-Lautsprecher einen ordentlichen Sound zaubern können, beweist der nur 18 cm breite Bose Sound Link Mini eindrucksvoll. Man vermutet einen zusätzlichen Subwoofer unter dem Tisch.
Vergrößern Dass kleine Bluetooth-Lautsprecher einen ordentlichen Sound zaubern können, beweist der nur 18 cm breite Bose Sound Link Mini eindrucksvoll. Man vermutet einen zusätzlichen Subwoofer unter dem Tisch.
© Bose

GRUND 1

Einheitlicher Standard

Ob iPhone, iPad, Mac, Android-Geräte oder Windows: Ohne zusätzliche Software installieren zu müssen, lassen sich alle Bluetooth-Audiogeräte mit den unterschiedlichsten Zuspielern verwenden. Denn das Bluetooth-Protokoll unterstützen alle moderneren Geräte. Und mit dem Bluetooth-Profil AVRCP lässt sich sogar Musik und Video steuern, sofern das jeweilige Gerät diese Funktion anbietet. So können Sie direkt am Lautsprecher oder Kopfhörer zwischen den Liedern wechseln, den Song anhalten oder die Lautstärke regeln. Alle iOS-Geräte bis auf das erste iPhone unterstützen das Profil A2DP und AVRCP – auch alle aktuelleren Macs.

Airplay ist im Gegensatz zu Bluetooth nur bedingt für alle nutzbar. So benötigt man hierzu ein Gerät mit iOS oder OS X oder einen Lautsprecher, der bereits Airplay unterstützt. Windows-Nutzer können Airplay mit iTunes verwenden und für Android gibt es die kostenlose inoffizielle App Air Audio.

Mini-Lautsprecher wie dieser 125 cm große Würfel Speedlink Xilu Portable Speaker kosten um die 30 Euro und bieten einen akzeptablen Sound.
Vergrößern Mini-Lautsprecher wie dieser 125 cm große Würfel Speedlink Xilu Portable Speaker kosten um die 30 Euro und bieten einen akzeptablen Sound.
© Speedlink

GRUND 2

Gerätevielfalt

Bei der Auswahl an Audioprodukten mit kabelloser Musikübertragung gibt es für Bluetooth-Geräte das mit Abstand größte Angebot. Es reicht von Zigarettenschachtel-großen, drahtlosen Mini-Lautsprechern bis hin zu ausgewachsenen Lautsprechern zum Beschallen eines stattlichen Wohnzimmers. Außerdem gibt es Bluetooth-Adapter für die Stereoanlage, Kopfhörer und Autoradios, die auf Bluetooth setzen.

Ratgeber: Lautsprecher per Bluetooth oder Airplay

GRUND 3

Preis und Leistung

Bereits für wenig Geld erhält man einen Bluetooth-Lautsprecher. Der mag zwar keine Klangwunder vollbringen, bietet aber für seinen Preis eine komfortable Möglichkeit, unterwegs Musik zu hören. Auch höherwertige Audiogeräte sind im Vergleich zu Airplay-Lautsprechern günstiger. Dafür muss man auf eine Multiroom-Wiedergabe verzichten, bei der mehrere Lautsprecher synchron die Musik wiedergeben können. Dies ist erst mit Airplay möglich, dann auch gleich mit bis zu acht Lautsprechern.

Wer auf Reisen seine Ruhe haben möchte, kann drahtlose Noise-Cancelling-Kopfhörer wie den Bose Quiet Comfort 15 verwenden. Diese Modelle unterdrücken aktiv die Umgebungsgeräusche – ideal für ein Nickerchen im Flugzeug oder in der Bahn.
Vergrößern Wer auf Reisen seine Ruhe haben möchte, kann drahtlose Noise-Cancelling-Kopfhörer wie den Bose Quiet Comfort 15 verwenden. Diese Modelle unterdrücken aktiv die Umgebungsgeräusche – ideal für ein Nickerchen im Flugzeug oder in der Bahn.
© Bose

GRUND 4

Drahtlose Kopfhörer und Mini-Lautsprecher

Möchte man Kopfhörer vom Kabel befreien, dann findet man hier ausschließlich Bluetooth-Kopfhörer. Die Chips sind günstig und Strom sparend, zudem bietet Bluetooth eine Headset-Funktion. So lassen sich die meisten Bluetooth-Kopfhörer auch zum Telefonieren verwenden. Das Angebot an Bluetooth-Kopfhörern ist groß und wächst im Moment stark. So gibt es kabellose Kopfhörer für Sport, für die Reise mit aktiver Geräuschunterdrückung oder als Alltagsbegleiter. Besonders praktisch: wasserdichte Mini-Lautsprecher, die man sogar in der Dusche nutzen kann.

Die Bluetooth-Technik findet sogar Platz in kleinen Sportkopfhörern wie dem empfehlenswerten Plantronic Backbeat Fit. Sein winziger Akku hält sieben Stunden.
Vergrößern Die Bluetooth-Technik findet sogar Platz in kleinen Sportkopfhörern wie dem empfehlenswerten Plantronic Backbeat Fit. Sein winziger Akku hält sieben Stunden.
© Plantronic

GRUND 5

Lange Akkulaufzeiten

Die drahtlose Audio-Übertragung per Bluetooth braucht nicht viel Energie. So können bereits sehr kompakte Sportkopfhörer mehrere Stunden mit einer Akkuladung auskommen. Ausgewachsene Bluetooth-Lautsprecher und Kopfhörer erreichen hier sogar Laufzeiten von bis zu 20 Stunden. So eignen sich Bluetooth-Lautsprecher ideal als mobile Begleiter, das spiegelt sich in dem sehr großen Angebot wider.

Fazit

Von allen Geräten mit drahtloser Audio-Übertragung gibt es für Bluetooth-Geräte mit Abstand das größte Angebot. Vor allem für den mobilen Einsatz bieten Bluetooth-Lautsprecher den größten Vorteil. Denn sie sind meist deutlich günstiger als Airplay-Lautsprecher und in den verschiedensten Formen zu haben. Erst wenn man sehr hochwertige Lautsprecher jenseits der 500-Euro-Grenze kaufen möchte, werden Airplay beziehungsweise DLNA oder Systeme wie Sonos oder Raumfeld interessanter.

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