1988804

Fünf Gründe für mobile WLAN-Router

02.12.2014 | 10:26 Uhr |

Überall Internet, das ist ein Traum, der auch im Jahre 2014 noch nicht zu 100 Prozent erfüllt ist. Mit einem kleinen Zusatzgerät lässt sich jedoch so manche Netzlücke unterwegs oder im Urlaub schließen

Ein Smartphone hat heute so gut wie jeder in der Tasche. Damit hat man das Internet doch stets dabei, oder? Leider nicht, Funklöcher beispielsweise in ländlichen Gebieten nerven und im Ausland kann der heimische Handyvertrag sogar schnell zur bösen Kostenfalle werden. Ein zweites Smartphone extra für den Urlaub anschaffen? Lohnt sich auch nicht – was tun? Die Lösung: ein mobiler WLAN-Router .

Grund 1

Kosten senken

Der TP-Link M5360 eignet sich auch als mobiler Zusatzakku fürs iPhone.
Vergrößern Der TP-Link M5360 eignet sich auch als mobiler Zusatzakku fürs iPhone.
© TP-Link

Egal ob Handyvertrag oder Prepaid-SIM-Karte, spätestens wenn man ins Ausland reist, wird es teuer. Dabei sind nicht einmal die Telefonierkosten das Schlimmste, der Datenverbrauch beim Surfen, Chatten, Mailen und so weiter schlägt meist wesentlich höher zu Buche. Genau hier kassieren die Handyprovider nämlich kräftig mit. Eine Lösung wäre es, die SIM-Karte auszutauschen und die Karte eines Anbieters des jeweiligen Landes in das iPhone einzustecken. Das funktioniert aber nur dann, wenn das Handy nicht durch SIM-Lock oder Net-Lock gesperrt ist und außerdem ist man dann im Urlaub nicht mehr unter seiner normalen Handynummer erreichbar.

Ein mobiler WLAN-Router ist hier deutlich flexibler. Die deutsche SIM-Karte bleibt im Handy und man schaltet das Daten-Roaming ab. Dadurch ist die Kostenfalle im Ausland schon mal gebannt. Die ausländische SIM-Karte kommt nun in den WLAN-Router. Dieser erzeugt in der unmittelbaren Umgebung ein drahtloses Netz, das man quasi ständig mit sich herumträgt. Das iPhone verbindet man nun mit diesem WLAN, fortan surft man über den günstigen Tarif des örtlichen Anbieters.

Grund 2

Internet für die ganze Familie

Per Ethernet kann man den TP-Link MR 3040 an Hotelnetzen betreiben.
Vergrößern Per Ethernet kann man den TP-Link MR 3040 an Hotelnetzen betreiben.
© TP-Link

Alle aktuellen mobilen WLAN-Router bieten die Möglichkeit, mehr als ein Gerät mit Internet zu versorgen. Das ist besonders dann praktisch, wenn man mit dem Partner, der Familie oder Kollegen unterwegs ist. Je nach Gerätetyp lassen sich bis zu zehn verschiedene Smartphones, Tablets oder Notebooks gleichzeitig mit dem Router verbinden. Fortan surfen alle über dieselbe mobile Verbindung. Einzige Voraussetzung: Alle Teilnehmer müssen sich innerhalb der Reichweite des WLAN-Routers befinden. Je nach baulicher Umgebung sind das meist zwischen 10 und 20 Meter.

Ein weiterer Vorteil: Da sich unterwegs alle Teilnehmer in demselben WLAN befinden, können Sie per lokalem Filesharing Daten untereinander austauschen, ohne Kosten zu verursachen – beispielsweise beim Austauschen von Fotos oder Videos zwischen zwei Notebooks. Diese Daten werden nicht über das Handynetz geschickt, sondern wandern direkt per WLAN von Gerät zu Gerät.

Grund 3

Mehr Speed

Zyxels WAH7130 ist einer der ersten mobilen LTE /4G-Router am Markt.
Vergrößern Zyxels WAH7130 ist einer der ersten mobilen LTE /4G-Router am Markt.
© Zyxel

Das kennt jeder: Die Netzabdeckung schwankt im Haus. Steht man in einem bestimmten Raum oder am Fenster, ist die Datenverbindung meist schneller als mitten im Haus oder gar im Keller. Nun will man aber nicht die ganze Zeit an diesem Fenster stehen, wenn man ein lustiges Urlaubsfoto auf Facebook hochladen will. Auch hier hilft der mobile WLAN-Router. Legen Sie ihn einfach an die Stelle im Haus, an der der mobile Datenempfang am besten ist. Dank des WLAN-Netzes verbreitet der Router die schnelle Verbindung in einem größeren Umkreis. Da kann man im Liegestuhl auf der Terrasse liegen bleiben.

Ein weiterer Vorteil: Es gibt mobile WLAN-Router, die bereits mit den Handynetzen der vierten Generation (4G/LTE) arbeiten, die wesentlich schnellere Datenverbindungen liefern. Diesen Geschwindigkeitsvorteil kann man unterwegs auch dann nutzen, wenn das eigene Smartphone LTE nicht unterstützt.

Grund 4

Funklöcher schließen

Nicht nur im Ausland bietet ein mobiler WLAN-Router Vorteile. Auch im Heimatland kann es von Vorteil sein, stets einen der kleinen Begleiter im Rucksack oder der Handtasche mit sich zu führen. Die Funkabdeckung der lokalen Handyanbieter ist besonders in ländlichen Gebieten teilweise ganz unterschiedlich. Wo beispielsweise die Telekom gerade ein Funkloch hat, ist Vodafone oder O2 vielleicht besser aufgestellt oder umgekehrt. Wer auf eine stabile und dauerhafte Internetverbindung angewiesen ist, sollte sich aus diesem Grund mit SIM-Karten von verschiedenen Anbietern eindecken. Prepaid-Karten bieten sich an, um die monatlichen Kosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben. Stellen Sie dann an einem bestimmten Ort ein Funkloch ihres Hauptanbieters fest, probieren Sie einfach die Prepaid-SIM-Karte eines anderen Anbieters im mobilen WLAN-Router aus. Ohne ständig die Karte in Ihrem Handy wechseln zu müssen, lässt sich so in vielen Fällen ganz flott eine Internetverbindung herstellen, trotz Funkloch.

Grund 5

Praktische Zusatzfunktionen

Einige mobile WLAN-Router bieten teilweise nützliche Zusatzfunktionen. Einige lassen sich zum Beispiel als WLAN-Repeater einsetzen. Das kann nützlich sein, wenn die Hotelanlage zwar ein kostenloses WLAN anbietet, dieses aber dummerweise gerade nicht mehr bis zum eigenen Hotelzimmer reicht. Richtig platziert kann der kleine WLAN-Router das Hausnetz um die entscheidenden fünf Meter verlängern.

Andere Modelle sind mit einem kräftigen Akku und einem USB-Anschluss ausgerüstet. Der WLAN-Router kann dadurch unterwegs notfalls auch als mobile Ladestation für das iPhone oder iPad dienen.

Mobile WLAN-Router Ausstattung & Bewertung

Modell

TP-Link M5350

TP-Link MR3040

Zyxel WAH7130

Preis

€ 50, CHF 61

€ 35, CHF 43

€ 150, CHF 182

Einzelwertungen

Leistung (40 %)

2,0

3,0

0,7

Ausstattung (20 %)

1,8

1,5

1,8

Handhabung (20%)

1,5

2,5

2,1

Ergonomie (20%)

1,4

2,0

4,0

Testurteil

Pro: Lange Laufzeit, WLAN ab Werk verschlüsselt

Pro: Gute Akkulaufzeit, flexible Anschlussmöglichkeiten

Pro: Hohe Datenraten, WLAN ab Werk verschlüsselt, Firmware- Update per Browser

Contra: Keine iOS-App, Firmware- Update nur mit Windows möglich

Contra: WLAN ab Werk nicht verschlüsselt, Verbindung als Client zu anderem WLAN funktioniert im Test nicht

Contra: Hohe Datenraten, WLAN ab Werk verschlüsselt, Firmware- Update per Browser

Technische Angaben

Anschlüsse

Mico-USB als Ladeanschluss

1x Fast Ethernet (WAN/LAN), 1x USB 2.0 für 3G-Modem, 1x Mico-USB (laden)

Mico-USB als Ladeanschluss

Größe (B x H x L)

56,7 x 19,8 x 94 mm

62 x 13 x 100 mm

88 x 17 x 89 mm

Gewicht

92,5 g

94 g

120 g

Sonstiges

OLED-Display (Status)

USB-Port für SurfsticksOLED-Display (Status)

OLED-Display (Status)

Gesamtwertung

1.7

2.3

2.3

Fazit

Nicht nur auf Auslandsreisen ist ein mobiler WLAN-Router ein nützlicher Begleiter. Eigentlich sollte ein solches Gerät immer mit dabei sein, dann ist man im Falle des Falles stets gut gerüstet.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1988804