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Lion schneller machen: Tipps gegen Warte-Cursor

06.02.2012 | 13:55 Uhr |

Ein brandneuer Mac sollte schnell sein. Doch die Berichte über Zwangspausen unter OS X Lion häufen sich, was - wie so oft - mehrere Ursachen hat.

Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir Mac-OS X 10.5 und 10.6 untersucht, um zu sehen, wann der Mac beziehungsweise wann eine Software nicht mehr reagiert. In unseren Tests mit dem aktuellen Betriebssystem OS X Lion zeigt sich, dass die Apple-Entwickler einige Bremsen entfernt haben . Leider kostet der neue Komfort von OS X Lion und iCloud an vielen Stellen auch Leistung. Erstaunlich zum Beispiel bei iCloud : Wenn man die Synchronisation von Dokumenten ausschaltet, reagiert eine ganze Reihe von Programmen erheblich schneller - obwohl die Software keine Verbindung zu iCloud hat.

Warte-Kursor am Mac

Schnell oder langsam ist keine handfeste Einteilung. Auf den folgenden Seiten beschäftigen wir uns vor allem mit dem Warte-Cursor, jenem Kreis in Regenbogenfarben, den das Mac-Betriebssystem einblendet, wenn eine Software nicht mehr reagiert. Dieser Kreis erscheint automatisch, unabhängig von der tatsächlich nötigen Wartezeit. Hinter den Kulissen überwacht der Kern des Betriebssystems, ob die gerade aktive Software reagiert. Tut sie es nicht, wird automatisch der farbige Kreis sichtbar.

Manche Softwarehersteller versuchen, das Aussehen des Cursors selbst zu bestimmen: Software von Adobe zum Beispiel zeigt mit Cursor-Formen, wenn Flash oder Photoshop etwas Zeit zum Berechnen des Bildes auf dem Bildschirm brauchen. Wer mit Adobe-Software arbeitet, sollte deshalb wissen, dass dort der farbige Kreis nur selten sichtbar ist und, dass es nur wenige Tricks gibt, um die Wartezeit in Adobe-Programmen zu verkürzen. Fast immer lautet speziell bei dieser Software die Empfehlung: Mehr Arbeitsspeicher, eine schnellere Festplatte oder ein neuer Mac - anders lässt sich zum Beispiel Photoshop nicht beschleunigen.

Der Start von Lion

Auf einem älteren Macbook zeigt OS X Lion beim Start schwarze Löcher - das Fenster im Finder wird erst korrekt sichtbar, wenn einige Hintergrundsprogramme gestartet sind.
Vergrößern Auf einem älteren Macbook zeigt OS X Lion beim Start schwarze Löcher - das Fenster im Finder wird erst korrekt sichtbar, wenn einige Hintergrundsprogramme gestartet sind.

OS X Lion hat die neue Funktion " Wiederherstellen ". Beim Neustart des Rechners werden alle Dokumente geöffnet, die man beim letzten Ausschalten offen hatte - jeweils in der passenden Software. Das kann dauern und hängt von der Rechenleistung des Mac und vor allem der Arbeitsgeschwindigkeit der Festplatte ab. Eine besonders schlechte Kombination dieser Faktoren macht sich zum Beispiel in den älteren Mac-Mini-Modellen bemerkbar: Hier spielen ein langsamer Core-2-Duo-Prozessor und eine Notebook-Festplatte, die bedingt durch die Konstruktion und den begrenzten Raum im Mac Mini langsamer ist als normal große Festplatten, zusammen. Hinzu kommt der lahme Grafikchip von Intel. Diese drei Faktoren bremsen die älteren Mac Minis (Kaufdatum vor Herbst 2010), und wer einen solchen Mac für OS X Lion beschleunigen will, sollte den Arbeitsspeicher auf das Maximum erhöhen und zusätzlich eine schnellere Festplatte einbauen. An der langsamen Grafikkarte lässt sich nichts ändern.

Wer auf den Komfort der Wiederherstellung verzichten kann, findet leider in den Systemeinstellungen keine große Hilfe. Die Funktion muss in OS X Lion bei jedem Ausschalten erneut deaktiviert werden. Vollständig abschalten lässt sich die Funktion nur mit diversen Tricks, die einen relativ starken Eingriff in die Zugriffsreche von OS X Lion notwendig machen.

Wir können aber die Hilfsprogramme Restoremenot und - mit ähnlicher Funktion - Lion Tweaks empfehlen. Beide führen eine Liste von Programmen, deren Fenster bei einem Neustart nicht wiederhergestellt werden sollen.

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