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Von Ole Leitloff; Christiane Stagge - 17.01.2013, 13:30

Für iPhone und iPad

5 Apps zum Geld sparen

Diese Apps verraten Ihnen, wie Sie abgelaufene Lebensmittel sinnvoll verwerten und helfen beim fristgerechten Kündigen von Verträgen und der Budgetplanung
Zu den guten Neujahrsvorsätzen gehören bei vielen Menschen neben gesunder Ernährung und mehr Sport auch mehr Sparsamkeit. Bei steigenden Strompreisen und höheren Benzinkosten klingt das durchaus angebracht. Im AppStore gibt es viele Apps für iPhone und iPad, die Ihnen beim Schnäppchenkauf helfen. Dazu gehört nicht nur eBay. Mit der Barcoo-App können Sie beispielsweise den Barcode eines Kleidungsstücks, Buch oder Lebensmittel scannen und vergleichen, ob es dieses Produkt in einem anderen Laden im näheren Umkreis oder im Online-Shop noch günstiger gibt.
Aber auch andere Apps erleichtern das Sparen. So liefert „Zu gut die Tonne“ Rezepte zur Resteverwertung und mit Clever Tanken finden Sie die günstigste Tankstelle. Wir haben die Apps getestet.
Zu gut für die Tonne
 
Zahlreiche Sterneköche stellen in dieser App 56 einfache Rezepte mit wenigen Zutaten vor, um aus „Kühlschrankresten“ schmackhafte Gerichte zu kochen. „Zu gut für die Tonne“ ist eine Initiative, die den bewussten Umgang mit Lebensmitteln fördern möchte. Herausgeber der App ist das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das Sterneköche in ganz Deutschland für das Projekt gewinnen konnte.
Die App stellt Rezepte nach Zutaten oder Kategorien wie Hauptgericht, Beilage, Suppe oder Süßspeise vor. Mengenangaben passt der Nutzer beliebig an. Der Schwerpunkt liegt auf der Verwertung von Lebensmitteln, die häufig in der Tonne landen, obwohl sich noch ein schmackhaftes Gericht aus ihnen zusammenstellen lässt. Dazu gehören Zutaten wie altes Brot oder schrumpeliges Gemüse.
Ein Lexikon gibt Tipps zur Mindesthaltbarkeit von Lebensmitteln und Hinweise, worauf man bei der Lagerung achten sollte. Unter der Rubrik „Goldene Regeln“ findet der Benutzer Vorschläge wie er seine persönliche Wegwerfquote reduzieren kann. Die Zutatenliste hilft im Einkaufen im Supermarkt. Die App reagiert teilweise etwas schwerfällig. Der Ansatz für eine bessere Verwertung von Lebensmitteln ist gut, auch die Rezepte überzeugen. Mangelhaft ist dagegen die Eingabemöglichkeit der Zutaten. Es fehlt eine Stichwortsuche anhand mehrerer Zutaten. Leider gibt es keine Bilder was die App etwas eintönig macht.
Hersteller: Bmelv
Preis: Kostenlos
Note: 2,7
Vorzüge: Einfache Rezepte, Tipps zur Lagerung von Lebensmitteln
Nachteile: Keine Auswahlmöglichkeit mehrerer Zutaten, keine Bilder

Aboalarm

 Einige Verträge haben es in sich: Achtet man beispielsweise bei Mobilfunkverträgen nicht rechtzeitig auf die Kündigungsfrist, verlängert sich der Vertrag oft automatisch um zwei Jahre und schon steckt man 24 Monate in der Kostenfalle. Damit Sie Ihre Verträge rechtzeitig kündigen, erinnert Sie die App „Aboalarm“ per E-Mail oder Push-Nachricht an die Kündigungsfrist. Und nicht nur das: Das Programm enthält vorformulierte Kündigungsschreiben inklusive 200 Kündigungsadressen von Versicherungen, Mobilfunkprovidern, Vereinen oder Institutionen.
Die App gibt es zwar auch für das iPhone, das Schreiben ist jedoch auf dem iPad komfortabler, weshalb wir Aboalarm für das Tablet empfehlen. Das fertige Kündigungsschreiben lässt sich anschließend sofort als Fax versenden. Die Unterschrift kann man mit dem Finger hinzufügen, allerdings befindet man sich hier in einer rechtlichen Grauzone, weshalb Anbieter das Kündigungsschreiben als ungültig ablehnen könnten. Die Daten wie Kündigungsfrist, Kundennummer, E-Mailadresse und Vertragslaufzeit müssen Sie manuell eingeben, was mitunter recht mühsam sein kann. Eigene Anbieter können Sie ebenfalls hinzufügen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Kündigungsschreiben am Mac oder PC erstellen, ausdrucken und handschriftlich unterschreiben. Für die Verwaltung von Kündigungsschreiben und als Vorlage dient die App Aboalarm jedoch allemal.   
Hersteller: Aboalarm UG
Preis: KostenlosNote: 2,0
Vorzüge: Adressdatenbank, Kündigungsformulare
Nachteile: Unterschrift per Finger rechtliche Grauzone

Lidl und Aldi

Den Montag und den Donnerstag sollten sich Schnäppchenjäger vormerken – an diesen Tagen gibt es bei den Discounter-Supermärkten Aldi und Lidl Lidl Sonderangebote. Das Sortiment reicht von preiswerten Lebensmitteln bis hin zu Möbeln, Handwerkerutensilien und Elektronikartikeln. Mit den Apps von Lidl, Aldi Nord beziehungsweise Aldi Süd können Sie sich per Push-Nachricht über Sondernagebote informieren lassen, die passende Filiale in Ihrer Umgebung suchen oder die klassischen Faltblätter durchblättern.
Über die Lidl-App kann man auch im Online-Shop einkaufen. Allerdings beschränkt sich dort das Sortiment auf Möbel, Kleidungsstücke und Co. Lebensmittel sucht man hier vergeblich, während sich über die Aldi-Apps immerhin auch Sonderangebote von Lebensmitteln aufrufen lassen.
Hersteller: Aldi, Lidl
Preis: Kostenlos
Vorzüge: Push-Nachricht bei Sondernageboten
Nachteile: bei Lidl keine Lebensmittelangebote einsehbar
Note: 1,8

Postbank Finanzassistent

Digitale Haushaltsbücher, in denen man auf dem iPhone oder iPad seine Ausgaben erfassen kann, gibt es zuhauf. Allerdings müssen Sie die App vorher manuell mit Ihren Daten sprich Einnahmen und Ausgaben  füttern, um sie richtig nutzen zu können. Das ist mitunter recht mühsam. Einfacher geht es, wenn man auf die App direkt auf das Bankkonto zugreift.
Die Postbank bietet mit dem Finanzassistenten einen entsprechenden kostenlosen Service für das iPad an. Der Log-In erfolgt mit Hilfe der Kontonummer und dem Passwort, das man auch beim Online-Banking verwendet. Überweisungen kann man zwar über die App nicht tätigen, allerdings bekommt man eine hervorragende Übersicht über den Kontostand sämtlicher Konten – vom Girokonto bis hin zum Kreditkartenkonto. Man kann auch eigene Konten anlegen. Die App berechnet anhand regelmäßig wiederkehrender Buchungen den voraussichtlichen Kontostand am Monatsende. In unserem Test fiel diese Prognose jedoch etwas zu optimistisch aus. Es ist unklar, welchen Algorithmus die App hier zu Grunde legt.
Hat man von einem Geldautomaten Geld abgehoben, erkennt der Postbank Finanzassistent dies als Barentnahme. In unserem Test hat die App auch die Miete automatisch erkannt. Der Nutzer kann aber auch noch andere Kategorien wie „Mobilität, „Haushalt“ oder „Versicherung“ hinzufügen. In einem Kreisdiagarmm sieht man anschließend, für welche Bereiche man das meiste Geld ausgibt.
Sobald man über einen längeren Zeitraum untätig war und der Unlock-Bildschirm des iPads angeht, muss man sich mit seinen Daten erneut einloggen. Dadurch kann so schnell niemand in die eigenen Kontodaten schauen. Vergangene Buchungen lassen sich über mehrere Monate nachverfolgen. Über die App kann der Nutzer auch Budgets anlegen und eine Warnung aktivieren, sobald es überschritten ist.
Hersteller: Postbank AG
Preis: Kostenlos
Vorzüge: Bequeme und übersichtliche Buchungsansicht über sämtliche Konten
Nachteil: Keine Überweisungen möglich
Note: 1,3

Clever tanken

Bei hohen Spritpreisen lohnt sich der Preisvergleich. Die App „Clever tanken“ listet sämtliche Tankstellen der näheren Umgebung auf und sortiert diese nach Preis beziehungweise Entfernung. In den Voreinstellungen kann man festlegen, ob man Super E 10, Super E 5, Superplus, Diesel, Autogas oder Erdgas tankt. Die Preisangaben sind aber nicht immer verlässlich, da sie mitunter stündlich variieren. Als grobe Orientierung ist die App aber recht nützlich. Nutzer haben auch die Möglichkeit, selbst Preise zu melden.
Hersteller: infoRoad
Preis: 1,79 Euro
Vorzüge: praktischer Preisvergleich
Nachteil: Preisangaben nicht hunderprozentig zuverlässig
Note: 2,3
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