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Google Fotos: Erste Tipps zum neuen Google-Dienst

29.05.2015 | 14:39 Uhr |

Google hat seinen Online-Speicher für Fotos erweitert und stellt dafür auch neue Apps bereit. Wir zeigen, was der Dienst leistet.

Unbegrenzter Speicherplatz für Ihre Fotos in der Cloud . Das ist das verlockende Angebot, das Google Ihnen mit Google Fotos macht. Im Kleingedruckten gibt es dann allerdings doch zwei Einschränkungen. Unbegrenzter Speicherplatz steht nur zur Verfügung, wenn Google Fotos die hochgeladenen Bilder auf 16 MP herunterkonvertieren darf. Wenn Sie die Fotos in Originalgröße bei Google Fotos ablegen möchten, dann belegen sie Speicherplatz von ihrem begrenzten Google-Drive-Konto. Je nach dem seit wann Sie ein Online-Konto bei Google nutzen, ist dieser Speicherplatz unterschiedlich groß. Es sollte mindestens 15 GB sein, kann aber über Treueaktionen auch bei 32 GB oder mehr liegen. Videos dürfen nur mit einer 1080p-Auflösung unbegrenzt hoch geladen werden. Wer größere Fotos oder Filme speichern möchte, muss sich dann entsprechend Speicher dazu kaufen.

Wer das nicht möchte, der kann einstellen, dass Fotos und Videos automatisch auf das zulässige Höchstmaß für den Gratis-Upload herunter gerechnet werden (Menüsymbol - Einstellungen). Dann speichern Sie Ihre Medien allerdings nicht in der Originalqualität.

Ganz neu ist das allerdings nicht. „ Fotos “ von Google ist eigentlich nur eine etwas aufgehübschte Version des Fotospeichers von Google+ . So sind auch alle Bilder, die Sie bereits bei Google+ Foto gespeichert hatten in den neuen Dienst bereits vorhanden.

Neu sind dagegen einige Fotofunktionen, die aus Ihrer Bildersammlung automatisch Diashows, Panoramen oder Animationen erstellen. Wer das nicht möchte, kann die Funktion in den Einstellungen abschalten. Deaktivieren Sie dafür den Schalter bei "Neue Kreationen vorschlagen". Wer das allerdings zulässt, erhält überraschend nette Shows (mehr dazu unten bei Tipp 2).

Die Apps für iOS und Android stehen in den jeweiligen App-Stores bereit. Sie überraschen mit ein paar netten Bedienfunktionen. So lassen sich mehrere Bilder auswählen, indem man über sie hinweg wischt. Zuvor müssen Sie bei einem Bild etwas länger gedrückt haben, um in den Auswahl-Modus zu kommen. Auch die übrige Bedienung gefiel uns im Test recht gut. Die Apps sind Upload-Tool für Ihre Fotos und Bildverwaltung in einem. Auch einige Fotobearbeitungsfunktionen sind mit dabei. Hier finden Sie Tipps zur Bedienung im Browser als auch für die Apps.

Tipp 1: Fotos in die Cloud laden

Upload am Mac oder PC: Wer nun gleich seine komplette Fotosammlung in den Speicher von Google laden möchte, etwa als Backup, kann das mit der Fotoverwaltung Google Picasa erledigen. Markieren Sie die Fotos, die Sie in die Cloud laden möchten und wählen Sie „Tools – Upload-Manager“. Die eingebaute Upload-Funktion hatte Ihre Fotos früher in die Web-Alben von Picasa geladen. Dann hatte Google den Speicher automatisch den Fotobereich von Google+ umbenannt. Jetzt landen die Fotos im neu benannten Speicher „Foto“ unter der Adresse https://photos.google.com .

Das Hochladen der Fotos über die Fotoverwaltung Google Picasa hat den Vorteil, dass Sie Ihre Fotos am Mac oder PC nach Ihren Wünschen mit Tags belegen können und auch bestimmen können, welche Infos, etwa Namen-Tags, nicht in die Cloud geladen werden sollen. Einen Ratgeber zu Picasa finden Sie hier .

Mit diesem kleinen Tool laden Sie automatisch alle Fotos vom PC zu Google Fotos.
Vergrößern Mit diesem kleinen Tool laden Sie automatisch alle Fotos vom PC zu Google Fotos.

Alternative: Wer sich Picasa für den Upload nicht installieren möchte, findet unter https://photos.google.com/apps ein kleines schlankes Upload-Tool. Es heißt „Google Photos Backup“ und lädt alle Fotos aus Ihren Windows-Bibliotheken in die Cloud. Fürs Laden des Tools müssen Sie in Ihrem Google-Konto angemeldet sein.

Upload mit den Apps: Die App „Fotos“ von Google gibt es für iOS und Android. Beim ersten Start der App wird Ihnen angeboten, dass alle Fotos auf dem Gerät automatisch in die Cloud geladen werden sollen. Dabei lässt sich festlegen, ob das nur bei einer WLAN-Verbindung der Fall sein soll oder auch über das Mobilfunknetz geschehen darf. In diesem Fall knappst das Datenvolumen von Ihrer „Datenflatrate“ ab. In der Android-App war standardmäßig nur der Upload über WLAN vorgesehen, in der iOS-App auch über das Mobilnetz.

Wer den automatischen Upload nicht aktiviert, kann einzelne Fotos trotzdem hochladen. In der iOS-App markieren Sie das gewünschte Foto (tippen und halten) und wählen dann „Menüsymbol – zum Album hinzufügen“. Unter Android markieren Sie das Foto und tippen auf das Pluszeichen . Sie können in beiden Fällen ein bestehendes Online-Album auswählen oder ein neues anlegen.

Tipp 2: Fotos verwalten

Der Fotodienst sortiert Ihre Fotos automatisch. Bei unserem ersten Test beschränkte sich diese Funktion aber auf das bekannte Ausmaß, dass auch Google Picasa bietet. Die automatische Sortierung funktioniert über das Datum, GPS-Angaben oder Tags, die Sie selber vergeben haben.

Neu ist der Punkt "Assistent". Direkt nach dem ersten Start des Dienstes ist dort noch nichts zu finden. Hat Google aber nach einiger Zeit Ihre Fotos analysiert, tauchen dort neue Foto-Shows auf. Im Angebot sind Panoramafotos, Animationen, Diashows und Collagen. Bei den Animationen werden aus einer Serie von ähnlichen Fotos kleine Filme erstellt, die dann wie eine Stop-Motion-Animation wirken. Teilweise wirken diese Filmchen überraschend witzig. Beeindruckt waren wir von den Panoramen. Wer passendes Fotomaterial hat, der erhält Breitbandbilder in guter Qualität. Die Collagen konnten zumindest bei unserer Fotosammlung keine außergewöhnlichen Ergebnisse liefern. Das alles läuft automatisch ab und taucht nach ein paar Stunden unter dem Menüpunkt "Assistent" von selber auf.

Schließlich gibt es noch die Funktion „Geschichten“. Gehen Sie dazu auf „Menüsymbol – Sammlungen – Geschichten“. Der Dienst packt dann Fotos aus einem wählbaren Album in eine Art Diashow. In dieser sind teilweise auch Karten von Google-Maps mit eingebaut, um etwa eine Reise zu verdeutlichen. Zudem sind Kalenderblätter eingefügt sowie Felder für Beschreibungstexte. Im ersten Test sind die „Geschichten“ eine nette Alternative zur klassischen Diashow.

Tipp 3: Fotos teilen – und zwar ohne Standortdaten

Wenn Sie Fotos aus dem Cloud-Speicher mit anderen teilen möchten, geht das per Link, den Sie an Ihre Kontakte mailen. Wer nicht möchte, dass diese Fotos noch die GPS-Daten enthalten, kann das in den Einstellungen abschalten. Gehen sie dafür auf das Menüsymbol und dann auf „Einstellungen“. Aktivieren Sie den Punkt „Standortdaten bei per Link geteilten Elementen entfernen“.

Aktivieren Sie diese Option, um keine GPS-Daten in Fotos mit anderen zu teilen.
Vergrößern Aktivieren Sie diese Option, um keine GPS-Daten in Fotos mit anderen zu teilen.
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